IBM i-Anwendungen sind seit Jahrzehnten das Rückgrat zahlreicher Branchen. Doch angesichts des sich schnell wandelnden digitalen Umfelds ist die Modernisierung dieser Legacy-Systeme inzwischen unerlässlich. Die Aktualisierung dieser Systeme ist entscheidend, um Leistung, Anpassungsfähigkeit und die gesamte geschäftliche Agilität zu verbessern.
Für eine solche Aktualisierung gilt es, einen nahtlosen und flexiblen Ansatz zu wählen, um die Lücke zwischen bestehenden IBM i-Systemen und modernen Anforderungen zu schließen. Man muss einen strukturierten Weg finden, der Risiken und Kosten reduziert – sowohl für den Übergang vom Greenscreen zur grafischen Benutzeroberfläche (GUI) als auch für eine langfristige 5250-Modernisierung.
Eine schrittweise Systemweiterentwicklung garantiert minimalste Unterbrechungen bei der Anwendungsnutzung bei gleichzeitiger Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit und Skalierbarkeit – die Benutzererfahrung auf diversen Endgeräten und Plattformen wird sofort verbessert.
Umsetzung
Die Umsetzung erfolgt idealerweise über ein Entwicklungswerkzeug, das ein leistungsfähiges Framework zur Modernisierung von 5250-Anwendungen liefert und so die IBMi-Anwendungen in eine Web-Oberfläche überführt und darauf neue Funktionen aufbaut. Dabei werden vorhandene Logik- und Datenbankstrukturen wieder- bzw. weiterverwendet. So lassen sich neue Features integrieren, ohne das komplette System neu entwickeln zu müssen – und das mit hoher Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität gemäß modernen Standards.
Zentrale Features eines solchen Entwicklungswerkzeugs
Ein leistungsstarkes Werkzeug zur Modernisierung von IBM i-Anwendungen verfolgt idealerweise einen schrittweisen Modernisierungsansatz, der laufende Geschäftsprozesse kaum stört. So können Unternehmen ihre Legacy-Anwendungen aktualisieren, ohne ein komplettes System neu entwickeln zu müssen.
Durch eine hybride Vorgehensweise ****– eine Kombination aus klassischem Coding und Low-Code – werden Projektrisiken reduziert und Rollouts beschleunigt. Kontinuierliche Tests und Validierungen stellen sicher, dass alle Updates den Geschäftsanforderungen entsprechen.
Dank eines modularen Aufbaus können Unternehmen gezielt einzelne Bereiche modernisieren, was Anfangsinvestitionen senkt und eine strategische Ressourcenplanung erlaubt.
Vorteile
Die Vorteile eines solchen hybriden Vorgehens werden ersichtlich, wenn man einen Vergleich mit den Merkmalen einer kompletten Neu-Entwicklung vornimmt:
Komplette Neuentwicklung:
- Aufbau einer völlig neuen Architektur und Benutzeroberfläche
- Entwicklung aller Funktionen von Grund auf
- Hoher Zeit- und Kostenaufwand
- Höheres Risiko für Verzögerungen, Budgetüberschreitungen und Nichterfüllung der Geschäftsanforderungen
Hybrider Ansatz:
- Kombination aus klassischem Code und Low-Code in einer integrierten Entwicklungsumgebung (IDE)
- Schrittweise Updates mit kontinuierlichen Tests und Validierung
- Schnellere Rollouts mit geringeren Betriebsunterbrechungen
- Kosteneffizient, risikoarm und schneller umsetzbar
Das richtige Tool treibt nicht nur die Modernisierung voran, sondern verhindert auch, dass ältere Systeme obsolet werden. Es erweitert IBM i-Anwendungen um moderne Web-2.0-Module und bietet eine flexible Lösung, die sich an verändernde geschäftliche Anforderungen anpassen lässt. So bleiben Unternehmen wettbewerbsfähig und wirtschaftlich effizient und können Unternehmen auf die digitale Transformation reagieren, die Lebensdauer veralteter Anwendungen verlängern und gleichzeitig die Benutzererfahrung verbessern.
Beispiel
Ein Werkzeug, das eine solche Vorgehensweise ermöglicht, ist RAMP (Rapid Application Modernization Process) von LANSA. RAMP bietet solch einen nahtlosen und flexiblen Ansatz, um die Lücke zwischen bestehenden IBM i-Systemen und modernen Anforderungen zu schließen.
In Verbindung mit der Low-Code-Entwicklungsplattform Visual LANSA vereinfacht RAMP den Modernisierungsprozess, indem existierende Strukturen und Datenelemente wiederverwendet werden. Neue Funktionalität wird integriert, eine komplette Neuentwicklung ist nicht notwendig.
Die integrierte Funktionalität, Greenscreen-Anwendungen ohne Programmierung webbasiert verfügbar zu machen, reduziert den Aufwand erheblich, neue Entwicklungen bereitzustellen, und unterstützt Unternehmen beim schnellen Rollout verbesserter Systeme.
Phasenweise Modernisierung – minimale Unterbrechung
Durch die phasenweise Modernisierungsstrategie wird der laufende Geschäftsbetrieb nicht gestört. Dank des modularen Aufbaus können Anwendungen Schritt für Schritt modernisiert werden, ohne das gesamte System neu aufzusetzen. Das ermöglicht es Unternehmen, die Kernfunktionen ihrer bestehenden Systeme zu bewahren, während die Benutzeroberfläche modernisiert und neue Features integriert werden.
Mit diesem Ansatz werden operative Störungen vermieden, während zeitgleich eine effiziente und reibungslose Modernisierung durchgeführt wird.
Benutzerfreundliche Oberflächen für bessere Bedienbarkeit
Alte Greenscreen-Anwendungen werden in moderne, webbasierte Benutzeroberflächen verwandelt, die textbasierten, komplexen Navigationsstrukturen werden durch visuell ansprechende, intuitiv bedienbare Layouts ersetzt. Das steigert nicht nur die Produktivität der Mitarbeiter, sondern reduziert auch die Einarbeitungszeit neuer Nutzer.
Kosteneffiziente, schrittweise Upgrades
Modulare Upgrades stellen sicher, dass Unternehmen gezielt und bedarfsorientiert modernisieren können. Kritische Komponenten lassen sich sofort aktualisieren, während andere Bereiche später folgen. Da vorhandene Logik und Datenbanken wiederverwendet werden, entfallen viele Neuentwicklungskosten. So wird die Modernisierung wirtschaftlich und nachhaltig.
Skalierbare Erweiterungen für zukunftssichere Systeme
Ein modulares Framework unterstützt die Integration neuer Funktionen in bestehende Systeme – ideal für Skalierung und Wachstum.
RAMPs schrittweise Modernisierung für IBM i-Systeme
RAMP bietet eine strukturierte Lösung, um die Kluft zwischen veralteten IBM i-Systemen und modernen Anforderungen zu überbrücken. Die flexible, schrittweise Vorgehensweise ermöglicht eine störungsarme Transformation – effizient und zukunftssicher.
Durch den hybriden Ansatz können große Investitionen vermieden werden. Stattdessen sind kontinuierliche, getestete und validierte Updates möglich – für zuverlässige, skalierbare Systeme, die weiterhin mit dem Unternehmen mitwachsen.
Quelle: S.M.Hartmann GmbHEin Beitrag von Jörg Hamacher, Geschäftsführer der S.M. Hartmann GmbH.
