Bei der Nutzung von Web Services verfolgt Lotus einen lösungsorientierten, mehrstufigen Ansatz. Er orientiert sich daran, welchen greifbaren Geschäftsnutzen Anwendungen durch die Verknüpfungen mit anderen Applikationen zeigen – dies können weitere Lotus Notes/Domino-Anwendungen, IBM-Produkte oder Software von Drittanbietern sein. Aktuell können Entwickler mit vorhandenen Tools den benötigten XML-Code produzieren, um ihre Anwendungen mit SOAP-Schnittstellen zu ergänzen und somit als Web Services zu nutzen. Das seit Juli unter alphaworks.ibm.com verfügbare Lotus Web Services Enablement Kit vereinfacht durch eine Reihe von Utilities die Erstellung von Web Services. Zahlreiche Beispiele zeigen, wie dabei vorzugehen ist, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Zukünftig geplant sind sofort einsatzfähige Web Services. Seit geraumer Zeit bereits konnten Entwickler XML als Datenaustauschformat mit dem Lotus Domino Application Server, Domino Workflow, Domino Designer und den Domino Design Components nutzen. Das seit Herbst letzten Jahres verfügbare XML Toolkit ermöglicht es, die spezifischen Funktionen von Lotus Domino wie das Dokumenten- und Groupware-Modell sowie die Sicherheits- und Replikationsfunktionen in XML-basierten e-Business Anwendungen einzubeziehen. Der Lotus Domino Application Server erlaubt es damit, Dokumente und Daten im XML-Format auf einfache Weise in unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse zu integrieren. Dies bietet bereits eine gute Basis, eine Infrastruktur zum Austausch von Dokumenten zwischen Anwendungen aufzubauen. XML liefert so den Schlüssel für eine sehr enge Kooperation zwischen Lotus Domino und anderen Standardapplikationen. Dies ist die Grundlage für eine Optimierung aller Geschäftsprozesse, die Unternehmen gemeinsam aufbauen.

Standards für Web Services

Universal Description Discovery and Integration (UDDI):

ein Verzeichnis von Adress- und Produktdaten der digitalen Ökonomie; Unternehmen können damit eigene technische Spezifikationen über e-Business Regeln untereinander austauschen. UDDI wurde von IBM, Microsoft und Ariba entwickelt.

Simple Object Access Protocol (SOAP):

sorgt für eine zuverlässige Übermittlung elektronischer Nachrichten zwischen Business-Applikationen über das Internet. SOAP entstand als Gemeinschaftswerk von IBM, Lotus und Microsoft.

Java2 Enterprise Edition (J2EE):

eine Architektur, mit der Entwickler Plattform-neutrale Geschäftsanwendungen generieren können. Dazu gehören etwa Datenbankanbindung oder Transaktions-Handling. J2EE entstand unter der Federführung von IBM und Sun Microsystems.

Web Services Description Language (WSDL):

beschreibt, wie Programme über das Internet oder private Netze miteinander kommunizieren. Grundsätzlich dient WSDL der eindeutigen Definition von Nachrichtenformaten und Protokollen. Die Initiatoren von WSDL sind IBM und Microsoft.

Web Services Flow Language:

beschreibt den Ablauf von Geschäftsprozessen innerhalb von Web Services.

XML-basierte digitale Signaturen:

sorgen für die sichere Übermittlung von SOAP-Transaktionen. Beispielsweise unterstützt IBM WebSphere 4.0 XML-basierte, digitale Signaturen.

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