Die Digitalisierung der Lagerlogistik schreitet voran – vor allem durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Lagerlogistik. Eine aktuelle Branchenstudie von PSI Software SE zeigt, wie Unternehmen in Deutschland und Polen die Technologie bewerten, wo Investitionspotenziale liegen und welche Herausforderungen dominieren. Auch ein erfolgreiches Praxisbeispiel unterstreicht den Nutzen KI-gestützter Systeme.
Rund 15 Prozent der Unternehmen setzen bereits heute Künstliche Intelligenz (KI) in ihren Lagerprozessen ein. Das zeigt eine aktuelle Branchenstudie des Softwareanbieters PSI, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut Civey. Weitere 41 Prozent der befragten Logistikentscheider in Deutschland und Polen planen, innerhalb der nächsten drei Jahre in KI-Lösungen zu investieren. Im Zentrum des Interesses stehen dabei Anwendungen zur Lageroptimierung und Bestandsverwaltung – Bereiche, in denen Effizienzgewinne unmittelbar wirksam werden.
Die von PSI beauftragte Erhebung gibt Aufschluss über den aktuellen Umsetzungsgrad und die Zukunftsperspektiven von KI in der Lagerlogistik bis 2028. Dazu wurden insgesamt 300 Fach- und Führungskräfte aus zwei der wichtigsten Logistikmärkte Europas befragt. Pro Land – Deutschland und Polen – nahmen je 150 Entscheider aus verschiedenen Branchen an der Online-Befragung teil. Somit ergibt sich ein länderübergreifender Vergleich, der differenzierte Einblicke ermöglicht.
Unterschiedliche Ausgangslagen und Hürden
Die Erwartungen an Künstliche Intelligenz sind hoch – der avisierte Implementierungsgrad unterscheidet sich jedoch stark: Während in Deutschland für das Jahr 2028 ein Anteil von 46 Prozent prognostiziert wird, liegt dieser in Polen deutlich höher bei 65 Prozent. Diese Unterschiede lassen sich unter anderem auf verschiedene Rahmenbedingungen zurückführen. Auffällig sind die regional unterschiedlichen Hemmnisse: In Deutschland sehen die Befragten die technische Komplexität als größte Herausforderung bei der Integration von KI-Systemen. In Polen hingegen sind es primär die Kosten, die den Ausbau der Technologie bremsen. Damit stehen die beiden Länder exemplarisch für unterschiedliche Ausgangspositionen im digitalen Transformationsprozess.
Praxisbeispiel: KI im Einsatz bei LPP
Wie der konkrete Nutzen von KI in der Lagerlogistik aussehen kann, zeigt das Beispiel des polnischen Bekleidungsherstellers LPP. Als Pilotkunde nutzt LPP die Plattform PSIwms AI – eine laut Anbieter erste KI-basierte Lösung, die direkt in ein Warehouse Management System (WMS) integriert ist. Mithilfe der Anwendung konnten unter anderem die Kommissionierwege im Lager um mehr als 30 Prozent reduziert werden.Dieser Effizienzgewinn macht den praktischen Nutzen der Technologie greifbar. Die Lösung wurde mit dem „Best Product Award“ der LogiMAT 2025 ausgezeichnet, was die Innovationskraft der Entwicklung zusätzlich unterstreicht.
„KI im Lager“ – Studienbericht liefert Detailanalysen
PSI bietet mit dem vollständigen Report „KI im Lager – das beschäftigt die Logistikbranche“ eine detaillierte Analyse der Studienergebnisse. Neben den technologischen Trends werden auch branchenspezifische Unterschiede und Einschätzungen zu künftigen Einsatzszenarien beleuchtet. Die Erhebung basiert auf dem Open-Access-Panel der Civey GmbH, das als eines der größten digitalen Marktforschungsinstrumente Deutschlands gilt. Dadurch können belastbare Aussagen über die Stimmung und Planungslage in der Branche getroffen werden.
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