Bei der rehag, eine der größten deutschen Entwicklungsorganisationen, die auf IBM i aufsetzt, stand die Migration von traditionellen Changemanagement-Prozessen auf Arcad for Devops an. Damit sollen die gesetzten Migrationsziele erreicht und das Entwicklungsteam auf die neuen Prozesswelten vorbereitet werden.

Das Herzstück der rhenag-Anwendungssuite lima ist das Abrechnungssystem. Die Strategie des Unternehmens rund um IBM i hat sich über die Jahre bestätigt. So hat sich die IBM i als ein zuverlässiges, leistungsstarkes und sicheres System bewiesen. Nun wird die Anwendungssuite auf mehreren Ebenen modernisiert und zu einer offenen, Microservices-basierten Architektur mit einem flexiblen Datenmodell und verbesserten modernen Benutzererlebnis auf neustem Stand der Technik transformiert.

Damit soll auf neue Kundenanforderungen eingegangen und die Zukunftsfähigkeit sichergestellt werden – insbesondere im Rahmen der Automatisierung und digitalen Transformation energiewirtschaftlicher Prozesse. Die Forderung nach schnelleren Entwicklungszyklen hat den Fokus auf DevOps-Techniken und -Werkzeuge verstärkt, um die Prozesse in Entwicklung, Test und Release- Management zu optimieren. Für die IBM i-Entwicklung setzt rhenag seit vielen Jahren auf die Rational Developer for i (RDi)-Umgebung, welche hierfür eine gute Basis ist.

Die Herausforderung

Die rhenag nutzt seit vielen Jahren ein selbst entwickeltes Changemanagement-Tool. Wie viele Unternehmen, muss auch rhenag Entwicklungsprozesse beschleunigen und erkannte, dass die bestehende Lösung für das Änderungsmanagement den wachsenden Anforderungen nicht mehr gerecht werden kann. Im Kern geht es um folgende Herausforderungen:

  • Die Analysen der bestehenden Anwendungsstrukturen sind sehr zeitintensiv. Abhängigkeiten in den Softwarekomponenten können nur teilautomatisch ermittelt werden.
  • Neben dem Unit-Test erfolgen weitere Tests weitestgehend manuell.
  • Die Automatisierung des Auslieferungsprozesses ist begrenzt, manuelle Handgriffe erfordern einen zusätzlichen Prüfschritt.
  • Die Anbindung aktueller DevOps-Tools an das eigene Change-Management-Tool ist nur mit hohem Aufwand zu realisieren.

Der Lösungsansatz

Nach Abschluss einer gründlichen Anbieter-Evaluierung und eines Proof of Concept (PoC) hat die rhenag beschlossen, die Lösung ARCAD for DevOps in der Praxis auszuprobieren, mit dem Ziel, schnelle belastbare Code-Analysen durchzuführen und das bestehende Änderungsmanagement-Tool zu ersetzen.

Die Hauptgründe für die Auswahl von ARCAD for DevOps lauten:

  • Sehr hohe Automatisierung der Erstellung und Bereitstellung von IBM i-Anwendungen,
  • enge Integration von Jira, GitLab und Jenkins,
  • etablierte Versionierung, automatisiertes Vergleichen und Zusammenführen von Quellen,
  • benutzerfreundliche RDi-Plugins mit erweiterten grafischen Fähigkeiten sowie
  • ARCAD-Metadaten-Repository: reichhaltige Abhängigkeits-/Querverweisinformationen für Entwickler.

Rhenag hat einen mehrstufigen Implementierungsplan entwickelt, um sicherzustellen, dass die Auswirkungen der Einführung von ARCAD auf die bestehenden Kundenverpflichtungen und die Entwicklungsprojekte minimiert werden. Die Implementierung umfasst Risikomanagement, Git mit ARCAD und Jenkins Setup- und Konfigurationseinsatzservice, Schulung der Entwickler und laufende Betreuung des Entwicklungsteams.

Das Entwicklungsteam der rhenag profitiert von einigen Innovationen, die in den ARCAD-Lösungen enthalten sind:

  • Die automatisierte Auswirkungsanalyse unter Verwendung eines Repositorys, das in Echtzeit aktualisiert wird, stellt sicher, dass Entwickler genauere Schätzungen des Projektzeitplans auf der Grundlage einer präzisen und aktuellen Ansicht des IST-Zustands der Anwendungsarchitektur liefern können;
  • optimierte Unit-Tests, Quellcode-Analysen und Funktionstests;
  • Die Verwendung von Git als ein einziges, plattformübergreifendes Quellcode-Repository erleichtert die gleichzeitige Nutzung verschiedener Programmiersprachen.

„Die rhenag hat den Markt für Werkzeuge gründlich evaluiert und kam zu dem Schluss, dass mit den ARCAD-Werkzeugen eine kontinuierliche Verbesserung und Automatisierung des Entwicklungsprozesses erreicht werden kann“, erklärt Ralph-Eduard Zenger, Leiter Anwendungsarchitektur bei der rhenag. „Mit der ARCAD-Lösung können wir die vielfältigen und komplexen regulatorischen Anforderungen sowie die Anforderungen unsere Kunden schneller umsetzen und die Produktivität unserer Entwicklungsteams steigern. Wir versprechen uns außerdem von der ARCAD-Lösung eine einfachere und schnellere Vorbereitung von Audits im Rahmen von Zertifizierungen.“ (rhh)

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