„Wir helfen wachsen“ – mit diesem Slogan steht die AGRAVIS Raiffeisen AG seit Jahrzehnten an der Seite ihrer Kundinnen und Kunden. Als führendes Agrarunternehmen, aktiv in Agrartechnik, Pflanzen, Tiere, Energieversorgung, digitalen Agrar-Lösungen und Betreiber der Raiffeisen-Märkte, kennt man sich aus mit dem „Wachsen“.
Mit der strategischen Entscheidung zur Einführung einer konzernweiten SAP-Landschaft setzte AGRAVIS ein klares Zeichen: Modernisierung, Standardisierung und Zukunftsfähigkeit. Konsequent dazu verfolgt der Konzern eine umfassende Cloud-Outsourcing-Strategie – denn wer sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren will, betreibt keine eigenen Rechenzentren. Statt Ressourcen in den Aufbau und Erhalt eigener Datacenter-Infrastrukturen zu binden, setzt Agravis auf die Expertise spezialisierter Partner.
Die Suche nach dem richtigen Partner
„Unsere Anwendungslandschaft ist sehr vielschichtig – verteilt auf verschiedene Plattformen, darunter auch IBM Power“, erklärt Ulrich Buxtrup, Head of Cloud & Infrastructure Management. „Für uns war klar: Wir brauchen einen Partner, der diese Welten wirklich versteht – und der uns beim Umzug maximale Sicherheit bei minimaler Downtime garantiert.“
Die Wahl fiel auf die Wilsch Power Hosting GmbH (WPH), ein Unternehmen der Wilsch/n-komm-Gruppe. Als ausgewiesene IBM i und Cloud-Experten überzeugten sie mit einem technisch fundierten Konzept, umfangreichen Referenzen und jahrzehntelanger Expertise in den Bereichen Netzwerk-Design, Hochverfügbarkeit und Performance-Tuning.
WPH-Geschäftsführer Thomas Erhard erinnert sich:
„Das war ein Projekt mit dem gewissen Extra: Der Betrieb einer geschäftskritischen ERP-Anwendung auf 32 Bit-Client-Server-Architektur mit ca. 60 Intel-Application-Servern und mehreren IBM i-Systemen sollte über eine Leitungsdistanz von rund 1.000 Kilometern – von Münster nach München – migriert werden. Und das bei laufendem Betrieb über mehr als 400 Niederlassungen hinweg.“ „Eine längere Downtime ist keine Option“, führt Erhard aus. „AGRAVIS arbeitet im 24/7-Modus – die Systeme mussten also buchstäblich im Flug umziehen.“
Kreativität trifft Erfahrung
Doch die geografische Distanz und die Legacy 32-Bit-Architektur brachten weitere Herausforderungen mit sich. Bei Experten geht hier sofort die rote Lampe an. Denn sie wissen um die Probleme im Zusammenspiel von 32-Bit-Anwendungen und modernen Intel-Chips. Zusätzlich drohten die Latenzzeiten der WAN-Anbindung die Performance so negativ zu beeinflussen, dass die Antwortzeiten im Tagesbetrieb für die Anwender nicht akzeptabel gewesen wären.
Hinzu kam die Anforderung, dass eine Umschaltung der WAN-Anbindung zwischen Primär- und Sekundär-Strecke automatisch und transparent für die Anwendungen erfolgen muss.
Statt an den physikalischen Grenzen zu verzweifeln, entwickelt das WPH-Team innovative Lösungen: Optimale WAN-Anbindungen mit Stretched Layer 2-Network, umfassendes Performance-Tuning der Systeme und Datenbank, spezifische Intel-Server, Highend-SAN-Storages mit NVMe-Technologie entfalten ein enormes Potenzial. Hier kam die jahrzehntelange Erfahrung der Wilsch-Gruppe voll zum Tragen.
„Wir haben die Architektur so feinjustiert, dass die Anwendung trotz der Entfernung wie ein lokales System performt“, erklärt Erhard.
Im Zuge des laufenden Projekts erkannte AGRAVIS die strategische Chance, gleichzeitig auch die Firewall-Infrastruktur zu modernisieren – ein Schritt, um Synergien zu nutzen und beide Vorhaben effizient zu bündeln.
„Die parallele Durchführung erforderte eine enge Synchronisation sowie ein agiles Projektmanagement – aber genau das hat das Team ausgezeichnet gemeistert.”, erinnert sich Thomas Erhard. „Das IT-Team bei AGRAVIS war top organisiert und entscheidungsfreudig. Gemeinsam konnten wir jedes Hindernis meistern.”
Countdown zum Lift-Off
Nach umfangreichen Tests steht der große Umschalttag an. Doch alles läuft wie geplant: Innerhalb weniger Stunden ist der Switch vollzogen – das operative Geschäft läuft ungestört weiter. „Das Schönste war, dass viele Mitarbeitende gar nichts bemerkten“, erzählt Ulrich Buxtrup schmunzelnd.
Mission erfüllt – Mehrwert geschaffen
Heute profitiert AGRAVIS auf allen Ebenen von dem Umstieg ins WPH-Hosting:
- Infrastruktur-Modernisierung: Die IT-Landschaft läuft auf aktueller und gespiegelter Hardware mit NVMe-Storage und durchgängig redundanter Infrastruktur – zukunftssicher und skalierbar.
- Performance-Steigerung: Trotz der 800 Kilometer Distanz arbeiten die Systeme durch intelligentes WAN-Design und optimierte Netzwerk-Layer intern messbar schneller als zuvor im lokalen Rechenzentrum und mit gleicher Antwortzeit gegenüber den Anwendern.
- Kosteneffizienz & Planbarkeit: Der Wechsel ins professionelle Hosting bedeutet einen grund-legenden Wandel in der Kostentransparenz. Statt kapitalintensiver Hardware-Investitionen mit langen Abschreibungszyklen und unplanbaren Ausfallkosten steht nun ein klares, nutzungsbasiertes Betriebsmodell. Die IT-Kosten sind planbar und skalieren mit dem tatsächlichen Bedarf.
- Hochverfügbarkeit: Das WPH-Datacenter bietet Tier-III bis IV-Standard und durchgängig redundante Infrastruktur in allen Bereichen. Die vertraglich zugesicherte Verfügbarkeit von 99,85 % übertrifft die bisherigen Möglichkeiten deutlich.
- Security & Compliance: Moderne Firewall-Infrastruktur, 24/7-Security-Monitoring und ISO 27001-zertifizierte Prozesse erfüllen aktuelle und künftige Compliance-Anforderungen.
- Fokus auf Kernkompetenzen: Das IT-Team von AGRAVIS kann sich nun voll auf das strategische SAP-Rollout und die Digitalisierung der Geschäftsprozesse konzentrieren. Der operative Betrieb der Infrastruktur liegt in den Händen der WPH-Spezialisten.
- Skalierbarkeit: Durch die flexible Cloud-Infrastruktur lassen sich zusätzliche Ressourcen bei Bedarf schnell bereitstellen – ohne aufwändige Hardware-Beschaffung und lange Vorlaufzeiten.
„Die Zusammenarbeit mit WPH hat uns nicht nur technisch, sondern auch strategisch vorangebracht”, resümiert Ulrich Buxtrup. „Wir haben jetzt eine professionelle Hosting-Plattform – und ein Team, das unsere Anforderungen versteht und proaktiv mitdenkt.”
Es hat sich wieder einmal gezeigt: Tiefe technische Expertise, kreatives Problemlösen und partnerschaftliche Zusammenarbeit sind die beste Saat für nachhaltiges Wachstum.
Autor des Beitrags: Svend Stein-Angel
Weitere Informationen zur Wilsch Power Hosting GmbH finden Sie hier.
