Die schweizer Victorinox AG hat sich von einem Nischenspezialisten zu einem breit aufgestellten Anbieter von Lifestyleprodukten entwickelt. Der Erfinder des schweizer Armeemessers setzt unternehmensweit die ERPII-Lösung SoftM Semiramis ein. Die Durchgängigkeit der Prozesse hat unter anderem die Auftragsabwicklung wesentlich vereinfacht und beschleunigt.

„Wir waren auf der Suche nach einem System, das uns grundlegend neue Technologie bieten sollte, wie etwa die Internetfähigkeit und die Möglichkeit, beliebige Plattformen damit zu nutzen“, sagt Johann Föhn, Logistik-IT-Leiter bei der Victorinox AG. Mit der Erstellung des Pflichtenhefts und einer Prozesslandkarte starteten die Verantwortlichen die grundlegende Umstellung. „Anhand der von der Victorinox AG erarbeiteten Anforderungen konnten wir seinerzeit natürlich nur eine Lösung empfehlen: Semiramis“, sagt Jürg Feuz, Vertriebsleiter des schweizer Systemhauses A-MEA Informatik AG.

Victorinox Logistik-IT-Leiter Johann Föhn (links) und CIO Peter Elsener setzen auf SoftM Semiramis

Im Jahr 2003 begann die Einführung der ERPII-Lösung, deren Einsatz bei Victorinox seither kontinuierlich ausgebaut wurde. Die Victorinox AG als einer der größten frühen Anwender von Semiramis mit über 200 Lizenzen hat eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Software gespielt. Viele Anregungen und Anforderungen aus der Praxis sind in die Entwicklung der Lösung eingeflossen.

Prozessvereinfachung

Es wurden vor allem die zahlreichen Schnittstellen zwischen den unterschiedlichen Abteilungen beseitigt. „Datensicherheit und Standardisierung standen für uns im Vordergrund, ebenso das Abschaffen von Medienbrüchen. Unser neues ERP-System sollte zudem einfach zu bedienen sein“, sagt Johann Föhn. Ein zentraler Punkt dabei: die Vereinfachung der Prozesse. Da Victorinox das Geschäft von der ausschließlichen Herstellung von Messern in neue Geschäftsbereiche, darunter Uhren, Bekleidung, Reiseaccessoires und Parfüm, diversifiziert hat, war ein rasantes Wachstum ebenso die Folge wie zahlreiche neue Prozesse. Diese sowie die klassischen Prozesse in der Messerherstellung sollten möglichst vereinfacht werden. Es ist gelungen, die heute sieben Logistik- und Fi­nanz­orga­ni­sa­tion­en der Victorinox AG in einem System abzubilden. Mit den neuen Gesellschaften kamen auch neue Vertriebsanforderungen hinzu. „Streckengeschäfte, Verteilaufträge können wir mit Semiramis natürlich ebenso effizient steuern wie unsere Prozesse in Fertigung und Verwaltung“, so Peter Elsener, CIO der Victorinox AG.

Halber Aufwand bei der Auftragserfassung

Im Alltag erweisen sich weitere Stärken der Software als gewinnbringend für das schweizer Unternehmen. So konnte mit dem Produktkonfigurator die Anzahl der benötigten Stammdaten für alle Variantenartikel massiv reduziert werden. In diesem Tool werden Bedingungen und Merkmale von Produkten systematisch hinterlegt. Das Resultat: Über 4.000 Produktionspläne hat die Victorinox AG durch 400 Basisartikel ersetzt und spart damit die aufwändige Pflege der Pläne.

Auch das Verpackungsmanagement profitiert von dem Konfigurator: 7.500 Stücklisten wurden ersetzt durch 60 Variantenstücklisten. Die Folge: die Zeit für die Auftragserfassung wurde halbiert. Schon bei den Kundenanfragen können die Verkaufsmitarbeiter erkennen, welche Varianten möglich sind. Umständliche Frageprozesse zwischen Verkauf und Produktion wurden damit überflüssig. „Das gibt uns natürlich mehr Prozesssicherheit. Jeder Mitarbeiter weiß heute, was möglich ist und was nicht hergestellt werden kann. Die über 4.000 Produktvarianten steuern heute lediglich zwei Mitarbeiter über den integrierten Produktionsleitstand. Vorteile bieten sich auch hinsichtlich der Auswertung aller Daten. Unsere Bereichsleiter haben heute den optimalen Überblick, denn die Daten sind immer aktuell“, so das Fazit von Peter Elsener.

SoftM Software und Beratung AG, München
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