Sind Unternehmen international aufgestellt, benötigen sie effiziente und transparente Prozesse, um weltweite Wertschöpfungsketten und verschiedene Geschäftsbereiche so zu steuern, dass Verlustbringer schnell identifiziert und Investitionen zur richtigen Zeit am richtigen Ort getätigt werden können. Ein weltweit operierender Autozulieferer berechnet und optimiert seine logistischen Prozesse in SAP daher mit einem zertifizierten SAP-Add-on. Die eingesetzten Module unterstützen das Unternehmen beim bedarfs- und bestandsoptimalen Controlling sowie bei einer bestmöglichen Ausrichtung auf eine länder- und werksübergreifende Transparenz.

Die ZF Friedrichshafen AG ist ein global führender Technologiekonzern in der Antriebs- und Fahrwerktechnik sowie der aktiven und passiven Sicherheitstechnik. Das Unternehmen ist mit 137.000 Mitarbeitern an rund 230 Standorten in annähernd 40 Ländern vertreten.

ZF lässt Fahrzeuge sehen, denken und handeln. Das Unternehmen verfolgt mit seinen Produkten eine Vision Zero, die das Ziel einer Mobilität ohne Unfälle und Emissionen vorsieht. Mit seinem umfangreichen Portfolio verbessert ZF Mobilität und Dienstleistungen außer für Pkw auch für Nutzfahrzeuge und Anwendungen in der Industrietechnik.

Funktionalität verbessert – Performance gesteigert

Das Produktportfolio umfasst Technologien zur Steigerung von Antriebseffizienz, Fahrzeugsicherheit und -zuverlässigkeit sowie zu automatisiertem Fahren. Vor diesem Hintergrund ist es folglich konsequent, dass der Technologieführer auch intern auf effiziente, sichere und automatisierte Prozesse setzt. Auf dem DSAG-Jahreskongress wurde Udo Wessbecher, Leiter IT Supply Management Inbound ZF Friedrichshafen auf das SAP-Add-On Dispo-Cockpit der GIB aus Siegen aufmerksam, mit dem bereits zahlreiche nationale und internationale Unternehmen ihre Prozesssteuerung und ihr Controlling verbessern konnten. Um die Umsetzung eigener Verbesserungs- und Optimierungsziele in Angriff zu nehmen, entstand bei ZF sodann Interesse für die Software. Zu diesem Zeitpunkt gelangten die bei ZF eingesetzten Softwareprogramme bereits an ihre Grenzen. Unterschiedliche selbstgeschriebene Analyse-Tools kämpften mit Performance-Problemen.

„Das GIB Dispo-Cockpit war die optimale Lösung. Wir planten den weltweiten Einsatz der Analysesoftware. Mit der eigens entwickelten Lösung wäre dies aufgrund mangelnder Funktionalität nicht möglich gewesen“, erinnert sich Wessbecher. Im Einsatz hat der Automobilzulieferer die Dispo-Cockpit-Module für Operations, Controlling und Planning.

Effizienzvorteile durch einheitlichen Konzernstandard

2011 wurde als Erstes das Modul Dispo-Cockpit Operations zunächst in einem Werk, später in weiteren acht Werken eingeführt; derzeit steht die Einführung des Dispo-Cockpits an ungarischen und russischen Standorten an. „Unser Ziel war es, mit Hilfe des Moduls einen Überblick über alle relevanten Dispositionsinformationen zu erhalten und durch die neu geschaffene Transparenz das tägliche Arbeiten zu erleichtern und gezielt zu steuern“, so Wessbecher. „Exakt dies ist eingetreten.“ Wichtig waren dem Automobilzulieferer zudem moderne, intuitiv zu bedienende Oberflächen, die ein schnelles und übersichtliches Navigieren ermöglichen. Um einen schnellen und reibungslosen Einsatz der beiden Dispo-Cockpit-Module Operations und Controlling zu ermöglichen, lernten die User in Schulungen, wie sie die Software ideal für ihre individuellen Arbeitsabläufe einsetzen können.

Das Modul Controlling ist bei ZF sogar weltweit im Einsatz. Nach einer intensiven Wirtschaftlichkeitsprüfung und einer vergleichenden Gegenüberstellung mit sechs anderen Lösungen wurde es vor zwei Jahren in 150 Werken auf der ganzen Welt ausgerollt. „Für die Entscheidung ausschlaggebende Punkte waren vor allem Funktionsumfang, Flexibiliät und Kosten der Lösung sowie die Fachkompetenz des Anbieters“, so Wessbecher. „Im Vergleich mit Lösungen anderer Anbieter haben die GIB und das angebotene Modul am besten abgeschnitten.“ Das Dispo-Cockpit-Modul Controlling sorgt nun durch konzernweite Transparenz für bestandsoptimierte Bestellungen und eine deutliche Steigerung der Lieferbereitschaft. „Mit dem Tool haben wir es geschafft, einen einheitlichen Konzernstandard herzustellen“, so Rainer Grimm, IT Supply Management Inbound ZF Friedrichshafen. „Wir können nun weltweit die gleiche Controlling-Methodik gewährleisten.“

Kommunikation auf Augenhöhe

Bei dem Technologiekonzern zieht man eine entsprechend positive Bilanz. Standardisiertes Controlling-Vorgehen und intuitiv bedienbare Oberflächen haben entscheidende Vorteile gebracht. Aktuell wird am Standort Friedrichshafen das Modul Planning in der Projektphase getestet. Das Projektteam hebt hervor, dass mit der Implementierung der Softwarelösungen zugleich auch eine Vermittlung von Fachwissen einherging. „Bei der Kommunikation zwischen dem Lösungsanbieter und unseren Fachleuten aus Disposition, Controlling und Supply Chain Management wurde klar: Hier sprechen Experten mit Experten“, betont Wessbecher. „Es ist auch die Praxisnähe der GIB-Mitarbeiter, die dazu beitrug, dass die bereits abgeschlossenen Implementierungen erfolgreich verliefen und so für weitere anstehende Projekte Ähnliches erwarten lassen.“

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