Mit der neuen Document AI API stellt ABBYY eine KI-gestützte Lösung vor, die sich gezielt an Entwickler und Unternehmen richtet. Sie verarbeitet komplexe Geschäftsdokumente strukturiert, mehrsprachig und skalierbar. Ein Experte nennt sechs zentrale Auswahlkriterien für moderne OCR-Systeme – von der Genauigkeit über Support bis hin zu transparenten Kosten
Ob Rechnungen, Verträge oder Formulare: Geschäftsdokumente stellen hohe Anforderungen an die automatisierte Erfassung – sie sind häufig unstrukturiert, enthalten komplexe Layouts oder wechselnde Formate. Klassische OCR-Ansätze stoßen hier schnell an ihre Grenzen. ABBYY setzt mit seiner neuen Document AI API auf eine moderne Lösung, die optische Zeichenerkennung mit künstlicher Intelligenz kombiniert und Inhalte kontextbasiert aufbereitet. Die API richtet sich an Unternehmen, die Dokumentenprozesse digitalisieren und automatisieren wollen – präzise, skalierbar und entwicklerfreundlich.
Im Fokus stehen reale Anwendungsbedingungen: Dokumente in verschiedenen Sprachen, mit Tabellen, Handschrift oder Stempeln, die maschinell verarbeitet und in digitale Workflows integriert werden sollen. Die cloudbasierte Lösung bietet laut Anbieter eine Extraktionsgenauigkeit von über 90 Prozent, unterstützt unterschiedliche Dokumententypen und liefert die Ergebnisse in strukturierten Formaten wie JSON oder HTML – direkt integrierbar in bestehende Systeme.
Sechs Kriterien für die Auswahl einer OCR-Lösung
Wer dokumentenbasierte Prozesse automatisieren will, sollte die Wahl der Lösung sorgfältig treffen. ABBYY benennt sechs zentrale Anforderungen, die moderne OCR-Tools erfüllen sollten:
- Verarbeitung komplexer Dokumente
Geschäftsdokumente sind selten einheitlich. Eine robuste Lösung erkennt Tabellen, Spaltenlayouts, Formularfelder und wechselnde Strukturen zuverlässig – und ordnet die Inhalte dem richtigen Kontext zu. - Genauigkeit und Verlässlichkeit
Schon kleine Fehler bei der Texterkennung können fatale Auswirkungen haben – etwa im Finanzbereich (KYC-Prozesse) oder bei Zollanmeldungen. Während Open-Source-OCRs oft Schwächen bei rotierter Schrift oder Handschrift zeigen, liefern spezialisierte kommerzielle Lösungen konsistente Ergebnisse. - Technische Langfriststabilität
Die Lösung muss regelmäßig gepflegt und weiterentwickelt werden, um auch in Zukunft produktiv nutzbar zu sein. ABBYY betont, dass kommerzielle Angebote hier Vorteile gegenüber offenen Projekten bieten, die mitunter Wartung und Support vernachlässigen. - Spezialisierung statt Generalisierung
Sprachmodelle wie GPT-4.5 sind nicht für strukturierte Texterkennung ausgelegt und liefern oft unvollständige Ergebnisse. Spezialisierte OCR-Lösungen sind auf Effizienz und Struktur optimiert – mit geringeren Rechenkosten und besserer Performance. - Entwicklerfreundliche API
Gut dokumentierte Schnittstellen, SDKs, Self-Service-Testumgebungen und eine aktive Community sind entscheidend für eine zügige Integration. Auch stabiler technischer Support gehört dazu – besonders bei kritischen Anwendungen. - Transparente Kostenstruktur
Eine nutzungsbasierte Abrechnung ohne versteckte Gebühren schafft Planungssicherheit – besonders bei hohem Dokumentenaufkommen. Unübersichtliche Lizenzmodelle sind für den skalierbaren Einsatz hinderlich.
Strukturierte Inhalte statt reiner Texterkennung
Die Document AI API von ABBYY geht über reine OCR hinaus: Neben der Texterkennung werden Inhalte semantisch eingeordnet und strukturiert bereitgestellt – ein wesentlicher Vorteil für automatisierte Workflows. Die API unterstützt unterschiedliche Dokumentformate – von Rechnungen und Ausweisdokumenten bis zu mehrseitigen Verträgen. Die Ausgabeformate sind maschinenlesbar, was die direkte Weiterverarbeitung vereinfacht.
Der cloudbasierte Dienst ist auf hohe Volumen ausgelegt und lässt sich flexibel in Proof-of-Concepts ebenso integrieren wie in produktive Umgebungen. Vortrainierte KI-Modelle ermöglichen einen schnellen Start ohne langwierige Konfiguration.
Experteneinschätzung: OCR muss planbar und robust sein
„Die Wahl der richtigen OCR-Lösung hängt davon ab, was Ihre Arbeit erfordert: Genauigkeit, Skalierbarkeit, Erschwinglichkeit und verlässlichen Entwicklersupport“, sagt Matt Netkow, Head of Developer Relations bei ABBYY. „Wer Dokumente automatisiert verarbeiten will, braucht eine Lösung, die konsistente Ergebnisse liefert und langfristig betreut wird.“
Technische Vorschau gestartet
Die Document AI API von ABBYY steht ab sofort als technische Vorschau zur Verfügung. Interessierte Unternehmen und Entwicklerteams können sich auf eine Warteliste setzen lassen und die Lösung unter realen Bedingungen testen.
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