Die größten internen IT-Dienstleister in Deutschland haben ihre Umsätze im Jahr 2025 trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds erneut gesteigert. Nach dem aktuellen Lünendonk-Ranking legten die Unternehmen im Durchschnitt um 9,0 Prozent zu. Besonders gefragt sind Investitionen in IT-Modernisierung, Cyber Security, Prozessautomatisierung und Künstliche Intelligenz. Auch für die kommenden Jahre rechnen die Unternehmen mit weiterem Wachstum.
Interne IT-Dienstleister setzen ihren Wachstumskurs fort. Wie das aktuelle Lünendonk-Ranking zeigt, konnten die größten Anbieter dieses Segments ihre Umsätze im Jahr 2025 durchschnittlich um 9,0 Prozent steigern. Zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählen Investitionen in die Modernisierung bestehender IT-Landschaften, der Ausbau der Cyber Security, die Automatisierung von Prozessen, die Entwicklung neuer digitaler Services sowie die Einführung von KI-Anwendungen.
Das zum fünften Mal veröffentlichte Ranking von Lünendonk & Hossenfelder betrachtet rechtlich selbstständige IT-Dienstleister, die mehr als 90 Prozent ihrer Umsätze innerhalb ihrer jeweiligen Unternehmensgruppe erzielen. Insgesamt erwirtschaften die zehn größten Unternehmen zusammen rund 14,7 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigen mehr als 52.000 Mitarbeitende.
Finanzbranche stellt erneut die Spitzenreiter
An der Spitze des Rankings steht erneut Allianz Technology mit einem geschätzten Umsatz von 3,3 Milliarden Euro und rund 11.500 Beschäftigten. Es folgen die Finanz Informatik mit etwa 2,7 Milliarden Euro Umsatz sowie Atruvia, die ihren Umsatz um knapp 13 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro steigern konnte.
Auf Rang vier liegt BWI mit einem Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro. Der IT-Dienstleister der Bundeswehr erzielte wie im Vorjahr ein Wachstum von etwa 16 Prozent. Laut Lünendonk ist dies auf den gestiegenen Verteidigungshaushalt und die daraus resultierenden IT-Projekte zurückzuführen. Den fünften Platz belegt E.ON Digital Technology mit einem Umsatz von knapp 1,2 Milliarden Euro.
Weitere Plätze gehen an Deutsche Post IT Services, den Neueinsteiger ERGO Technology & Services Management sowie Bitmarck. Mit einem Umsatzplus von 21,6 Prozent auf 535 Millionen Euro verzeichnet Bitmarck das stärkste Wachstum im Ranking. Komplettiert werden die Top Ten von dmTech und Salzgitter Digital Solutions.
Investitionen konzentrieren sich auf Modernisierung und KI
Die internen IT-Dienstleister sehen auch für die Jahre 2026 und 2027 weiteres Wachstumspotenzial. Im Mittelpunkt stehen dabei weiterhin Modernisierungsvorhaben, Cloud-Transformation, Cyber Security und Prozessautomatisierung. Gleichzeitig gewinnt der produktive Einsatz von Künstlicher Intelligenz an Bedeutung.
Hierbei rückt insbesondere die Skalierung bereits erprobter KI-Anwendungen in den Fokus. Neben technologischen Voraussetzungen spielen dabei auch Governance-Strukturen, leistungsfähige Datenplattformen und entsprechende Kompetenzen der Mitarbeitenden eine wichtige Rolle.
„Zu den wesentlichen Themen zählen die IT-Modernisierung, die Cloud-Transformation, Cyber Security und die Prozessautomatisierung. Zugleich sollen KI-Agenten sowohl bei den captiven IT-Dienstleistern selbst als auch in ihren Muttergesellschaften verstärkt zum Einsatz kommen. Im Bereich Künstliche Intelligenz richtet sich der Fokus zunehmend darauf, KI-Piloten in den Produktivbetrieb zu überführen und anschließend zu skalieren. Damit gewinnen eine belastbare AI-Governance, leistungsfähige Datenplattformen und ein fundiertes Verständnis der Mitarbeitenden für die Funktionsweise von KI weiter an Bedeutung“, kommentiert Tobias Ganowski, Senior Consultant bei Lünendonk, die Ergebnisse.
Die Studie „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“ steht voraussichtlich ab Ende Juli 2026 hier kostenfrei zur Verfügung.
Weitere Informationen zur Lünendonk & Hossenfelder GmbH finden Sie hier.
