Eine Studie von WatchGuard zeigt wachsenden Druck auf IT- und Security-Teams in Deutschland. Viele Unternehmen sehen ihre Teams personell unterbesetzt und setzen verstärkt auf externe Sicherheitsdienstleister. Gleichzeitig steigen die Anforderungen durch KI-gestützte Angriffe und neue Compliance-Vorgaben. Besonders gefragt sind integrierte Sicherheitsdienste und strategische Beratung.
Unternehmen in Deutschland sehen sich laut einer aktuellen WatchGuard-Studie zunehmend mit personellen Engpässen und steigenden Anforderungen in der Cybersicherheit konfrontiert. Gleichzeitig wächst die Bereitschaft, in Managed Security Services und KI-gestützte Sicherheitslösungen zu investieren.
Für die Untersuchung wurden weltweit 842 IT- und Cybersicherheitsverantwortliche in 20 Ländern befragt. Die Ergebnisse zeigen eine angespannte Sicherheitslage: 91 Prozent der weltweit befragten Unternehmen äußern Sorge über KI-gestützte Cyberangriffe. Zudem hatten drei von vier Unternehmen im vergangenen Jahr mindestens einen Sicherheitsvorfall.
Deutsche Unternehmen sehen Unterbesetzung
Besonders auffällig sind laut WatchGuard die Ergebnisse aus Deutschland. Vier von zehn Unternehmen stufen ihre eigenen IT-Teams als unterbesetzt ein. Einen höheren Wert verzeichnete in der Studie lediglich Frankreich.
Gleichzeitig planen viele Unternehmen höhere Investitionen in externe Sicherheitsdienstleistungen. Insgesamt 85 Prozent der deutschen Befragten rechnen in den kommenden zwei Jahren mit steigenden Budgets für Managed Security Services – der höchste Wert aller untersuchten Länder.
Dennoch zeigt die Studie auch Zurückhaltung beim vollständigen Outsourcing. 22 Prozent der deutschen Unternehmen lehnen es ab, die Kontrolle über die IT-Sicherheit komplett auszulagern. Zugleich gewinnt die strategische Zusammenarbeit mit Dienstleistern an Bedeutung. 39 Prozent der Unternehmen betrachten ihren IT-Sicherheitspartner inzwischen ausdrücklich als strategischen Berater. Weltweit liegt dieser Wert laut Studie bei 24 Prozent.
Compliance erhöht den Druck auf IT-Teams
Zusätzliche Herausforderungen entstehen durch regulatorische Anforderungen. Deutsche Unternehmen sehen insbesondere bei DSGVO und ISO 27001 steigenden Unterstützungsbedarf durch externe Anbieter.
Hinzu kommen neue Vorgaben wie NIS2, die laut WatchGuard den Druck auf interne Teams weiter erhöhen. Weltweit wünschen sich 67 Prozent der Befragten zusätzliche Unterstützung bei Compliance-Themen.
KI verändert Sicherheitsanforderungen
Künstliche Intelligenz beeinflusst laut Studie sowohl die Angriffsmethoden als auch die Erwartungen an Sicherheitslösungen. Unternehmen setzen zunehmend auf KI-gestützte Erkennung und automatisierte Reaktionsmechanismen.
44 Prozent der Befragten geben an, für entsprechende Sicherheitsfunktionen höhere Ausgaben in Kauf zu nehmen. Gleichzeitig verschieben sich die Anforderungen an IT-Dienstleister. Statt klassischer Leistungskennzahlen rücken Themen wie schnellere Angriffserkennung, proaktive Bedrohungsabwehr und operative Skalierbarkeit stärker in den Vordergrund.
Managed Services gewinnen an Bedeutung
Die Studienergebnisse zeigen laut WatchGuard einen grundlegenden Wandel bei der Organisation von Cybersicherheit. Unternehmen suchen verstärkt integrierte Sicherheitsdienste, die kontinuierliche Überwachung und schnelle Reaktionsfähigkeit ermöglichen.
Quelle: Press'n'Relations GmbH - WatchGuard„Den Unternehmen fehlt nicht die Kompetenz, sondern die Kapazität”, sagt Joe Smolarski, CEO von WatchGuard Technologies. „Sie wissen sehr genau, welchen Risiken sie ausgesetzt sind. Was fehlt, ist die Fähigkeit, mit der heute geforderten Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit zu überwachen, zu erkennen und zu reagieren. Cybersicherheit hat ein Niveau erreicht, das interne Teams allein nicht mehr abdecken können. Für MSP ist das eine enorme Chance, sich als echte Sicherheitspartner zu positionieren.”
Der vollständige Report mit allen Ergebnissen und Trends rund um die wachsende Rolle der MSP steht hier zum Download zur Verfügung.
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