Trotz zahlreicher Proofs of Concept gelingt es bislang nur einem Teil der Unternehmen, KI-Lösungen produktiv einzuführen. Eine neue Lünendonk-Studie zeigt, wo die größten Hürden liegen – und welche Erwartungen Entscheider an die nächste Generation autonomer KI-Systeme stellen. Agentic AI verspricht Fortschritte, ist aber noch mit Herausforderungen verbunden.
Unternehmen investieren verstärkt in Künstliche Intelligenz, doch der Weg von ersten Proofs of Concept (PoC) hin zur produktiven Nutzung bleibt steinig. Laut aktueller Lünendonk-Studie „AI Transformation – Von der Experimentierphase zur produktiven Skalierung“ scheitert die Skalierung vieler Projekte nicht an der Technologie, sondern an fehlender organisatorischer Verankerung und unzureichender Datenqualität. Gleichzeitig zeichnet sich mit Agentic AI eine neue Entwicklungsstufe ab, die großes Transformationspotenzial verspricht – auch wenn zentrale Fragen noch offen sind.
Vom PoC zur produktiven Lösung– ein weiter Weg
KI-Projekte starten häufig mit Piloten und Prototypen, doch nur rund 30 Prozent der Unternehmen schaffen es, mehr als ein Viertel ihrer PoCs erfolgreich in den operativen Betrieb zu überführen. Als zentrale Erfolgsfaktoren nennen die befragten Entscheider bereichsübergreifende Zusammenarbeit, definierte Verantwortlichkeiten und einen klaren geschäftlichen Nutzen.
Quelle: LünendonkAuffällig: Je höher der Reifegrad im Unternehmen, desto mehr rückt das organisatorische Fundament in den Fokus. 86 Prozent der fortgeschrittenen Unternehmen integrieren IT und Fachbereiche frühzeitig in Pilotprojekte. Realistische Erwartungen an die Leistungsfähigkeit von KI gelten für 60 Prozent der Befragten als entscheidend für den Erfolg.
Agentic AI: Potenzial mit Vorbehalten
Mit Agentic AI tritt ein neuer KI-Ansatz auf den Plan, der auf autonome Systeme setzt. Solche Agenten können eigenständig Aufgaben analysieren, planen und ausführen – ohne kontinuierliche Steuerung durch den Menschen. Aktuell experimentieren bereits 20 Prozent der Unternehmen mit ersten Szenarien, 18 Prozent setzen Agentic AI gezielt ein.
Das Anwendungspotenzial wird vor allem in Backoffice-Prozessen, Cyber Security und im Kundenservice gesehen. Doch trotz hoher Erwartungen – 73 Prozent der Befragten rechnen mit wachsender Bedeutung bis 2028 – überwiegen aktuell noch die praktischen Herausforderungen. Dazu zählen insbesondere:
- Integration in bestehende Systemlandschaften
- Verfügbarkeit hochwertiger, strukturierter Daten
- Nachvollziehbarkeit automatisierter Entscheidungen
Hier braucht es laut Studie klare Governance-Vorgaben und standardisierte Schnittstellen, um Agentic AI zur Marktreife zu führen.
Studienbasis und Hintergrund
Für die Untersuchung hat Lünendonk 150 IT- und Business-Entscheider mittelständischer und großer Unternehmen verschiedener Branchen befragt. Die Erhebung entstand in Zusammenarbeit mit Gofore, Materna, QAware, Randstad Digital und Senacor.
Die vollständige Studie steht kostenfrei hier zum Download bereit.
Weitere Informationen zu Lündedonk finden Sie hier.
