Dank dem Einsatz von Stas Control ist die Marbach-Gruppe heute in der Lage, Strategieziele im Bereich der Produktivitätssteigerungen deutlich leichter umzusetzen. Dafür wurden an der Produktion orientierte Kennzahlen entwickelt, und der Produktionswürfel wurde auf die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst und Ende 2008 in Betrieb genommen.

Ein Schritt, von dem Dennis Benz, Mitarbeiter im Controlling bei Marbach, sagt: „Die neuen Kennzahlen in der Software-Lösung haben uns 2009 nach nur wenigen Monaten einen deutlichen Schub nach vorn gegeben.“

Produktivitätssteigerung – für welches produzierende Unternehmen ist das nicht relevant? Eines der großen Probleme der Verantwortlichen ist allerdings, wirklich aussagekräftige Fertigungskennzahlen zu ermitteln. Erfasste Maschinendaten, Mitarbeiterstunden, Qualität, eingesetztes Material und daraus resultierende Kosten sind dafür zwar wichtige Faktoren – in vielen Fällen aber nicht ausreichend. Regelmäßige und umfassende Analysen der Gesamtsituation und die „richtigen“ Kennzahlen sind notwendig, um beurteilen zu können, welche Möglichkeiten zur Leistungssteigerung wirklich bestehen.

Diese Erfahrung machte man auch bei der Marbach-Gruppe, als es darum ging, die Produktionsprozesse an den verschiedenen Standorten zu optimieren. Im Controlling-Bereich wurde schnell offensichtlich, dass das Ziel einer Produktivitätssteigerung auf der Basis der bisherigen Kennzahl „Wertschöpfung pro Stunde“ nicht wirksam vorangetrieben werden konnte. Die Gründe dafür sind laut Dennis Benz vielfältig. Die einfache Berechnung „Umsatz – Einkauf/Anwesenheitszeit produzierender Mitarbeiter“ warf zahlreiche Probleme auf. Zwischen den internationalen Niederlassungen gibt es deutliche Kostenunterschiede sowohl im Einkauf als auch bei den Personalkosten; das Produktspektrum und der verfügbare Maschinenpark sind nicht immer vergleichbar. Die unterschiedlichen Lieferzeiten von eingesetztem Material verfälschen die Kennzahl dabei ebenso wie der Einfluss aus dem Handel – an manchen Niederlassungen werden Fremdprodukte eingesetzt, an anderen nicht. Und zudem sagt die Anwesenheitszeit nichts über die tatsächlich produktive Zeit der Mitarbeiter aus. Last, but not least: Die Kennzahl „Wertschöpfung“ wird durch die aktuelle Auftragslage massiv beeinflusst.

„Geht es darum, die Produktivität eines Standorts objektiv zu bewerten, benötigt man einerseits Kennzahlen, die ausschließlich durch die Produktion selbst beeinflusst werden. Andererseits wollten wir ein flexibles Werkzeug, das diese nicht nur anschaulich darstellt, sondern sehr einfach und effizient weiterführende Analysen ermöglicht. Mit unserer neuen Software verfügen wir über genau das richtige Instrument dafür und – nach einem längeren internen Diskussionsprozess – heute auch über die passenden Kennzahlen für unsere Produktion“, fasst Dennis Benz seine Erfahrungen im Fertigungs-Controlling mit Stas Control zusammen.

Produktivitätsschub dank neuer Kennzahlen

„Die Umsetzung brachte einigen Aufwand mit sich – dafür verfügen wir jetzt über Kennzahlen, die völlig unabhängig von der Auftragslage des jeweiligen Standorts sind. Mit entsprechenden Analysen in der Software können wir genau messen, anhand der Ergebnisse systematisch analysieren, zeitnah reagieren und unsere Prozesse sukzessive verbessern“, so das Fazit von Dennis Benz.

Aktuelle Daten fürs Controlling

Beim Vergleich der Niederlassung wird weiterhin nicht nur anhand der Zahlen bewertet, da Faktoren wie Ausbildungsgrad und Erfahrung der Mitarbeiter oder Qualität des Maschinenparks zu berücksichtigen sind. Die Kennzahlen liefern dem Controlling aber objektive Vergleichswerte bezüglich der Produktivität, die als Grundlage für notwendige Entscheidungen, wie z. B. zusätzliche Investitionen, dienen.

Inzwischen sind vier Niederlassungen mit sechs Geschäftsbereichen an die neue Lösung angebunden. Aus rund 100 Millionen Datensätzen werden drei Millionen herausgefiltert und verarbeitet – der gesamte ETL-Prozess dauert etwa anderthalb Stunden. Anschließend stehen dem Controlling und dem Optimierungsteam vortagesaktuelle Daten zur Verfügung, die sowohl für kurzfristige Maßnahmen, wie z. B. Personal- und Auftragsdisposition, als auch zur mittelfristigen Veränderung der Abläufe herangezogen werden.

STAS GmbH, Reilingen
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