Nur fünf Monate hatte die IT-Abteilung, um die vorhandenen System-i-Lösungen zu modernisieren, mehrsprachig zu machen und in Betrieb zu nehmen. Mit iNEXT Suite konnten diese ehrgeizigen Ziele realisiert werden. Wie geplant, werden die modernisierten .NET-Clients seit dem 1. Januar eingesetzt.

Die Eckelmann AG hat ihren Sitz in Wiesbaden und unterhält zwei weitere Niederlassungen in Herford und seit 2008 in Tschechien. Sie bietet u. a. Lösungen für die Steuerung von Maschinen an, Leitsysteme für Anlagen, Antriebstechnik und Industrieelektronik sowie die Entwicklung und System­integration von Hard- und Software. Damit erwirtschafteten die 365 Mitarbeiter im Jahr 2008 eine Jahresleistung von mehr als 50 Mio. Euro.

In den fast 40 Jahren seit der Unternehmensgründung im Jahr 1970 ist Eckelmann stetig gewachsen. Hierzu hat auch die IT mit ihren Individuallösungen einen wichtigen Beitrag geleistet. „Ohne das eigenentwickelte ERP- und PPS-System auf AS/400-Basis wäre die rasante Unternehmensentwicklung wohl kaum zu bewältigen gewesen“, bewertet IT-Leiter Uwe Mannweiler den Wert seiner ERP- und PPS-Software. „In einem permanenten Prozess wurden die AS/400-Lösungen immer wieder an die sich ändernden Marktgegebenheiten und Unternehmensanforderungen angepasst, so dass man sich bei Eckelmann schnell und flexibel auf neue Situationen einstellen konnte.“

Dass diese Strategie die Richtige ist, hat sich erneut im vergangenen Jahr bewiesen. Durch den Kauf einer tschechischen Firma im April 2008 stand Eckelmann vor der Aufgabe, die dortigen Abläufe in die vorhandenen Unternehmensstrukturen einzugliedern. Auch die Softwarelandschaft sollte durch die eigene IT-Abteilung mit möglichst geringem Aufwand bis zum Jahresende angepasst werden.

Menü in tschechischer Sprache

Dies durch den Wechsel auf eine Standardsoftware umzusetzen, kam nicht in Frage, da man die perfekt zugeschnittenen Funktionalitäten der Eigenentwicklungen nicht aufgeben wollte. Eine theoretisch mögliche Software-Migration kam ebenso wenig in Betracht. Hier wären nicht nur der Kosten- und Zeitaufwand zu hoch gewesen. Es fehlte außerdem an erfolgreichen Referenzprojekten. So wurde im Juni 2008 die Entscheidung getroffen, das vorhandene ERP-System für den neuen Standort in Tschechien fit zu machen.

Die Modernisierung mit iNEXT ­Suite versprach die hoch gesteckten Zielvorgaben erfüllen zu können. Insbesondere die Technologie für die Umsetzung der Mehrsprachigkeit überzeugte. So konnte viel Zeit durch die Erzeugung einer automatisierten Übersetzungsdatenbank gespart werden. Auch die Möglichkeit, hier jederzeit beliebige weitere Sprachen integrieren zu können, eröffnete sichere Perspektiven für die Zukunft.

Im August fiel der Startschuss für das Modernisierungsprojekt. Es fand eine fünftägige Schulung statt, bei der vier IT-Mitarbeiter im Hause Eckelmann intensiv in das Konzept der Modernisierung mit iNEXT Suite eingearbeitet wurden. Ziel war es, dass sie die Modernisierung weitgehend eigenständig durchführen konnten. Die ML-Spezialisten sollten die Grundlagen für die Mehrsprachigkeit schaffen und bei auftretenden Fragen zur Verfügung stehen. Gemeinsam wurde ein zeitkritischer aber realistischer Projektplan erstellt, der den 1. Januar 2009 als Termin für die Inbetriebnahme der neuen Lösung vorsah.

Bereits im September war der Prototyp des neuen .NET Client fertig und konnte bis zum Oktober getestet und optimiert werden. Sogar die Mehrsprachigkeit und die Unterstützung des tschechischen Zeichensatzes waren innerhalb dieser kurzen Zeit weitgehend abgeschlossen. Damit lag man sehr gut im Zeitplan und konnte die verbleibenden zwei Monate nutzen, um die Übersetzungsdatenbank mit den tschechischen Begriffen zu vervollständigen und eine Anwenderdokumentation zu erstellen. Pünktlich am 1. Januar ging der modernisierte .NET-Client in den Echtbetrieb. Seitdem arbeiten alle Mitarbeiter am Standort in Tschechien und zum Teil am Hauptstandort in Wiesbaden mit der neuen Lösung und sind mit der neuen Oberfläche und dem Bedienkomfort sehr zufrieden. Aber auch die Möglichkeit, parallel zum neuen .NET-Client weiterhin die Green-Screen-Emulation nutzen zu können, findet insbesondere bei den Mitarbeitern in der Datenerfassung und der Auftragsbearbeitung großen Anklang.

Innerhalb weniger Monate hat Eckelmann die Einführung seiner ERP-Individuallösung in der neuen tschechischen Niederlassung erfolgreich durchführen können. Damit sind zumindest IT-seitig die Grundlagen für eine reibungslose Zusammenarbeit geschaffen. IT-Leiter Uwe Mannweiler zieht abschließend das Fazit: „Alle Ziele konnten ohne Zeitverzug erreicht werden. Damit ist die Unternehmensleitung sehr zufrieden.“ Auf die Frage, ob er rückblickend etwas anders machen würde, antwortete er: „Nein. Die Unterstützung durch die ML war vorbildlich und unser Erfolg bestätigt, dass wir alles richtig gemacht haben.“

ML Software GmbH, Ettlingen
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