Mit einer umfassenden Erweiterung seiner Low-Code-Plattform setzt Zoho verstärkt auf künstliche Intelligenz. Zehn neue Funktionen sollen den gesamten Entwicklungsprozess – von der Ideenfindung bis zur fertigen Anwendung – beschleunigen, vereinfachen und gleichzeitig die Datenqualität erhöhen. Dabei verfolgt das Unternehmen einen klaren Kurs: praxisorientierte KI-Lösungen ohne Zusatzkosten für die Nutzer.
Zoho hat die Low-Code-Entwicklungsplattform Creator um zehn neue KI-Funktionen erweitert, die unmittelbar für alle Nutzer weltweit verfügbar sind. Ziel dieser Erweiterungen ist es, die Entwicklung von Business-Anwendungen nicht nur deutlich zu beschleunigen, sondern auch die Nutzung für Anwender mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen zu vereinfachen. Das Spektrum reicht von der automatisierten App-Erstellung über intelligente Datenmodellierung bis hin zu fortschrittlichen Automatisierungsfunktionen. Dabei verfolgt Zoho nach eigenen Angaben konsequent den Ansatz, ausschließlich in KI-Technologien zu investieren, die einen konkreten, sicheren und sofort nutzbaren Mehrwert für Geschäftsanwender bieten.
Ein wesentlicher Bestandteil der Neuerungen ist CoCreator, ein KI-gestützter Entwicklungsassistent, der auf der unternehmenseigenen KI-Engine Zia basiert. Mithilfe von Sprach- oder Texteingaben, Prozess-Workflows und fachlichen Spezifikationsdokumenten können Nutzer schneller und effizienter Anwendungen entwickeln. Dadurch verkürzt sich der Zeitraum von der ersten Idee bis zur fertigen App erheblich, während die Plattform gleichzeitig für ein breites Spektrum an Nutzerprofilen zugänglich bleibt. Hinzu kommt, dass für diese neuen Funktionen keine zusätzlichen Kosten oder Erweiterungen bestehender Abonnements anfallen.
Erweiterte Funktionen für mehr Effizienz
Die Funktionspakete im Detail zeigen, wie umfassend die Plattform weiterentwickelt wurde:
- Idea-to-App-Generierung: Anwendungen lassen sich nun aus einfachen Text- oder Sprachprompts heraus erstellen. Ergänzend können Prozessflussdiagramme oder Systemdokumentationen wie Software-Anforderungsspezifikationen eingebunden werden. Die Plattform berücksichtigt dabei automatisch Integrationen, Automatisierungen, Berechtigungen und aussagekräftige Dashboards.
- KI-gestützte Komponentenerstellung: Bestehende Anwendungen können kontextbasiert erweitert werden, indem neue Formulare über Prompts erstellt werden. Zia schlägt dazu automatisch passende Felder vor – eine Funktion, die bei vergleichbaren Low-Code-Plattformen oft fehlt.
- Code-Generierung und -Optimierung: Entwickler können per Prompt passgenaue Codeblöcke erzeugen oder bestehenden Code optimieren, um Performance und Lesbarkeit zu steigern.
- Datenbereinigung und -modellierung: Unstrukturierte Daten werden automatisch analysiert, bereinigt und in ein konsistentes Datenmodell überführt. Dabei erkennt die Plattform Fehler, entfernt Dubletten und ordnet Informationen in präzise Beziehungen ein.
- KI-Skills: Spezialisierte Funktionen, die natürliche Sprache verstehen, den Geschäftskontext analysieren und komplette Prozessketten automatisieren können. Derzeit befinden sich diese Funktionen im Early Access, die breite Verfügbarkeit ist für Juni 2025 geplant.
„Seit der Einführung von Creator im Jahr 2006 liegt unser Fokus darauf, die App-Entwicklung zu vereinfachen und zu beschleunigen, ohne bei der Funktionalität Abstriche zu machen“, erklärt Sridhar Iyengar, Managing Director von Zoho Europe. „Mit KI heben wir diesen Anspruch auf ein neues Niveau und verkürzen die Zeitspanne von der Idee bis zur fertigen App erheblich. Die heute angekündigten Funktionserweiterungen setzen einen neuen Standard für die schnelle und hochwertige App-Entwicklung – ohne zusätzliche Kosten.“
Quelle: ZohoBei der Entwicklung seiner KI-Technologien verfolgt Zoho einen klaren Grundsatz: Kundendaten werden nicht zur Modellentwicklung genutzt und auch nicht gespeichert. Das Unternehmen setzt auf praxisorientierte Lösungen, die Arbeitsprozesse spürbar verbessern, ohne unnötige Komplexität zu erzeugen oder zusätzliche Kosten zu verursachen.
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