IBM stellte am 8. Juli in München die neue Power-Generation namens Power11 vor. Diese wird ab dem 25. Juli allgemein verfügbar sein. Nicht nur der Name, sondern auch die außergewöhnlichen Fähigkeiten des Newcomers erinnerten uns stark an eine andere, aus Film und Fernsehen bekannte, „Eleven“. Aber lesen Sie selbst.
Einer der größten Netflix-Hits aller Zeiten ist die Serie Stranger Things. In einem fiktiven Ort namens Hawkins gehen dort außerweltliche Dinge vor sich. Am 8. Juli hätte man im Andaz Hotel München meinen können, man sei auf einer Pressekonferenz in eben jenem Hawkins – und gleich würde der Polizeichef den ganzen Spuk aufklären.
Journalistinnen und Journalisten waren geladen, eine ganze Gemeinde wartete gespannt auf ihren Sitzen, und zahlreiche konzentriert wirkende Personen mit Walkie-Talkie und/oder Kamera eilten geschäftig von A nach B. Tatsächlich sprach kein Polizeichef – stattdessen verkündete IBM den Launch der neuen Power-Generation.
Eines aber hatten beide Events gemeinsam: Eleven!
Außerirdische Fähigkeiten
In der genannten Netflix-Serie ist es ein Mädchen namens Eleven, das im Laufe von fünf Staffeln (Achtung, Spoiler!) durch seine übernatürlichen Fähigkeiten den Ort Hawkins und all seine Bewohnerinnen und Bewohner rettet. In der bayerischen Landeshauptstadt war es hingegen die neue Power-Generation, die ebenfalls auf jenen Namen hört – und zumindest nach IT-Maßstäben ähnlich außerirdisch anmutende Fähigkeiten mitbringt.
Die gesamten Spezifikationen haben wir hier zusammengefasst. IBM hat sie hier veröffentlicht. In diesem Bericht nur so viel:
- Power11 wurde für eine Verfügbarkeit von 99,9999% als ausfallsicherster Server in der Geschichte der Power-Plattform konzipiert und ermöglicht durch Funktionen wie automatisiertes Patching und das Verschieben von Workloads Wartungsarbeiten ohne geplante Ausfallzeiten.
- Die integrierte Lösung IBM Power Cyber Vault erkennt Ransomware-Bedrohungen in weniger als einer Minute und schützt Systeme durch proaktiv erstellte, unveränderliche Snapshots.
- Neben der verbesserten Leistung von bis zu 55% höhere Prozessorkern-Leistung im Vergleich zu Power10 bietet Power11 eine doppelte Leistung pro Watt im Vergleich zu vergleichbaren x86-Servern. Ein neuer Energiesparmodus verbessert die Servereffizienz um bis zu 28% im Vergleich zum Modus mit maximaler Leistung.
Ein würdiger Rahmen
Die Tragweite der neuen Generation war IBM offenbar bewusst: Ganz Netflix-like wurde die Präsentation live in alle Welt gestreamt. Vor Ort sprach man von rund 250 Teilnehmenden – ein würdiger Rahmen für die neue Maschine. Und auch personell ließ man sich in der bayerischen Landeshauptstadt nicht lumpen. Neben den Deep-Dive-Sessions am 10. Juli sprachen am 9. Juli auf der Bühne:
- Bargav Balakrishnan, VP Product Management, IBM Power
- Doris Conti, VP Power-aaS Product Management, IBM Power
- Tom McPherson, General Manager IBM Power
- Hillery Hunter, CTO and GM Innovation, IBM Infrastructure
- Frank Theisen, Vice President IBM Technology EMEA
- Sylvia Scheerová, VP, IBM Power Sales EMEA
- Bill Starke, POWER Processor Architect
Zudem bat man Sprecher von Partner-Unternehmen auf die Bühne. Namentlich:
- Christian Dümmler, Senior Manager, Bosch
- Boris Mäck, VP & Head of Technology and Architecture, Office of the CTO, SAP Enterprise Cloud Services
Quelle: IBM
Quelle: IBM
Quelle: IBM
Quelle: IBM
Quelle: IBM
Quelle: IBM
Quelle: IBMEleven – virtuell – performant
Besonderes Augenmerk legte man bei der Präsentation auf Power Virtual Server. Denn Power11 ist die erste Generation, die ab dem Launch auch unmittelbar als Virtual Server verfügbar ist. Dabei fielen uns vor allem folgende Aussagen besonders auf:
- 20 % besserer TCO (Total Cost of Ownership) im Vergleich zu AWS, Azure und GCP (AIX)
- 70 % besserer TCO im Vergleich zu AWS, Azure und GCP (IBM i)
Quelle: ITP VerlagAuch die Energie- und CO2-Bilanz kann sich – wie oben bereits erwähnt – laut IBM durchaus sehen lassen:
Quelle: ITP VerlagSpannende Zahlen und Aussagen, zu denen wir in den kommenden Wochen noch weitere Veröffentlichungen planen.
The real deal
So wie Stranger Things ohne die echten menschlichen Gefühle von Eleven nicht funktionieren würde, so hätte auch das Event in München ohne den menschlichen Touch nur halb so viel Spaß gemacht. Mit einem Server kann man eben (noch) kein Interview führen. Umso mehr freute es uns, dass sich Bargav Balakrishnan, VP Product Management, IBM Power, Zeit für uns nahm, um unsere Fragen zu beantworten.
In seiner Präsentation nannte er eine Milliarde neue Business-Applikationen, die bis 2028 weltweit auf den Markt kommen sollen. Als wir im Gespräch ungläubig nachfragten, antwortete er:
„Branchenexperten sind sich einig, dass wir vor einem massiven Wandel stehen, der durch künstliche Intelligenz vorangetrieben wird. Insbesondere Agentic AI dürfte die Transformation von Unternehmen in einer Weise beschleunigen, wie wir es bisher noch nicht gesehen haben.”
Als wir dann – wie immer – versuchten, unserem Gegenüber genaue Power-Verkaufszahlen zu entlocken, erkannten wir eine weitere Parallele zur Netflix-Serie: Erfolg.
„In den letzten drei Jahren haben wir eine starke und anhaltende Dynamik für IBM Power beobachtet, die durch die zunehmende Akzeptanz in Unternehmen und den erweiterten Einsatz in unternehmenskritischen Workloads vorangetrieben wurde. Dies ist ein klares Signal dafür, dass Kunden Power nutzen, um den steigenden Anforderungen in Bezug auf KI und Resilienz gerecht zu werden.“
Quelle: IBMHier finden Sie weitere Informationen zu IBM Power.
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