IBM und die ETH Zürich intensivieren ihre Zusammenarbeit mit einer auf zehn Jahre angelegten Forschungsinitiative. Im Fokus stehen neue Algorithmen für künstliche Intelligenz und Quantencomputing. Ziel ist es, grundlegende mathematische Methoden für kommende Technologie-Generationen zu entwickeln. Zudem wird der Aufbau von Professuren gefördert. Die Partnerschaft soll Forschung und Ausbildung gleichermaßen stärken.
Die Entwicklung leistungsfähiger Algorithmen rückt zunehmend in den Mittelpunkt technologischer Innovationen. Vor diesem Hintergrund haben IBM und die ETH Zürich eine langfristige Zusammenarbeit angekündigt, die auf die Erforschung neuer algorithmischer Grundlagen für künstliche Intelligenz und Quantencomputing abzielt. Die auf zehn Jahre angelegte Initiative knüpft an die bestehende Partnerschaft beider Institutionen an und soll den wissenschaftlichen Austausch weiter vertiefen.
Algorithmen gelten als zentrale Bausteine moderner IT-Systeme. Sie ermöglichen Fortschritte in der Datenverarbeitung ebenso wie in der KI und spielen eine Schlüsselrolle bei der Erschließung neuer Technologien. Mit dem wachsenden Einfluss von Quantencomputing steigt zugleich der Bedarf an neuen mathematischen Modellen und Rechenmethoden, die klassische und quantenbasierte Ansätze verbinden.
Alessandro Curioni, IBM Fellow und Vice President Algorithms and Applications bei IBM Research, sagte:
„Algorithmen waren schon immer die eigentlichen Kräfte der Revolutionen in der Informatik und stehen im Zentrum der Geschichte von IBM Research. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Zukunft der Informatik nicht allein durch Hardware oder Software bestimmt wird, sondern durch die Algorithmen, die beides miteinander verbinden. Mit dem Zusammenwachsen von KI und Quantencomputing erleben wir den Beginn einer neuen Ära der Algorithmen – und deren Gestaltung erfordert sowohl industrielle als auch akademische wissenschaftliche Exzellenz. IBM und die ETH Zürich verbindet eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit an der Spitze von Wissenschaft und Technologie. Mit dieser Vereinbarung engagieren wir uns dafür, die Grundlage für die Algorithmen der Zukunft zu erfinden.“
Fokus auf hybride Rechenansätze
Im Zentrum der Kooperation stehen sogenannte hybride Ansätze, die klassische Rechenverfahren, KI-Methoden und Quantencomputing kombinieren. Diese sollen insbesondere in vier Bereichen neue Lösungen ermöglichen:
- Optimierungs- und kombinatorische Probleme
- Differentialgleichungen und dynamische Systeme
- Lineare Algebra und Hamiltonian-Simulationen
- Modellierung komplexer Systeme
Diese Disziplinen bilden das mathematische Fundament für viele industrielle und wissenschaftliche Anwendungen. Fortschritte in diesen Bereichen könnten dazu beitragen, den praktischen Nutzen von Quantencomputern schneller zu erschließen.
Ausbau von Forschung und Lehre
Neben der Forschung investiert IBM auch in die akademische Ausbildung. Geplant ist die Unterstützung beim Aufbau neuer Professuren an der ETH Zürich sowie die Förderung gemeinsamer Forschungsprojekte. Ziel ist es, Fachkräfte auszubilden, die sowohl klassische als auch neue algorithmische Ansätze beherrschen.
Prof. Dr. Joël Mesot, Präsident der ETH Zürich, sagte:
„Die ETH Zürich und IBM verbindet seit Langem ein gemeinsames Bekenntnis zu exzellenter Forschung, und unsere Entwicklung wegweisender Technologien ist stets am langfristigen gesellschaftlichen Nutzen ausgerichtet. Die Partnerschaft mit IBM unterstreicht unseren Anspruch, bahnbrechende Technologien gemeinsam zu entwickeln und die nächste Generation von Expertinnen und Experten für künstliche Intelligenz und Quantencomputing auszubilden.“
Die Initiative unterstreicht die wachsende Bedeutung von Algorithmen als verbindendes Element zwischen unterschiedlichen Technologieparadigmen. Während Hardware- und Softwareinnovationen weiterhin eine wichtige Rolle spielen, rücken mathematische und algorithmische Konzepte zunehmend in den Fokus strategischer Forschung.
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