Die deutsche Wirtschaft, das haben gerade die letzten zwei Jahre der Finanzmarktschwäche und Wirtschaftskrise beeindruckend verdeutlicht, wird maßgeblich getragen von mittelständischen Unternehmen, die in der Lage sind, schnell auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren zu können.

Dies kann immer dann gelingen, wenn man schlank und effizient aufgestellt ist, sich auf seine Kernkompetenzen konzentriert und eine IT-Infrastruktur hat, die sich rasch an neue Gegebenheiten anpasst.

Prozessunterstützende Software ist für diese Firmen nicht mehr aber auch nicht weniger als Mittel zum Zweck: Sie muss die Fachbereiche bestmöglich unterstützen und flexibel anpassbar sein. Kein Wunder also, dass in diesem Szenario nach wie vor die IBM System i mit eigenentwickelten RPG- und Cobol-Anwendungen sehr weit verbreitet ist – bietet doch kaum eine andere Plattform vergleichbare Möglichkeiten. Doch die hohe Leistungsfähigkeit und Effizienz dieser Umgebungen und der zugehörigen Entwickler-Teams hat lange Zeit dazu verleitet, dass sich die Unternehmensführung wenig Gedanken über die Zukunft dieser Systeme machen musste oder gemacht hat. Und dann „war plötzlich alles Java“ und viele erstklassige RPG- oder Cobol-Anwendungen wurden verächtlich in die Ecke gelegt – sie sollten durch eine Java-Neuentwicklung ersetzt werden. Dass diese Vorhaben häufig gescheitert sind oder zumindest nur mit erheblich überzogenen Zeit- und Euro-Budgets zum Abschluss gebracht werden konnten, ist in Fachkreisen und -publikationen zu hören und zu lesen. Warum auch sollte es sinnvoll oder wirtschaftlich sein, bewährte Software-Anwendungen komplett neu zu schreiben? Und das auch noch in einer „jungen“ Technologie wie Java, die noch so stark in Veränderung ist, dass eine zwei Jahre „alte“ Anwendung technisch schon heute völlig „out“ ist, bevor sie auch nur fertiggestellt werden konnte! Ebenso fraglich ist der Ersatz der Individual-Software durch Standard-Pakete. Diese bieten zwar auf den ersten Augenschein den Vorteil, dass man sich um die Software nicht mehr kümmern müsse, auf den zweiten Blick wird aber sofort deutlich, dass ein großes Stück Prozessflexibilität im sog. Standard untergehen wird.

Sinnvoll erscheint es dagegen, vorhandene, bewährte und geschätzte Anwendungen nachhaltig und wertsteigernd zu modernisieren und zu integrieren, aber immer nur dann und mit dem Ziel, dass die Profitabilität, die Time-to-Market und die Wettbewerbsposition des eigenen Unternehmens verbessert werden kann.

Zum Glück ist dies möglich, denn es gibt seit geraumer Zeit einen verlässlichen Weg in eine solche Zukunft. Dieser Zukunftsweg hat genau drei Buchstaben und heißt EGL (Enterprise Generation Language). EGL ist die strategische Programmiersprache von IBM für die Entwicklung von Geschäftsanwendungen und erlaubt es endlich, RPG- und Cobol-Anwendungen sicher, wirtschaftlich und performant auf moderne Technologien und Methoden zu überführen. Denn RPG hat nachweislich seine Limits im Bereich der grafischen Benutzeroberflächen oder dem plattformneutralen Deployment. Ebenso wie native Java aufgrund seiner hohen technischen Komplexität unnötige Aufwände im Entwicklerteam produziert, das sich doch „eigentlich“ hauptsächlich um das Verstehen und Umsetzen der Geschäftsanforderungen kümmern soll und nicht darum, welches Java-Framework das Jahr 2010 wohl am ehesten überleben wird.

Einige wesentliche Punkte sind erwähnenswert und sollen Ihnen „Lust“ darauf machen, was in den folgenden Ausgaben des Midrange Magazins mit technischen Fachbeiträgen vertieft und untermauert werden wird:

  • EGL ist nicht schon wieder eine neue Sprache, vielmehr ist EGL eine Integrationsplattform, die es ermöglicht, verschiedene Welten aus bestehenden und neueren Anwendungen sowie die zugehörigen Entwicklerteams nahtlos zu verbinden und effizient in Einklang zu bringen.
  • EGL bürdet Ihren Entwicklern keine Mehrarbeit auf, vielmehr programmieren sie mit EGL doppelt so schnell modere Anwendungen als via native Java.
  • EGL ist keine Sprache für die reine Neu-Entwicklung, vielmehr integrieren und migrieren Sie mit dem zugehörigen Modernisierungsset namens RMEi Ihre Bestandsanwendungen sicher und nachhaltig mit Browser- und Microsoft-Welt.
  • Ganz wichtig: EGL wird weder RPG noch Java ersetzen – beide Sprachen haben ihre Stärken. EGL steuert aber alles Nötige bei, um prozedurale und objektorientierte Welten zu verbinden. Man kann auch sagen, EGL ist einfach eine Erweiterung von RPG und liefert all das, was die Sprache in den vergangenen Jahren hat ein wenig verkümmern lassen.

Für die System i Gemeinde ist es sicher nicht leicht, nach teilweise schmerzhaften Erfahrungen im Java-Umfeld erneut einen Weg in moderne Technologien jenseits von RPG & Co. zu wagen. Doch Zögern ist bei EGL wirklich nicht angebracht, das bestätigen auch die EGL-Referenzkunden in Deutschland, Europa und den USA. Dabei ist EGL sicher nicht die einzige Alternative zu RPG oder Cobol, es ist aber mit Sicherheit diejenige

  • mit dem höchsten Investitionsschutz für Ihre vorhandenen Software-Assets
  • mit der höchsten Sicherheit für die Bewahrung des Know-hows Ihrer Businessentwickler
  • mit dem bestmöglichen Kosten-Nutzen-Verhältnis für Ihr Unternehmen

Nun, wird mancher von Ihnen denken mögen, warum aber soll ich auf eine Umgebung wie EGL setzen, die aus dem Hause IBM kommt – bin ich da nicht von vornherein wieder an IBM gebunden und damit proprietär unterwegs? Lassen Sie mich darauf antworten: mit EGL setzt IBM ganz bewusst auf den Einsatz und die Unterstützung offener Standards. So wird z. B. aus EGL heraus Java generiert oder es werden marktübliche Technologien wie AJAX oder SOAP unterstützt. Und mit der Freigabe der EGL Community Edition hat IBM vor wenigen Monaten eine kostenlose Version verfügbar gemacht. Auf der Roadmap für die Zukunft steht, dass Teile von EGL der Open Source Community überlassen werden sollen. Aus objektiver Sicht also ist EGL alles andere als proprietär, es ist eine offene Technologie, vermarktet von einem weltweit führenden Unternehmen der IT-Branche. Somit ermöglicht IBM mit EGL den Firmen jeglicher Branche, sich auf deren Kernkompetenz zu fokussieren und trotzdem kosteneffizient und professionell Software-Entwicklung betreiben zu können.

Ich hoffe, Sie sind neugierig geworden und wollen mehr erfahren. Scheuen Sie sich nicht, in das EGL-Cafe einzutreten, dem Treffpunkt der EGL-Community unter www-949.ibm.com/software/rational/cafe/community/egl

PKS Software GmbH, Ravensburg
www.pks.de