Claroty erweitert seine Plattform für die Sicherheit cyber-physischer Systeme um neue Funktionen zur „Visibility Orchestration“. Unternehmen sollen Risiken in komplexen CPS-Umgebungen schneller erkennen und priorisieren können. Die Lösung kombiniert Transparenzdaten mit KI-gestützten Handlungsempfehlungen. Ziel ist es, Sicherheitsmaßnahmen effizienter umzusetzen und Analyseaufwand zu reduzieren.
Cyberangriffe auf industrielle Anlagen, medizinische Geräte und vernetzte IoT-Systeme nehmen weiter zu. Gleichzeitig fehlt vielen Unternehmen weiterhin ein vollständiger Überblick über ihre cyber-physischen Systeme (CPS). Genau hier setzt Claroty mit neuen Funktionen zur sogenannten „Visibility Orchestration“ an.
Der Anbieter erweitert seine CPS-Sicherheitsplattform um Mechanismen, die Transparenzdaten automatisiert auswerten und daraus priorisierte Sicherheitsmaßnahmen ableiten sollen. Unternehmen aus Industrie, Gesundheitswesen sowie dem öffentlichen Sektor sollen dadurch Risiken schneller identifizieren und gezielter adressieren können.
Exponierte Systeme bleiben ein zentrales Risiko
Hintergrund sind aktuelle Analysen des Forschungsteams Team82. Die Sicherheitsforscher untersuchten mehr als 200 Angriffe auf cyber-physische Systeme. Laut den Ergebnissen erfolgten 82 Prozent der Attacken über exponierte, mit dem Internet verbundene Systeme.
Dabei handelte es sich häufig nicht um hochkomplexe Angriffe. Dennoch gelang es Angreifern, auf industrielle Steuerungen, medizinische Geräte oder IoT-Komponenten zuzugreifen.
Die Risiken reichen dabei weit über klassische IT-Ausfälle hinaus. Angriffe auf CPS-Umgebungen können direkte Auswirkungen auf Produktionsprozesse, kritische Infrastrukturen oder medizinische Einrichtungen haben.
Transparenzdaten sollen nutzbarer werden
Viele Unternehmen verfügen inzwischen zwar über erste Inventarisierungs- und Monitoring-Lösungen, doch laut Claroty bleiben die Datenbestände oft lückenhaft oder inkonsistent. Dadurch wird es schwierig, Risiken korrekt zu bewerten oder Sicherheitsmaßnahmen zu priorisieren.
„Eine tiefe Transparenz ist die Grundlage für den Aufbau einer CPS-Sicherheitsstrategie. Allerdings tun sich die meisten Unternehmen nach wie vor schwer damit, die Einblicke in konkrete Maßnahmen umzusetzen, die ihre Geschäftsziele voranbringen“, erklärt Thorsten Eckert, Regional Vice President Sales Central von Claroty.
Die neue Visibility Orchestration soll deshalb nicht nur Assets sichtbar machen, sondern Sicherheitsverantwortliche aktiv bei der Bewertung und Priorisierung unterstützen.
KI-gestützte Handlungsempfehlungen
Kern der Erweiterung ist eine Analyse-Engine innerhalb von Claroty xDome. Sie bewertet Transparenz- und Asset-Daten automatisiert und erstellt daraus priorisierte Empfehlungen zur Schließung von Sicherheits- und Datenlücken.
Nach Angaben des Unternehmens lassen sich dadurch fehlende Informationen schneller identifizieren und operative Maßnahmen gezielter steuern.
„Wir bieten Sicherheitsverantwortlichen hochwertige, KI-gestützte Daten, die in klare, priorisierte und orchestrierte Maßnahmen umgesetzt werden können.“ – so Eckert.
Claroty verspricht sich davon insbesondere eine Reduzierung manueller Analyseprozesse sowie eine schnellere Reaktion auf Sicherheitsrisiken.
Fokus auf operative Sicherheitsstrategien
Mit der Erweiterung verfolgt Claroty einen stärker operativen Ansatz für CPS-Sicherheit. Nicht allein die Sichtbarkeit von Assets, sondern deren konkrete Einordnung in Sicherheits- und Risikoprozesse steht im Mittelpunkt.
Gerade in komplexen Umgebungen mit einer Vielzahl vernetzter Systeme wird die Qualität von Transparenzdaten zunehmend zum entscheidenden Faktor für die Sicherheitsstrategie. Unternehmen benötigen laut Claroty daher nicht nur Inventare, sondern vor allem Mechanismen zur kontinuierlichen Bewertung und Priorisierung von Risiken.
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