Im aktuellen Artikel wird das Synonym, welches für die Stored Procedure erstellt wurde, angepasst, damit komplexe Visualisierungen mit Drill-down und Drill-up ohne großen Aufwand möglich sind.

Was bisher geschah

In den letzten Artikeln habe ich eine SQL Stored Procedure vorgestellt, die zwei Ergebnismengen erzeugt. Diese beiden Mengen sollen in Db2 Web Query als Input verwendet werden, um  verschiedene Reports zu erzeugen. Den Code für diese Prozedur, die ich SPTKL nannte, finden Sie weiter unten. Die Vorbereitungen und Erstellung des Synonyms, das für die Verarbeitung mit Db2 Web Query erforderlich ist, sind in den vorherigen Artikeln zu dieser Reihe beschrieben. Im letzten Artikel wurde anhand des erzeugten Synonyms mit zwei Ergebnismengen Auswertungen mit dem InfoAssist und dem Designer erstellt.

Visualisierung der Daten einer Stored Procedure

Ausnahmsweise nehme ich einmal das Ergebnis meiner Artikelserie vorweg. Die Daten, die für die Erstellung der folgenden Visualisierung verwendet wurden, stammen von einer Stored Procedure, die in den letzten Artikeln schrittweise für die Verwendung von Web Query vorbereitet wurde.

Visualisierung mit den Ergebnismengen der Stored ProcedureQuelle: Bär

Visualisierung mit den Ergebnismengen der Stored Procedure

 

Die als Beispiel verwendete Stored Procedure (SP) sieht so aus:

SQL-Code zum Erstellen der Prozedur SPTKL in QWQCENTQuelle: Bär

SQL-Code zum Erstellen der Prozedur SPTKL in QWQCENT

 

Die Prozedur kann nun in SQL-Scripts ausgeführt werden mit

CALL QWQCENT.SPTKL();

Als Ergebnis sollten dadurch die beiden Ergebnisfenster erstellt werden:

Die beiden Ergebnisfenster der Prozedur SPTKL Quelle: Bär

Die beiden Ergebnisfenster der Prozedur SPTKL

 

Weitere Informationen zur Erstellung des Synonyms für die Stored Procedure finden Sie in den beiden vorherigen Artikeln.

Erweiterungen und Anpassungen des Synonyms der Stored Procedure

Das bereits für die Stored Procedure erstellt Synonym mit den zwei Antwortmengen soll nun dahingehend erweitert und angepasst werden, dass automatische Drill-downs möglich sind.

Für die Bearbeitung des Synonyms sind die folgenden Schritte erforderlich:

  • Klicken Sie im Hauptportal von Db2 Web Query auf das +Icon. Auf die Frage, „Was möchten Sie erstellen?“ wählen Sie Daten vorbereiten und verwalten (siehe folgende Abbildung)
Auswahl zum Starten des Synonym-EditorsQuelle: Bär

Auswahl zum Starten des Synonym-Editors

 

  • Im nächsten Fenster wählen Sie das Anwendungsverzeichnis, in dem das zu bearbeitende Synonym erstellt wurde (bei mir ist das: a_atkl).
  • Nach dem Öffnen des Verzeichnisses erhalten Sie eine Liste aller in diesem Verzeichnis enthaltenen Synonyme. Wählen Sie das zu bearbeitende Synonym aus (bei mir: tkl_sptkl).
  • Mit einem Doppelklick wird das Synonym geöffnet. Alternativ geht das auch mit dem Kontextmenü: rechte Maustaste à Öffnen.
  • Das Synonym mit den beiden Antwortmengen ANSWERSET1 und ANSWERSET2 wird angezeigt.
Anzeige des Synonyms a_atkl/tkl_sptkl Quelle: Bär

Anzeige des Synonyms a_atkl/tkl_sptkl

 

  • Durch einen Klick auf das +-Zeichen wird die jeweilige Antwortmenge geöffnet.
  • Das ANSWERSET1 enthält vier voneinander abhängige geografische Felder:
    • COUNTRY
    • REGION
    • STATE
    • CITY
Geografische Felder von ANSWERSET1Quelle: Bär

Geografische Felder von ANSWERSET1

 

  • Möchte der Anwender einen Drill-down gemäß dieser geografischen Stufen durchführen, müssen wir diese im Synonym als Hierarchie implementieren. Dies kann auf zwei Arten geschehen:
    • Variante-1:
      In der Business View neben der Anzeige der Tabelle/Spalte sehen Sie den Hinweis: „Klicken Sie auf das Symbol „Default erstellen“, um die Business View zu füllen.“
Default für Business View erstellenQuelle: Bär

Default für Business View erstellen

 

Das Synonym-Tool versucht, die vorhandenen Felder in Dimensionen und Hierarchien darzustellen. In unserem Fall ist das Ergebnis nur bedingt brauchbar. Um daraus eine verwendbare Version zu erstellen, ist noch manueller Aufwand erforderlich.

    • Variante-2: Falls Sie zuvor die Variante-1 ausgeführt haben, können Sie die Ergebnisse einfach löschen.
Alle Business-View-Daten ausblenden (löschen)Quelle: Bär

Alle Business-View-Daten ausblenden (löschen)

 

Danach klicken Sie das Icon „Template-Ordner erstellen“

Template-Ordner erstellenQuelle: Bär

Template-Ordner erstellen

 

Dies liefert folgende Darstellung:

Erstellte Template-Ordner Quelle: Bär

Erstellte Template-Ordner

 

Die Kennzahlengruppen und die Dimensionen mit den entsprechenden Hierarchien müssten hier manuell eingetragen werden. In einem der vorherigen Artikel zu „Metadaten – ein Mysterium?“ habe ich die Vorgehensweise beschrieben.

  • Einfacher ist es mit der Variante-1:
    Hier sind die Kennzahlengruppen und Dimensionen jeweils für Answerset1 und Answerset2 bereits getrennt voneinander dargestellt.
  • Ordnen Sie mit Drag-and-Drop die Kennzahlengruppen und Dimensionen wie folgt:
Kennzahlengruppen für Answerset1 und Answerset2Quelle: Bär

Kennzahlengruppen für Answerset1 und Answerset2

Dimensionen für Answerset1 und Answerset2 und zwei HierarchienQuelle: Bär

Dimensionen für Answerset1 und Answerset2 und zwei Hierarchien

 

Zu beachten sind die beiden unter Dimensionen erstellten Hierarchien, die für die folgenden Beispiele exemplarisch verwendet werden.

Hinweis: Das mit den Dimensionen und Hierarchien erweiterte Synonym habe ich unter einem anderen Namen gespeichert: a_tkl/tkl_sptkl_dim.

 

Verwendung der im Synonym implementierten Dimensionen und Hierarchien

Sobald man einen Report mit dem erweiterten Synonym erstellt, erhält man folgende Darstellung mit dem InfoAssist:

Daten von Answerset1 und Answerset2 für Report mit dem InfoAssistQuelle: Bär

Daten von Answerset1 und Answerset2 für Report mit dem InfoAssist

 

Damit haben wir die Vorbereitungen getroffen, um mit diesem modifizierten Synonym Reports, Diagramme und Visualisierungen mit hierarchischen Abhängigkeiten zu erstellen. Darüberhinaus ist das Implementieren von Drilldown-Funktionalitäten auf einfache Art und Weise möglich.

Die Realisierung erfolgt dann im nächsten Artikel.

Vorschau:

Im nächsten Artikel zeige ich Ihnen, wie das Synonym für die hier beschriebene Stored Procedure dann für die Visualisierung mit Web Query verwendet werden kann.

Bis dahin wünsche ich Ihnen weiterhin viel Spaß beim Vermehren Ihrer Fertigkeiten.

Der Autor Theo Bär schreibt regelmäßig für den TechKnowLetter.

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