Vom 5. bis 7. Oktober machte die POW3R-Konferenz in diesem Jahr Halt in Würzburg. Mehr als 230 Besucherinnen und Besucher, über 60 Speaker und mehr als 50 Sessions an drei Tagen zeigten, wie vielfältig die Themen rund um IBM Power und IBM i inzwischen geworden sind. Eingerahmt wurde das Konferenzprogramm von einer abendlichen Bootsfahrt auf dem Main. Thematisch hatte die Agenda die klassischen Diskussionen über das Für und Wider der Plattform längst hinter sich gelassen. Stattdessen ging es um die Zukunft des Mittelstands in all ihren Facetten – von künstlicher Intelligenz und Anwendungsmodernisierung über IT-Sicherheit und Automatisierung bis hin zu neuen Arbeitsweisen und strategischen Entscheidungen.
Mit Analogien ist es so eine Sache. Manche hinken, manche sind weit hergeholt. Andere passen wie die Faust aufs Auge. So geschehen in Würzburg vom 5. bis 7. Oktober 2026. Denn wenn Referierende und Teilnehmende eines gemeinsam hatten, dann war es der Blick nach vorn. Und damit lag die maritime Analogie praktisch auf der Hand. Schließlich lieferte die Bootsfahrt auf dem Main am Abend des 6. Oktober die passende Kulisse für eine Konferenz, bei der es vor allem darum ging, den richtigen Kurs für die Zukunft zu finden.
Dass die IBM-Power-Plattform dabei keineswegs zum alten Eisen gehört, wurde schnell deutlich. Vielmehr ging es darum, wie Unternehmen ihre bewährten Systeme fit für neue Anforderungen machen können, ohne dabei ihre Stabilität und Investitionen über Bord zu werfen. Die zentrale Frage lautete also längst nicht mehr, ob IBM Power (i) eine Zukunft hat, sondern wie diese Zukunft konkret gestaltet werden kann.
Die Zukunft fest im Blick: mit Künstlicher Intelligenz
Künstliche Intelligenz war dabei eines der beherrschenden Themen. Allerdings weniger als abstraktes Zukunftsversprechen, sondern vielmehr als Werkzeug, das bereits heute konkrete Aufgaben übernehmen kann. Ob bei der Modernisierung gewachsener RPG-Anwendungen, der automatisierten Verarbeitung von Dokumenten, der Integration in ERP-Prozesse oder der Unterstützung von Entwicklerinnen und Entwicklern: Die zahlreichen Sessions zeigten, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten inzwischen sind. Insbesondere IBM Bob rückte dabei immer wieder in den Mittelpunkt. Anhand praktischer Beispiele wurde deutlich, wie KI die Softwareentwicklung unterstützen, bestehende Anwendungen analysieren und neue Möglichkeiten im Umgang mit gewachsenen Systemlandschaften eröffnen kann.
Doch wer neue Gewässer erkunden will, braucht nicht nur einen leistungsfähigen Antrieb, sondern auch verlässliche Navigationsinstrumente. Entsprechend großen Raum nahm die Frage ein, wie sich bestehende IT-Landschaften sicher und kontrolliert modernisieren lassen. Von modernen Weboberflächen für klassische 5250-Anwendungen über Microservices, APIs und DevOps bis hin zu automatisierten Tests und neuen Entwicklungswerkzeugen reichte das Spektrum. Dabei zog sich ein Gedanke durch viele Vorträge: Modernisierung muss nicht zwangsläufig bedeuten, Bewährtes vollständig zu ersetzen. Oft liegt der sinnvollere Weg darin, vorhandene Stärken mit neuen Technologien zu verbinden.
Auch das Thema Sicherheit durfte auf dieser Reise nicht fehlen. Schließlich nützt der beste Zukunftskurs wenig, wenn das Schiff unterwegs leckschlägt. Cyberresilienz, NIS-2, Zugriffskontrollen, Hochverfügbarkeit sowie Backup- und Recovery-Strategien gehörten deshalb ebenso zur Agenda wie Fragen nach dem sicheren Umgang mit Unternehmensdaten im KI-Zeitalter. Dabei wurde deutlich, dass technische Schutzmaßnahmen allein nicht ausreichen. Vielmehr müssen Organisation, Prozesse und Verantwortlichkeiten mit den technologischen Entwicklungen Schritt halten.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der zunehmenden Automatisierung von IT-Betrieb und Geschäftsprozessen. Ob intelligente Workflows, die Integration unterschiedlicher Systeme, moderne Cloud-Architekturen oder die automatisierte Bereitstellung von IBM-Power-Infrastrukturen: Die Vorträge machten deutlich, dass Effizienzgewinne nicht allein durch neue Hardware oder Software entstehen. Entscheidend ist vielmehr, wie gut Technologien, Daten und Prozesse ineinandergreifen.
Und schließlich ging es immer wieder um die strategische Perspektive. Welche Rolle wird IBM Power in einer zunehmend hybriden IT-Welt spielen? Wie lassen sich neue Technologien wirtschaftlich sinnvoll einsetzen? Welche Kompetenzen benötigen Unternehmen künftig? Und wie gelingt es gerade dem Mittelstand, bei aller Innovationsgeschwindigkeit den Überblick zu behalten? Fragen wie diese machten deutlich, dass die POW3R längst mehr ist als eine rein technische Anwenderkonferenz. Sie bot auch Raum für die Diskussion darüber, wie Unternehmen ihre digitale Zukunft gestalten können.
IBM Power: Die Reise geht weiter
So blieb nach drei Tagen in Würzburg vor allem eine Erkenntnis: Die IBM-Power-Community hat ihren Blick fest auf den Horizont gerichtet. Die Plattform bildet für viele Unternehmen weiterhin das stabile Fundament, doch der Kurs führt längst in neue technologische Gewässer. Welche Route dabei die richtige ist, muss jedes Unternehmen für sich entscheiden. An Anregungen, Erfahrungen und Orientierungshilfen mangelte es auf der POW3R jedenfalls nicht.
Und während das Boot am Abend des 6. Oktober nach seiner Fahrt auf dem Main wieder anlegte, war eines klar: Die Reise der IBM-Power-Community ist noch lange nicht zu Ende.
Quelle: ITP Verlag
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Quelle: ITP VerlagAlle Präsentationen finden Sie demnächst in der kostenfreien MIDRANGE Academy.
Pünktlich zur POW3R-Konferenz hat MIDRANGE ein IBM Power-Stickeralbum gelauncht. Interesse?