Viele IBM-i-Anwender planen bis 2018 modernere Oberflächen für ihre IBM-i-Software. Sie setzen weiterhin auf die bewährten und zuverlässigen IBM-i-Anwendungen und wollen echten Mehrwert für die Nutzer durch funktionale Erweiterungen und komfortable Oberflächen generieren. Diesen Weg hat die Intelligix IT-Services GmbH bereits im Jahr 2008 eingeschlagen. Das Aufzeigen der Strategien, die dabei gewählt wurden, und der Technologien, mit denen die angestrebten Ziele realisiert wurden, gibt wertvolle Einblicke und Hilfen für diejenigen, die diesen Weg noch gehen müssen.

Die Intelligix IT-Services GmbH in Föhren bietet Branchenlösungen sowohl für den Handel als auch für vertikalisierte Bekleidungshersteller. Schon im Jahr 2008 wurde von den Unternehmen das Projekt zur Modernisierung sowie Neu- und Weiterentwicklung des AS/400-basierten WaWi-Systems gestartet.

Die Einschränkungen der proprietären iSeries Tools sollten durch modernere, offene Technologien überwunden werden. Die Vision von Geschäftsführer Ralf Wintrich für die bewährte Branchenlösung lautete: „Ansprechende Optik, moderne Menüs und technologisch alle Wege öffnen, um hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen frei zu sein.“

Nach intensiver Marktrecherche fiel die Entscheidung auf die heutige iNEXT Suite (damals iGUI) von ML-Software. Ausschlaggebend hierfür waren

• die enorme Flexibilität und Skalierbarkeit bei der Modernisierung sowie die Neu- und Weiterentwicklung von IBM i Software,

• die Möglichkeit des schrittweisen Ein- und Umstiegs auf Software-Entwicklung mit .NET,

• die Verfügbarkeit leistungsstarker .NET-Technologien, was neue Möglichkeiten für die funktionale Weiterentwicklung der Software eröffnete (zum Beispiel Cloud, Mobile etc.),

• die Weiternutzung der AS/400 im Backend für maximale Sicherheit und Performance,

• die nahtlose Integration der bestehenden AS/400 Software, -Datenbanken, -Serviceprogramme etc. so lange, bis sie bei Bedarf modernisiert, weiterentwickelt, reproduziert oder abgelöst werden.

Phase 1: Modernisierung

Zu Beginn des Projekts hatten komfortable .NET-Oberflächen und -Menüs die oberste Priorität bei Intelligix. Mit der Guifizierung erhielten die IBM-i-Anwendungen aber nicht nur ein modernes Gesicht, sondern auch einen höheren Bedienkomfort durch kurze und intuitive Menüwege, durch Eingabehilfen, Auswahllisten, Kalender und vieles mehr. Dieser erste Schritt war in wenigen Tagen Arbeit getan, und das Ergebnis konnte sofort im Echtbetrieb realisiert werden.

„Altanwender“ fanden sich in der neuen grafischen Bedienoberfläche sofort zurecht. Sie erkannten darin ihre vertrauten Anwendungen wieder und wurden von den spürbaren Verbesserungen für die tägliche Arbeit überzeugt. Für „Neuanwender“ fielen mit der grafischen Oberfläche die offensichtlichsten Einstiegshürden der AS/400-Anwendungen weg. Das bekannte Windows Look-and-Feel vereinfachte und beschleunigte die Einarbeitung und erhöhte die Akzeptanz bei den Nutzern.

Phase 2: Neu- und Weiterentwicklung

Die Neuentwicklungen unterteilten sich in zwei Kategorien. Zur ersten Kategorie gehörten Funktionen, die in der ursprünglichen AS/400-Lösung gar nicht existierten. Hierzu zählten zum Beispiel die umfangreichen statistischen Auswertungssysteme. iNEXT und .NET liefern hierfür Komponenten und Werkzeuge, die die Erstellung von Reports, Grafiken, Statistiken und vielem mehr im Vergleich zur AS/400 revolutionieren.

Zur zweiten Kategorie zählten Neuentwicklungen, mit denen bestehende AS/400-Funktionen ersetzt wurden. Diesen Weg hat Intelligix im Bereich der Stammdatenprogramme beschritten und beispielsweise den Artikelstamm unter .NET neu entwickelt. Auch hier stand der Anwendernutzen im Vordergrund. Artikelbilder ergänzen jetzt die Artikelinformationen, die übersichtlich in einer Anzeige zusammengefasst sind. Grid-Komponenten als tabellarische Übersichten enthalten alle Datensätze und bieten zudem Sortier- und Filterfunktionen per Mausklick. Exporte in unterschiedlichen Formaten erleichtern den Anwendern die Ausgabe der angezeigten Informationen. Zudem vereinfacht die durchdachte Klassen- und Komponentenstruktur die adäquate Neuentwicklung anderer Stammdatenprogramme nach diesem Schema.

Nach wie vor gibt es aber auch AS/400-Programmteile, die unverändert weitergenutzt werden. Dies betrifft zum einen niedrig priorisierte Bereiche und zum anderen Kernmodule wie Schnellerfassung und Wareneingang, deren Bedienung in mausgesteuerten Masken unkomfortabler wäre. Hier verzichtet Intelligix bewusst auf eine Neuentwicklung, da sie keinen Mehrwert für die Anwender bieten würde. Stattdessen werden diese Programmteile mit Hilfe der iNEXT Suite perfekt in die modernisierte .NET-Anwendung eingebettet. Diese Symbiose aus Neuentwicklung mit .NET verbunden mit der Modernisierung und Integration von bestehenden AS/400-Programmen mit iNEXT Suite liefert ein optimales Aufwand-Nutzen-Verhältnis. Warum? Weil in jedem Projekt abhängig von den Nutzen- und Kostenfaktoren, den Prioritäten, den Terminen und Ähnlichem individuell entschieden wird, welche Projektschritte in welcher Reihenfolge und in welchem Umfang zu realisieren sind, damit maximale Effizienz erzielt wird.

Für das optimale Gesamtpaket setzt Intelligix im Backend weiterhin auf die AS/400. Sie ist robust, schnell und gut skalierbar. Außerdem funktioniert sie extrem zuverlässig. Dort liegen vor allem Daten, Serviceprogramme, wie zum Beispiel Webservice, Stored Procedures und ein Teil der Businesslogik. All dies wird auch von der neuen .NET-Lösung genutzt.

Für die Software-Entwicklung im Frontend-Bereich wurde auf die leistungsfähigeren und offenen .NET-Technologien gewechselt. So wurden der Einstieg ins Cloud und Mobile Computing sowie die Entwicklung von Webshop-Lösungen unter anderem in Verbindung mit der AS/400 technisch überhaupt möglich. Intelligix hat sich mit dieser Strategie neue Geschäftsfelder eröffnet und sich zu einem erfolgreichen Anbieter von Omnichannel-Lösungen für den Modehandel entwickelt.

Ermöglicht wird diese hocheffiziente Verbindung von IBM- und .NET-Umgebung durch die iNEXT-Suite-Technologie der ML-Software GmbH. Sie schafft mit

• automatisierter Oberflächenmodernisierung,

• optimierten Zugriffen auf AS/400-Daten, physische und logische Files sowie SQL-Abfragen,

• der Visualisierung der AS/400-Daten im Dashboard auf Windows und mobilen Geräten,

• der Migration von Display Files sowie

• komfortablen Webservice- und Oberflächengeneratoren für die Erstellung von mobile Apps

die notwendigen Voraussetzungen, um die Vorteile der AS/400-Plattform mit den Vorteilen der .NET-Software-Entwicklung zu verbinden.

Bei Intelligix waren die Ziele hoch gesteckt: maximaler Anwendernutzen für maximale Kundenzufriedenheit. Dafür sollten langfristig

• alle 5250-Dialoge durch .NET-Programme ersetzt werden,

• neue Features nur noch unter .NET entwickelt werden und

• schrittweise auch die bestehenden IBM-i-Programme sinnvoll durch .NET-Neuentwicklungen ersetzt werden.

Mit iNEXT Suite konnte dieser langfristige Weg in kleinen, klar abgegrenzten Schritten gegangen werden. Jeder fertige Schritt lieferte eine verbesserte Software-Version und wurde umgehend umgesetzt, damit die Anwender regelmäßig und frühzeitig von den anstehenden Neuerungen profitieren konnten.

Intelligix-Geschäftsführer Ralf Wintrich ist überaus zufrieden mit dem Verlauf seines iNEXT-/.NET-Projekts. Nicht nur die Ergebnisse überzeugen, sondern auch die Einhaltung von Budget- und Zeitplänen. „Der Verbleib der zuverlässigen AS/400-Plattform im Backend sowie der Wechsel auf moderne .NET-Technologien für das Frontend und die Software-Neuentwicklung haben sich in den zurückliegenden Jahren als die optimale Strategie bewährt“, stellt Ralf Wintrich fest. „Cloud- und Mobile-Lösungen auf diesem Niveau wären anders nicht zu realisieren gewesen. Das hat den Grundstein für unseren heutigen wirtschaftlichen Erfolg gelegt und uns außerdem sämtliche Freiheiten für die zukünftige Software-Entwicklung gegeben.“

www.inext-suite.com