Application Service Providing ist zweifelsohne eine bedeutende Form zukünftiger Software-Nutzung. Wann aber lohnt sich der Einsatz dieses Modells wirklich, und in welchem Fall ist dem traditionellen Lizenzmodell Vorrang zu gewähren? Das Modell der Software-Fernnutzung ist nicht neu. Wo in vielen anderen Unternehmensbereichen Outsourcing bereits selbstverständlich Einzug gehalten hat, scheint im Falle von ASP, der Sicherheitsgedanke viele Unternehmen noch vor der Auslagerung von EDV-Anwendungen abzuhalten. Die Veda GmbH in Alsdorf entwickelt und vertreibt seit über 25 Jahren integrierte Software-Lösungen für die Bereiche Human Resources und Finance & Accounting. Die Anwendungen aus dem HR-Bereich bietet das Unternehmen auch als ASP-Lösungen für Personalabrechnung, -management und -zeitwirtschaft an. Da beide Formen der Nutzung – das traditionelle Lizenzmodell und ASP – offeriert werden, stellt sich für die Kunden des Software-Hauses die Frage, welches Modell sinnvoller für ihr Unternehmen ist. Eine Antwort erhält man erst nach einer genauen Analyse der individuellen Unternehmenssituation. Im Rahmen dieser Analyse wird die vorhandene IT-Infrastruktur des Kunden bezüglich der Prozess- und Arbeitsabläufe unter Einbeziehung der Abschreibungen und Kapitalbindungskosten von Hard- und Software sowie der laufenden Wartungsgebühren hinterfragt.

Ein Kunde, der sich für das ASP-Modell entschieden hat, ist die Musikhaus Schlaile GmbH in Karlsruhe. Das 1905 gegründete Musikhaus gehört mit sechs Niederlassungen zu einer der größten Musik- und Piano-Handlungen im Südwesten Deutschlands. Im Zuge der Unternehmensentwicklung wäre für eine effektive Gehaltsabrechnung der mittlerweile über 100 Mitarbeiter eine Aufstockung der Hardware erforderlich gewesen. Da man schon seit längerer Zeit die Lösung Veda e-HR Entgelt (damals noch unter dem Namen asring Lohn und Gehalt/400 vertrieben) erfolgreich im Einsatz hatte, wollte man aufgrund der hohen Zufriedenheit nicht auf die Vorzüge dieser Anwendung und der iSeries verzichten. Eine Investition in die für eine Erweiterung der Anwendung dringend notwendige Hardware kam zum damaligen Zeitpunkt ebenfalls nicht in Frage. Also lag die Entscheidung nahe, über ASP die bewährte Veda-Software weiterhin zu nutzen.

Hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit

Sicherheitsbedenken wurden schnell ausgeräumt. Vertraut man doch in Alsdorf auf die IBM eServer iSeries, die sich durch hohe Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und optimale Sicherheit auszeichnet. Außerdem verfügen die Veda-Anwendungen über ein mehrstufiges Berechtigungskonzept, welches, vor allem im Bereich hochsensibler Daten aus dem Personalwesen, eine sehr wichtige Größe darstellt. Schließlich soll der Zugriff auf Daten nur nach festgelegten individuellen Berechtigungen erfolgen dürfen. Da das ASP-Modell über eine Internetverbindung auf die Anwendung im Veda-Rechenzentrum zugreift, sind auch für diese Verbindung optimale Sicherheitsvorkehrungen angesagt. Der Zugriff über das Internet erfolgt unter Verwendung der anerkannten Sicherheitsstandards SSL (Secure Socket Layer), der für eine Verschlüsselung der Daten sorgt, und VPN (Virtual Private Network), der die Direktverbindung durch eine Art „Schutzhülle“ vor Angriffen Dritter schützt.

ASP der „Stufe Eins“

In Karlsruhe setzt man nun seit Januar 2002 die erste Stufe des ASP-Angebotes für Human Resources ein. Das bedeutet konkret: Die Sachbearbeiter bei Schlaile pflegen die notwendigen Daten eigenhändig über das Internet, fertigen die monatlichen Abrechnungen der insgesamt 110 Mitarbeiter an und übernehmen den Druck der Abrechnungsformulare im Haus. Mit der komfortablen Bedienung der Anwendung ist man durch den langjährigen Einsatz der Software im klassischen Lizenzmodell bestens vertraut. Die notwendige Datensicherung sowie regelmäßige Wartung und die Release-Pflege entfallen seit dem Zugriff über ASP.

Diese von Schlaile genutzte erste Service-Stufe des ASP-Angebotes stellt für den Kunden nicht selten auch den Einstieg in höhere Stufen des Outsourcings dar, in denen stufenweise sämtliche Prozesse der Sachbearbeitung ausgelagert werden. Das Software-Haus bietet mit seinem ASP-Angebot für Human Resources fünf verschiedene Leistungsstufen an. Von der Bereitstellung der Personalabrechnungssoftware bis hin zur Abwicklung aller abrechnungsspezifischen Arbeiten.
Durch eine vollständige Auslagerung nicht wertschöpfender Prozesse, wie beispielsweise der Entgeltabrechnung, schaffen sich Unternehmen mehr Freiraum, den sie für die Konzentration auf ihre Kernkompetenzen nutzen können.

Der Autor Dirk Noppeney ist Marketing Manager bei der Veda GmbH.

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