Zscaler erweitert sein Portfolio um neue Funktionen zur Absicherung von KI-Anwendungen in Unternehmen. Die AI Security Suite soll Transparenz über eingesetzte KI-Services schaffen und gleichzeitig Governance sowie Zero-Trust-Kontrollen stärken. Hintergrund sind steigende Risiken durch generative und agentenbasierte KI. Die Lösung adressiert Asset-Transparenz, Zugriffssicherheit und Schutz von KI-Infrastrukturen entlang des gesamten Lebenszyklus.
Unternehmen treiben derzeit die Einführung generativer KI voran und bereiten sich zugleich auf agentenbasierte Systeme vor. Dadurch entstehen neue Angriffsflächen, da klassische Sicherheitsmodelle nicht für KI-Workloads, nicht-menschliche Interaktionen oder neuartige Protokolle ausgelegt sind. Zscaler adressiert diese Lücke mit erweiterten Funktionen seiner AI Security Suite, die Transparenz, Kontrolle und Governance in KI-Umgebungen ermöglichen sollen.
Nach Angaben des Unternehmens fehlt vielen Organisationen ein vollständiger Überblick über ihre KI-Landschaft. Dazu zählen GenKI-Tools, KI-Entwicklungsumgebungen, in SaaS-Anwendungen eingebettete KI-Funktionen, Modelle, Agenten sowie die zugrunde liegende Infrastruktur. Gleichzeitig erschwert die Verlagerung des KI-Datenverkehrs auf neue Kommunikationsmuster die Durchsetzung bestehender Sicherheitsrichtlinien.
Hinzu kommt eine angespannte Bedrohungslage. Sicherheitsanalysten haben im ThreatLabz 2026 AI Security Report festgestellt, dass die meisten KI-Systeme in Unternehmen in lediglich 16 Minuten kompromittiert werden können, da in allen analysierten Systemen kritische Schwachstellen entdeckt wurden. Vor diesem Hintergrund gewinnt eine durchgängige Sicherheitsarchitektur für KI an strategischer Bedeutung.
Ganzheitliche Transparenz über KI-Assets
Die neuen Funktionen der Zscaler AI Security Suite zielen darauf ab, eine umfassende Bestandsaufnahme der KI-Präsenz in Unternehmen zu ermöglichen. Erfasst werden GenKI-Dienste, eingebettete KI-SaaS, Entwicklungsumgebungen, MCP-Server, Agenten, Modelle sowie KI-Infrastrukturen und deren Abhängigkeiten.
Die Lösung korreliert dabei Asset-Erkennung, Zugriffsbeziehungen, Datenherkunft, Laufzeitverhalten und Sicherheitsstatus. Dadurch sollen Unternehmen Risiken priorisieren und gleichzeitig Innovationsprojekte beschleunigen können. Ziel ist es, den Zielkonflikt zwischen schneller KI-Einführung und Sicherheitsanforderungen aufzulösen.
Jay Chaudhry, CEO, Vorsitzender und Gründer von Zscaler, ordnet die Entwicklung wie folgt ein:
„KI verändert Arbeitsprozesse in Unternehmen grundlegend. Die vorhandenen traditionellen Sicherheitsansätze wurden nicht für die Sicherung von KI gemacht“.
Er ergänzt: „Entscheider suchen nach einer umfassenden Lösung und nicht nach vereinzelten Ansätzen. Zscaler bietet ein modernes Sicherheitsmodell, das das gesamte Spektrum der KI abdeckt und die schnelle und sichere Einführung von KI ermöglicht.“
Drei Anwendungsbereiche im Fokus
Die AI Security Suite adressiert laut Zscaler drei zentrale Handlungsfelder:
1. KI Asset Management
Die Funktion bietet CISOs sowie IT- und Governance-Teams eine vollständige Übersicht über KI-Anwendungen, Modelle, Agenten und Infrastruktur. Zudem hilft sie dabei, sogenannte Schatten-KI zu identifizieren und Transparenz darüber zu schaffen, auf welche Daten KI-Systeme zugreifen. Dadurch können Risiken im Kontext des KI-Einsatzes gezielter priorisiert werden.
2. Sicherer Zugriff auf KI-Services
Für Sicherheitsarchitekten und Administratoren stellt Zscaler Mechanismen bereit, um genehmigte KI-Services mit Zero-Trust-Prinzipien, Inline-Inspektion und Datenklassifizierung abzusichern. Dadurch sollen Datenverlust und Missbrauch reduziert werden, ohne die Produktivität einzuschränken.
3. Sicherheit für KI-Infrastrukturen und -Applikationen
Entwickler erhalten Funktionen zum Schutz des gesamten Modell-Lebenszyklus. Dazu zählen automatisiertes KI-Red-Teaming, Prompt Hardening, Laufzeit-Sicherheitsmechanismen sowie kontinuierliche Risikobewertungen von der Entwicklungsphase bis zur Runtime.
Governance und Integration in bestehende Ökosysteme
Neben technischen Funktionen rückt Zscaler auch regulatorische Anforderungen in den Fokus. So unterstützt das Unternehmen seine Kunden bei der Ausrichtung ihrer Sicherheitsprogramme an Rahmenwerken wie dem NIST AI Risk Management Framework sowie dem EU AI Act. Ergänzt wird dies durch Berichte für die Führungsebene zur Nutzung von GenAI.
Darüber hinaus integriert sich die Lösung nach Unternehmensangaben in das Ökosystem von OpenAI, Anthropic, AWS, Microsoft und Google. Ein neues MCP-Gateway soll zudem sichere Automatisierung ermöglichen, während AI-Deception-Technologien modellbasierte Angriffe erkennen und neutralisieren sollen.
Mit der Erweiterung der AI Security Suite positioniert sich Zscaler als Anbieter einer durchgängigen Zero-Trust-Architektur für KI-Umgebungen. Angesichts der rasanten Verbreitung von KI-Anwendungen dürfte insbesondere die Transparenz über KI-Assets und Datenflüsse für IT-Entscheider zu einem zentralen Steuerungsinstrument werden.
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