Composable Commerce ist ein neuer Ansatz bei der Erstellung webbasierter Verkaufsplattformen. Moderne Unternehmen setzen auf Composable Commerce, um ihre digitalen Verkaufsplattformen flexibler und skalierbarer zu gestalten.
Dieser Ansatz ermöglicht es, die besten Einzelkomponenten auszuwählen und zu einem maßgeschneiderten System zu kombinieren, das exakt auf die geschäftlichen Anforderungen abgestimmt ist. Für Digitalverantwortliche, CIOs und CTOs eröffnet Composable Commerce schnellere Innovationszyklen, vereinfachte Upgrades und vollständige Kontrolle über sämtliche Kundenschnittstellen.
Der Ansatz gewinnt rasant an Bedeutung: 99% der Einzelhändler haben Composable Commerce bereits eingeführt oder planen die Implementierung. Das geht natürlich auch, wenn die IBMi im Einsatz ist!
Was ist Composable Commerce?
Composable Commerce ist ein moderner Ansatz zur Entwicklung von E-Commerce-Systemen. Er ermöglicht es Unternehmen, ihren Technologiestack aus modularen, spezialisierten Komponenten aufzubauen – anstelle eines starren Komplettsystems. Jeder Geschäftsbereich erhält über APIs exakt die Werkzeuge, die er benötigt.
Die technische Grundlage bildet die so genannte MACH-Architektur:
- Microservices: Jede Funktion (z.?B. Bezahlung, Produktsuche, Lagerverwaltung) ist ein eigenständiger Service.
- API-first: Alle Komponenten kommunizieren über standardisierte Schnittstellen (APIs).
- Cloud-native: Systeme werden für den Cloud-Betrieb entwickelt – mit Vorteilen wie Skalierbarkeit, geringem Wartungsaufwand und automatischen Updates.
- Headless: Die Benutzeroberfläche (Frontend) ist vollständig vom Backend getrennt – ideal für individuelle Erlebnisse auf Website, App, Kiosk oder IoT-Geräten.
Diese Entkopplung ermöglicht es Unternehmen, einzelne Funktionen gezielt zu optimieren, ohne das Gesamtsystem zu beeinträchtigen.
Warum Composable Commerce für Unternehmen wichtig sein kann
Composable Commerce bringt strategische und operative Vorteile mit sich, die klassische Systeme nicht bieten können:
- Agilität: Neue Funktionen lassen sich schneller implementieren und testen – ohne Systemumbauten.
- Personalisierung: Individuelle Kundenerlebnisse über alle Kanäle hinweg lassen sich einfacher realisieren.
- Schnelle Markteinführung: Entwicklerteams können unabhängig arbeiten, was Innovationszyklen beschleunigt.
- Vendor-Unabhängigkeit: Sie sind nicht an einen Anbieter gebunden und können Komponenten flexibel austauschen.
- Skalierbarkeit: Einzelne Dienste lassen sich bedarfsgerecht skalieren – besonders nützlich bei Lastspitzen.
- Zukunftssicherheit: Die MACH-Architektur ermöglicht kontinuierliche Weiterentwicklung und Anpassungsfähigkeit.
Für zukunftsorientierte Unternehmen ist Composable Commerce kein kurzfristiger Trend, sondern eine Investition in langfristige digitale Wettbewerbsfähigkeit.
Composable Commerce vs. Headless Commerce
Beide Konzepte bieten mehr Flexibilität als monolithische Plattformen, unterscheiden sich aber im Umfang.
Während beim Headless Commerce-Ansatz nur die Trennung von Frontend und Backend erfolgt, ermöglicht Composable Commerce die Modularisierung des gesamten Tech-Stacks, inkl. CMS, PIM, Checkout, Suche usw. (also mehr als nur Headless).
| Kriterium | Headless Commerce | Composable Commerce |
| Frontend und Backend getrennt | Ja | Ja |
| API-zentrierter Aufbau | Ja | Ja |
| Austausch einzelner Backend-Komponenten | Eingeschränkt | Vollständig |
| Vollständige Modularität | Nein | Ja |
| MACH-Architektur | Nicht zwingend | Ja |
Composable Commerce ist nicht einfach besser als Headless Commerce, sondern umfangreicher und flexibler. Headless ist oft der erste Schritt – Composable geht einen großen Schritt weiter, denn herkömmliche Plattformen stoßen heute an ihre Grenzen:
- Geringe Flexibilität: Alle Komponenten sind eng miteinander verzahnt. Änderungen an einer Stelle ziehen große Umbauten nach sich.
- Lange Entwicklungszyklen: Neue Funktionen erfordern umfassende Deployments.
- Anbieterabhängigkeit: Wechsel einzelner Komponenten ist nur schwer möglich.
- Eingeschränkte Personalisierung: Moderne Features wie KI-gestützte Empfehlungen oder Echtzeitpersonalisierung lassen sich nur schwer integrieren.
- Skalierungsprobleme: Der gesamte Stack muss erweitert werden – auch wenn nur einzelne Teile überlastet sind.
- Schwache Omnichannel-Fähigkeiten: Mobile, IoT oder digitale POS-Anwendungen erfordern zusätzliche Anpassungen.
Ist Composable Commerce das Richtige für Ihr Unternehmen?
Wenn Sie mehrere dieser Fragen mit „Ja“ beantworten, ist Composable Commerce eine sinnvolle strategische Weiterentwicklung.
- Benötigen Sie mehr Agilität?
Müssen neue Features oder Märkte schnell erschlossen werden? - Wollen Sie personalisierte Kundenerlebnisse schaffen?
Arbeiten Sie mit vielen Zielgruppen, Regionen oder Kanälen? - Sind Sie unzufrieden mit den Einschränkungen Ihrer Plattform?
Fühlen Sie sich in Ihrem Innovationspotenzial ausgebremst? - Verfügen Sie über ein erfahrenes Entwicklerteam?
Können Sie APIs und Cloud-Architekturen intern oder mit Partnern betreuen? - Wächst Ihr Unternehmen schnell?
Haben Sie steigende Zugriffszahlen, internationale Märkte oder neue Marken?
Der Einstieg in Composable Commerce
Der Übergang muss nicht auf einen Schlag erfolgen. Viele Unternehmen starten mit einem Headless-Frontend oder ersetzen zunächst einzelne Services wie CMS oder Checkout über APIs.
Ein typisches Vorgehen:
- Bestandsaufnahme der vorhandenen Architektur
- Identifikation von Engpässen oder Innovationshindernissen
- Auswahl geeigneter auf bestimmte Aufgaben spezialisierte Komponenten
- Schrittweise Integration über APIs
- Skalierung der Composable-Strategie in weiteren Bereichen
Wichtig: Composable Commerce ist ein Weg, kein einmaliger Umstieg.
LANSA Composable Commerce
Bei der Umsetzung hilft das richtige Entwicklungswerkzeug – LANSA hat am 15.Juli 2025 neue Plattform für Composable Commerce auf den Markt gebracht – mit Fokus auf Unternehmen, die IBM i-, Windows- oder hybride Umgebungen betreiben. LANSA Composable Commerce erhalten Sie eine Plattform, die den Übergang von monolithischen zu modularen Systemen erleichtert
Hauptmerkmale:
- Low-Code-Entwicklung für schnellere Umsetzung
- Vorgefertigte API-Integrationen
- Unterstützung für IBM i und Windows
- Tools für individuelle Frontends (Web, Mobile, etc.)
- Enterprise-Grade-Sicherheit und Performance
Dieses Tool ist ideal für Unternehmen, die den Einstieg vereinfachen und gleichzeitig Kontrolle behalten möchten.
Zentrale Erkenntnisse
- Maximale Flexibilität: E-Commerce-Systeme werden aus modularen Komponenten zusammengestellt, anstatt sich auf eine monolithische Plattform zu verlassen.
- MACH-Architektur: dies ist aktuell der modernste und zukunftssicherste Ansatz im E-Commerce. Microservices, API-first, Cloud-native und Headless bilden die technologische Grundlage für Composable Commerce. Diese Architektur ermöglicht unabhängige Skalierung, schnelle Updates und nahtlose Integration.
- Schnellere Markteinführung und bessere Skalierbarkeit: Im Vergleich zu traditionellen Systemen können einzelne Bestandteile unabhängig angepasst und weiterentwickelt werden.
- Personalisierte, kanalübergreifende Kundenerlebnisse: Unternehmen reagieren agil auf sich verändernde Erwartungen – ob online, mobil oder im stationären Handel.
- LANSA Composable Commerce: Diese Plattform bietet Enterprise-Unterstützung, Low-Code-Entwicklung und nahtlose Integration für IBM i- und Windows-Umgebungen und macht Composable Commerce zugänglicher denn je.
Quelle: S.M.Hartmann GmbHHier finden Sie weitere Informationen zur S.M.Hartmann GmbH.
