Viele Handwerksbetriebe arbeiten noch mit einer Mischung aus Papierformularen, lokalen IT-Systemen und einzelnen Softwarelösungen. Dadurch entstehen Medienbrüche, doppelte Datenerfassung und Verzögerungen in den Abläufen. Cloudbasierte Anwendungen sollen diese Prozesse durchgängig miteinander verbinden und den Verwaltungsaufwand reduzieren. Gleichzeitig verändern sie die Zusammenarbeit zwischen Büro und Baustelle.
Auftragszettel auf Papier, lokal installierte Software und voneinander getrennte Anwendungen gehören in vielen Handwerksbetrieben noch zum Alltag. Arbeitszeiten und Leistungen werden häufig zunächst auf der Baustelle erfasst und anschließend im Büro erneut in verschiedene Programme übertragen. Diese mehrfachen Arbeitsschritte erschweren nicht nur den Überblick über laufende Projekte, sondern kosten auch Zeit.
Hinzu kommen steigende Anforderungen an Transparenz, Effizienz und die Kommunikation mit Kunden. Nach Einschätzung von OneQrew stoßen viele bestehende IT-Strukturen inzwischen an ihre Grenzen.
Quelle: AXEL GRIESCH FOTOGRAFIE„Viele Betriebe merken, dass bestehende IT-Strukturen zwar ein wichtiger Schritt waren, aber heute oft nicht mehr mit der Geschwindigkeit moderner Arbeitsprozesse mithalten können“, berichtet Benno Quade, Co-CEO der OneQrew GmbH. „Gleichzeitig zeigt sich immer deutlicher, wohin die Entwicklung geht: weg von einzelnen, lokal betriebenen Systemen hin zu cloudbasierten Anwendungen, die Informationen zentral bereitstellen und Abläufe durchgängig verbinden.“
Digitalisierung als erster Schritt
In vielen Unternehmen beginnt die Modernisierung mit der Digitalisierung einzelner Arbeitsabläufe. Papierbasierte Prozesse werden schrittweise durch digitale Erfassung ersetzt. So können Monteure Arbeitszeiten und Leistungen direkt per Tablet dokumentieren und ohne zusätzlichen Zwischenschritt an das Büro übermitteln.
Entscheidend ist jedoch die durchgängige Weiterverarbeitung der erfassten Informationen.
„Der eigentliche Mehrwert entsteht aber erst dann, wenn diese Daten auch durchgängig weiterverarbeitet werden“, so Quade. „Ein zentraler Entwicklungsschritt ist dabei die Integration dieser Daten in übergreifende Systeme.“
ERP-Systeme verbinden Büro, Baustelle und mobile Anwendungen miteinander. Dadurch lassen sich Informationen zentral bereitstellen und Medienbrüche vermeiden. Gleichzeitig steigen jedoch bei lokal betriebenen Lösungen die Anforderungen an Hardware, Wartung, Datensicherung und IT-Know-how.
„Mit zunehmender Vernetzung und steigenden Anforderungen wird deutlich, dass unternehmenseigene IT-Infrastrukturen den Herausforderungen nur bedingt gerecht werden“, erläutert Quade.
Cloudbasierte Systeme gewinnen an Bedeutung
Vor diesem Hintergrund rücken Cloudlösungen zunehmend in den Fokus. Anwendungen und Daten werden zentral bereitgestellt und können unabhängig vom jeweiligen Arbeitsplatz genutzt werden. Gleichzeitig bestehen in vielen Betrieben Fragen hinsichtlich Datensicherheit und Kontrolle.
Nach Angaben von OneQrew setzen moderne Cloud-Infrastrukturen auf zertifizierte Rechenzentren, hohe Sicherheitsstandards und redundante Datenspeicherung. Im Arbeitsalltag ermöglicht dies den Zugriff auf aktuelle Informationen von der Baustelle, aus dem Büro oder unterwegs. Arbeitsberichte, Materialbestellungen und Rechnungen können ohne Zeitverzug verarbeitet werden. Zudem entfallen viele Aufgaben rund um den Betrieb eigener Server, während Wartung und Sicherheitsupdates zentral erfolgen.
Effizientere Abläufe durch vernetzte Prozesse
Mit der Verlagerung in die Cloud verändern sich auch die organisatorischen Abläufe. Informationen stehen allen Beteiligten zeitnah zur Verfügung, wodurch Abstimmungen zwischen Büro und Baustelle vereinfacht werden können.
„Cloudlösungen nehmen Unternehmen einen großen Teil des IT-Aufwands ab und schaffen gleichzeitig die Basis für einfachere Abläufe“, erklärt der Co-CEO der OneQrew GmbH. „So zeigt sich im Alltag, dass Aufträge schneller abgewickelt werden, weil alle Beteiligten auf dieselben Informationen zugreifen.“
Nach Einschätzung des Unternehmens profitieren insbesondere Einsatzplanung, Service und Ressourcensteuerung von einer zentralen Datenbasis. Änderungen lassen sich schneller berücksichtigen und Entscheidungen auf Grundlage aktueller Informationen treffen.
Zum Abschluss blickt Quade auf die weitere Entwicklung:
„Die Zukunft liegt klar in cloudbasierten Systemen, die flexibel mit den Anforderungen der Handwerksunternehmen wachsen“, betont Quade abschließend. „Sie schaffen die Grundlage dafür, Prozesse nachhaltig effizient und zukunftssicher zu gestalten.“
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