Eine voll in die SAP-Umgebung integrierte Zutrittskontrolle und Zeiterfassung bietet den Anwenderunternehmen viele Vorteile. Im Gespräch mit dem Midrange Magazin (MM) erklärt Wolfgang Blender, Produkt Manager bei der Kaba GmbH, unter anderem, welche Unterschiede es beim Attribut „voll integriert“ gibt.

MM: Warum empfiehlt sich der Einsatz einer voll integrierten Zutrittskontrolle und Zeiterfassung in einer SAP-Umgebung?

Blender: Viele Unternehmen planen, steuern und kontrollieren ihre Ressourcen mit SAP. Mehr als 1.000 SAP Kunden in Deutschland sichern Personen, Gebäude, Räume und Sachwerte bereits mit dormakaba Lösungen. „Voll integriert“ heißt, mit dem neuen Kaba EACM arbeiten unsere Kunden nicht mehr mit fremden Oberflächen, nicht in anderen Datenbanken und schon gar nicht auf zusätzlichen Servern, auf der sogenannten Middleware.

MM: Was zeichnet nach Ihrer Einschätzung eine voll integrierte Lösung in diesem Umfeld aus – und über welche Schnittstellen erfolgt diese Integration?

Blender: IT-Verantwortliche suchen ständig nach Optimierungen, die ihnen und ihren Mitarbeitern das Leben einfacher machen und weniger kosten. Jeder Server und jede Schnittstelle, die sie vermeiden können, schlägt mit mehreren Tausend Euro pro Jahr zu Buche. Wir haben keine Schnittstellen, wir arbeiten im SAP OrgManagement.

Wolfgang Blender, Produkt Manager Markt bei der Kaba GmbH: „Im SAP OrgManagement ist das Organigramm eines Unternehmens abgebildet. Genau das machen wir uns zunutze und hängen die nötigen Zutrittsrechte an eine Organisationseinheit.“

Quelle: dormakaba

MM: Wie wichtig ist die Durchgängigkeit der zugehörigen Prozesse, die üblicherweise im SAP-Umfeld definiert sind?

Blender: Unsere Kunden nutzen die volle Bandbreite der Instrumente, die ihnen SAP bietet. Im SAP OrgManagement wird das Organigramm des Unternehmens dargestellt und genau das machen wir uns zunutze und hängen Zutrittsrechte an eine Organisationseinheit. Das kann ein Unternehmen, eine Abteilung oder eine einzelne Planstelle sein. Fragen nach der Systemsicherheit, Workflows oder dem Reporting stellen sich meist gar nicht mehr, denn das haben unsere Kunden eben in SAP.

MM: Wie schnell stehen geänderte Informationen – etwa wenn ein Mitarbeiter ausscheidet – in der gesamten Umgebung zur Verfügung?

Blender: Wenn ein Mitarbeiter eingestellt wird, irgendwo hinreist, versetzt oder im schlimmsten Fall entlassen wird, ist es absolut wichtig, dass in der nächsten Minute diese Daten am Ort der Entscheidung an der Tür vorliegen und nicht erst einen Tag später. Dies gewährleistet unsere Lösung.

MM: Wer hilft Anwenderunternehmen bei der Integration in ihre SAP-Umgebung – und wie aufwändig ist dieses Projekt?

Blender: Den Transportauftrag spielt der IT-Verantwortliche in der Regel selbst ein, unsere Experten für Zeit- und Zutrittsmanagement zeigen den Systemverantwortlichen dann, wie sie Raumzonen und Profile einrichten und begleiten die Kunden, bis die Anlage an die Benutzer übergeben wird. Die Laufzeit der meisten unserer Projekte liegt zwischen 5 und 20 Tagen, je nachdem, wieviel Geräte zum Einsatz kommen.

MM: Wo können sich Interessenten Ihr Konzept vorführen lassen?

Blender: Am einfachsten vor Ort bei unserer Roadshow von Februar bis März 2017 in Stuttgart, Hamburg, Bonn, Zürich und Wien. Die Veranstaltungsinformationen finden sich unter www.kaba.com/EACMTour.

MM: Welche Entwicklungen zeichnen sich bei Lösungen ab, die auf Mobilgeräten zur Verfügung gestellt werden?

Blender: Wir sind dabei, einige Prozesse für die Damen und Herren am Empfang zu optimieren und auf mobile Endgeräte zu verlagern. Diese Menschen arbeiten in der Regel nicht in SAP. Dazu gehört die Ausgabe von Ersatzausweisen oder die Auskunft wer an- bzw. abwesend ist. Der Dialog findet an einem mobilen Endgerät statt.