IBM und A1 bauen ihre Zusammenarbeit im Bereich Künstliche Intelligenz aus. Mit IBM watsonx auf der europäischen Cloud-Plattform Exoscale sollen Unternehmen in Österreich KI-Anwendungen unter Berücksichtigung von Datensouveränität und regulatorischen Anforderungen betreiben können. Die gemeinsame Lösung verbindet KI-Entwicklung, Datenmanagement und Governance mit einer europäischen Infrastruktur.
IBM und A1 vertiefen ihre Zusammenarbeit und erweitern das Cloud-Angebot für Unternehmen in Österreich um eine Plattform für den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Dazu wird IBM watsonx mit der europäischen Cloud-Infrastruktur A1 Exoscale kombiniert. Im Mittelpunkt stehen die Kontrolle über Daten und KI-Modelle sowie die Einhaltung regulatorischer Anforderungen.
Die gemeinsame Lösung richtet sich an Unternehmen und Organisationen, die generative KI in ihre Geschäftsprozesse integrieren möchten, dabei aber Wert auf Datensouveränität, Transparenz und eine kontrollierbare IT-Infrastruktur legen. Durch den Betrieb auf europäischen Cloud-Standorten sollen sich KI-Anwendungen entwickeln und produktiv nutzen lassen, ohne auf eine außereuropäische Infrastruktur angewiesen zu sein.
Die technologische Grundlage bildet IBM watsonx. Die modulare Plattform deckt verschiedene Bereiche des KI-Einsatzes ab – von der Entwicklung und Bereitstellung generativer KI über das Datenmanagement bis hin zur Überwachung und Steuerung von KI-Anwendungen. Unternehmen können dabei sowohl Modelle von IBM als auch Open-Source-Modelle und eigene KI-Modelle integrieren.
IBM watsonx verbindet KI-Entwicklung und Governance
Die Plattform umfasst mehrere Komponenten für unterschiedliche Anforderungen. Mit watsonx.ai lassen sich generative KI-Anwendungen entwickeln und betreiben, während watsonx.data die Aufbereitung und Verwaltung der benötigten Daten unterstützt. watsonx.governance stellt Funktionen für die Dokumentation, Überwachung und Steuerung von KI-Systemen bereit. Ergänzend ermöglicht watsonx Orchestrate die Umsetzung von Agentic-AI- und Automatisierungsszenarien.
Durch diese Kombination sollen Unternehmen KI-Anwendungen nicht nur entwickeln, sondern auch deren Betrieb und Governance über eine gemeinsame technologische Grundlage organisieren können. Der offene Architekturansatz ermöglicht es, unterschiedliche Modelle und Open-Source-Technologien einzubinden und die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern zu reduzieren.
Marco Porak, Generaldirektor von IBM Österreich, betont die Bedeutung der digitalen Souveränität für den KI-Einsatz:
„Digitale Souveränität ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Unternehmen das volle Potenzial von Künstlicher Intelligenz ausschöpfen können. Mit watsonx ermöglichen wir es Unternehmen, KI-Innovationen sicher, flexibel und zukunftssicher umzusetzen. Gemeinsam mit A1 schaffen wir dafür eine Grundlage auf europäischer Infrastruktur und unterstützen Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation.“
Exoscale stellt europäische Cloud-Infrastruktur bereit
Für den Betrieb der KI-Plattform kommt Exoscale zum Einsatz. Die Cloud-Plattform von A1 wird an mehreren europäischen Standorten betrieben und soll Unternehmen ermöglichen, ihre Daten und Anwendungen innerhalb Europas zu halten. Damit adressiert die Zusammenarbeit insbesondere Organisationen, für die Datenschutz, Compliance und die Kontrolle über ihre IT-Infrastruktur wichtige Auswahlkriterien sind.
Die Kombination aus Exoscale und watsonx soll zugleich eine skalierbare Grundlage für unterschiedliche KI-Anwendungen schaffen. Unternehmen können bestehende Investitionen und eigene KI-Modelle einbinden, anstatt ihre KI-Strategie vollständig auf die Technologien eines einzelnen Anbieters auszurichten.
Martin Resel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von A1, erläutert den Ansatz:
„Unsere Kunden erwarten leistungsfähige KI-Lösungen, die höchste Anforderungen an Sicherheit, Compliance und Datenhoheit erfüllen. Durch die Kombination der europäischen Cloud-Infrastruktur von Exoscale mit der KI-Expertise von IBM schaffen wir ein attraktives Angebot, mit dem Unternehmen ihre KI-Strategie souverän und nachhaltig umsetzen können.“
KI-Governance soll regulatorische Anforderungen unterstützen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Governance von KI-Anwendungen. Insbesondere im Zusammenhang mit dem EU AI Act gewinnt die Dokumentation und Nachvollziehbarkeit von KI-Systemen für Unternehmen an Bedeutung. IBM watsonx.governance soll dabei helfen, KI-Anwendungen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zu dokumentieren, zu überwachen und zu steuern.
Die Funktionen sollen Unternehmen dabei unterstützen, Transparenz über eingesetzte Modelle und deren Nutzung herzustellen. Gleichzeitig können Anforderungen an Compliance und interne Kontrollprozesse in den Betrieb von KI-Anwendungen einbezogen werden.
Das gemeinsame Angebot soll verschiedene Einsatzbereiche abdecken. Dazu zählen KI-Assistenten, dokumentenbasierte Anwendungen und KI-gestützte Produktivitätslösungen. Hinzu kommen Governance-as-a-Service-Angebote sowie branchenspezifische KI-Services.
Mit der Verbindung von IBM watsonx und A1 Exoscale wollen die beiden Unternehmen den produktiven KI-Einsatz in Österreich erleichtern. Im Vordergrund steht dabei eine Infrastruktur, die technische Flexibilität mit Datenkontrolle und regulatorischer Nachvollziehbarkeit verbindet.
Weitere Informationen zu IBM finden Sie hier.
