Nach Jahren des Experimentierens steht 2026 für Unternehmen im Zeichen der KI-Realität: Welche Projekte liefern Mehrwert – und welche bleiben Spielerei? KNIME benennt fünf zentrale Erfolgsfaktoren, um Künstliche Intelligenz wirksam, kontrollierbar und verantwortungsvoll im Arbeitsalltag zu verankern. Der Fokus liegt auf Integration, Vertrauen und praktischer Nutzung.
Das Jahr 2026 markiert eine entscheidende Phase für den produktiven Einsatz Künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Während viele Organisationen in den letzten Jahren erste Pilotprojekte gestartet haben, geht es jetzt um die Frage: Welche KI-Anwendungen schaffen den Sprung in den Alltag – und welche bleiben Versuche ohne Wirkung? Der Druck steigt, denn mit dem Inkrafttreten des EU AI Acts wachsen die regulatorischen Anforderungen. Gleichzeitig erwarten Führungskräfte wie Mitarbeitende konkrete Entlastung, messbare Effekte und nachvollziehbare Entscheidungen.
Beeindrucken reicht nicht mehr – KI muss liefern
In der Anfangsphase stand oft das technisch Mögliche im Vordergrund. 2026 hingegen zählt der konkrete Nutzen. Der Return on Investment (ROI) einer KI-Anwendung lässt sich nicht immer in Zahlen fassen – oft liegt der Mehrwert in Prozessverkürzung, Qualitätssteigerung oder Risikominimierung. Voraussetzung ist eine belastbare Datenbasis: Nur wer saubere, nachvollziehbare und kontextuell sinnvolle Daten bereitstellt, schafft die Grundlage für zuverlässige Ergebnisse.
Vertrauen wird zur Pflicht
Neben der Leistungsfähigkeit entscheidet zunehmend die Vertrauenswürdigkeit von KI-Systemen. Der EU AI Act macht die Erklärbarkeit von Entscheidungen und die Nachvollziehbarkeit von Prozessen zur verbindlichen Vorgabe. Unternehmen müssen jederzeit offenlegen können, wie ein Modell zu seinem Ergebnis kam – und welche Daten dafür genutzt wurden. Visuelle Workflows und versionierte Datenpipelines helfen, diese Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig Transparenz in die Systeme zu bringen.
Fachwissen und KI müssen sich ergänzen
Damit KI-Anwendungen nicht zum Selbstzweck werden, braucht es eine enge Zusammenarbeit zwischen IT, Data Science und den Fachbereichen. Nur wenn Mitarbeitende verstehen, wie sie KI sinnvoll nutzen und Ergebnisse kritisch einordnen, entfaltet die Technologie ihr Potenzial. Low-/No-Code-Plattformen unterstützen dabei, indem sie Prozesse transparent und zugänglich machen. Gleichzeitig bleibt die menschliche Expertise unverzichtbar: Sie prüft Ergebnisse, steuert Entscheidungen und erkennt Fehler oder Verzerrungen, die Algorithmen entgehen. KI darf keine Black Box sein – sie muss Teil eines transparenten, verantwortungsvollen Entscheidungsprozesses werden.
Souverän mit offenen Plattformen
Ein oft unterschätzter Erfolgsfaktor ist digitale Souveränität. Unternehmen, die wissen, wo und wie ihre Daten verarbeitet werden, minimieren Risiken und sichern die langfristige Kontrolle über ihre KI-Projekte. Open-Source-Plattformen bieten hier strategische Vorteile: Sie verringern Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern, schaffen Integrationsfreiheit und erleichtern die Anbindung neuer Technologien oder Datenquellen – ohne regulatorische Grauzonen.
Integration statt Insellösungen
Während die Jahre 2023 bis 2025 vom Hype um generative KI geprägt waren, rückt 2026 die Integration in bestehende Workflows in den Fokus. Erfolgreiche Unternehmen betten KI-Funktionen direkt in ihre Prozesse ein – von der automatisierten Berichtserstellung über die Code-Generierung bis hin zur Entscheidungsunterstützung im Tagesgeschäft. So wird KI vom Experiment zum Werkzeug, das Effizienz, Verlässlichkeit und Innovationsfähigkeit zugleich steigert.
„2026 wird das Jahr, in dem KI beweisen muss, dass sie im Arbeitsalltag wirklich nützlich ist. Unternehmen stehen zwischen technologischem Fortschritt, regulatorischen Anforderungen und der Notwendigkeit, echten Mehrwert zu liefern“, erklärt Christian Birkhold, VP Product bei KNIME. „Entscheidend wird sein, den richtigen Mix aus Innovation, Kontrolle und praktischer Wertschöpfung zu finden.“
Weitere Informationen zu KNIME finden Sie hier.
