Cloudera und Mistral wollen Unternehmen mehr Kontrolle über den Einsatz generativer KI geben. Dazu werden Modelle und Werkzeuge von Mistral in die hybride Daten- und KI-Plattform von Cloudera integriert. KI-Anwendungen lassen sich damit näher an privaten Unternehmensdaten betreiben und an proprietäres Wissen anpassen. Der Ansatz umfasst Cloud-, On-Premises-, Edge-, souveräne und vollständig isolierte Umgebungen.
Cloudera erweitert seine Daten- und KI-Plattform um Modelle und Werkzeuge des französischen KI-Anbieters Mistral. Die Kooperation zielt darauf ab, Unternehmen KI-Funktionen innerhalb ihrer bestehenden Daten-, Sicherheits- und Governance-Grenzen bereitzustellen. Sensible oder proprietäre Informationen sollen dafür nicht an externe KI-Dienste übertragen werden müssen.
Die beiden Anbieter kombinieren die hybride Daten- und KI-Plattform von Cloudera mit den KI-Modellen von Mistral. Unternehmen sollen Modelle dadurch dort ausführen und anpassen können, wo ihre Daten gespeichert sind. Als mögliche Betriebsumgebungen nennen die Partner Public und Private Cloud, On-Premises-Infrastrukturen, Edge-Systeme sowie souveräne und vom Netz getrennte Air-Gap-Umgebungen.
Neben der Kontrolle über sensible Informationen soll dieser Ansatz Unternehmen mehr Spielraum bei Infrastruktur und Kosten geben. Inferenzprozesse können innerhalb eigener Umgebungen stattfinden, während proprietäre Daten für die Anpassung von Modellen genutzt werden können.
Quelle: Cloudera„Unternehmens-KI erreicht ein neues Level und Unternehmen benötigen mehr als nur Zugriff auf leistungsstarke Modelle. Sie brauchen die Freiheit, spezialisierte Intelligenz mithilfe ihrer eigenen Daten und nach ihren eigenen Bedingungen zu erschließen“, sagt Abhas Ricky, Chief Business Officer & GM, Applied AI bei Cloudera. „Gemeinsam mit Mistral können Unternehmen KI dort ausführen, wo ihre Daten gespeichert sind. Sie passen diese mit ihrem eigenen geistigen Eigentum an und behalten die Kontrolle über Daten, Infrastruktur und Wirtschaftlichkeit. Die Kombination aus Intelligenz und Kontrolle ist entscheidend, um KI von der Experimentierphase in die Produktion zu überführen.“
KI-Modelle innerhalb der eigenen Datenumgebung
Insbesondere in regulierten und datenintensiven Branchen kann die Nutzung externer KI-Dienste regulatorische, sicherheitsbezogene und betriebliche Anforderungen mit sich bringen. Die Integration von Mistral soll deshalb KI-Funktionen unmittelbar innerhalb des Datenperimeters eines Unternehmens verfügbar machen.
Mistrals Modelle und Tools werden dafür in die hybride Daten- und KI-Plattform von Cloudera eingebunden. Nach Angaben von Cloudera können Kunden eigene KI-Modelle und Anwendungen über einen von der Plattform verwalteten Datenbestand von 30 Exabytes hinweg betreiben. Gleichzeitig bleiben unterschiedliche Bereitstellungsmodelle möglich.
Die Integration umfasst Funktionen für Reasoning, Chat, Codierung, Dokumentenanalyse und Sprachverarbeitung. Unternehmen können damit je nach Anwendungsfall unterschiedliche KI-Funktionen auf ihre Daten anwenden. Werden Inferenzprozesse in der eigenen Umgebung ausgeführt, können sie zudem Infrastruktur und Bereitstellungsmodell entsprechend ihren Workloads auswählen, statt ausschließlich öffentliche API-Angebote zu nutzen.
Mistral Forge für proprietäres Unternehmenswissen
Ein weiterer Bestandteil der Zusammenarbeit ist die Integration von Mistral Forge. Damit sollen Unternehmen KI-Modelle auf Basis ihres eigenen Wissens entwickeln und innerhalb kontrollierter Umgebungen anpassen können. Auch große Mengen privater Unternehmensdaten sollen dafür genutzt werden können.
Ziel ist es, vorhandenes institutionelles Wissen und Fachkompetenz stärker in unternehmensspezifische KI-Anwendungen einfließen zu lassen, ohne die zugrunde liegenden Informationen außerhalb der kontrollierten Datenumgebung verarbeiten zu müssen.
Entwickler und Anwender sollen außerdem KI-gestützte Anwendungen mit privaten Daten lokal entwickeln können. Genannt werden unter anderem dialogbasierte Zugriffe auf verwaltete Daten, KI-gestützte Softwareentwicklung und agentenbasierte Workflows. Cloudera und Mistral planen darüber hinaus eine Zusammenarbeit bei Edge-KI. Inferenz soll damit näher am Ort der Datenerzeugung stattfinden können, etwa in getrennten, latenzempfindlichen oder ressourcenbeschränkten Umgebungen.
„Unsere Mission ist es, Unternehmen modernste KI zugänglich zu machen, ohne dass sie die Kontrolle über ihre Daten, Infrastruktur oder ihr geistiges Eigentum aufgeben müssen“, sagt Kamal Brar, SVP Partnerships and Alliances bei Mistral. „Cloudera verwaltet einige der wertvollsten Unternehmensdatenbestände weltweit. Diese Partnerschaft bietet uns daher eine hervorragende Gelegenheit, unsere Technologie direkt dorthin zu bringen, wo diese Daten gespeichert sind. Gemeinsam helfen wir unseren Kunden dabei, KI zu entwickeln, die ihre eigenen Daten und ihr Fachwissen widerspiegelt sowie sie sicher dort einzusetzen, wo ihr Unternehmen sie braucht.“
Mehr Auswahl bei Modellen und Infrastruktur
Mit Mistral erweitert Cloudera zugleich sein Enterprise AI Ecosystem. Kunden sollen Modelle und KI-Funktionen von Mistral unmittelbar im Umfeld ihrer verwalteten Unternehmensdaten einsetzen und anpassen können.
Dabei setzen die Partner auf die Auswahl zwischen unterschiedlichen Modellen, Infrastrukturen und Bereitstellungsumgebungen. Unternehmen sollen ihre Daten- und KI-Strategie damit nicht an einen einzelnen Technologie-Stack binden müssen.
Die gemeinsamen Lösungen sollen über das Enterprise-Vertriebsteam und das Partnernetzwerk von Cloudera angeboten werden. Weitere Integrationen und Funktionen sind nach Angaben der Unternehmen im weiteren Verlauf der Kooperation vorgesehen.
Hier finden Sie weitere Informationen zu Cloudera und zu Mistral.
