Auf die Frage, warum so viele Taxifahrer Mercedes fahren, antwortete der langjährige Vorsitzende der Taxi München eG Hans Meißner in einem Interview mit dem SZ-Magazin lapidar: „Weil es das billigste Auto ist – große Leistung, kaum Reparaturen.“ Wer ein anderes Auto fahre, könne nicht rechnen.

„Die kaufen sich ein Auto, weil sie 20 Prozent Rabatt kriegen, und nach zwei Jahren ist es hin. Die vergessen, dass der Kaufpreis nur 15 Prozent von den Kosten ausmacht, wenn man ein Auto 300.000 Kilometer fährt. Öl, Sprit, Reparaturen – muss man alles mit einberechnen.“

Auch IT-Leitern sollten Kalkulationen dieser Art vertraut sein, wenn es um die Bestimmung der Total-Cost-of-Ownership geht. Aber sind Sie es wirklich? x86-Systeme sind in der reinen Hardware-Anschaffung in der Regel relativ günstig, was den Finanzverantwortlichen sicherlich positiv ins Auge fällt. Doch: Bei umfassender und vorausschauender Sicht der Verhältnisse im Rechenzentrum zeigt sich, dass der Anschaffungspreis einen relativ kleinen Posten in der Kostenentwicklung einnimmt. Dieser beträgt nämlich erfahrungsgemäß wie beim Taxi lediglich 10 bis 15 Prozent der Gesamtkosten. Schwerer in der Bilanz wiegen die Kosten für Software, für Service, für Energie und insbesondere für den Betrieb, also die Personalkosten.

Dabei gilt es beispielsweise folgende Fragen zu beantworten: Wie gut eignen sich die Systeme für umfassende Konsolidierungsinitiativen mittels Virtualisierung? Wie verfügbar sind die Systeme, wie anfällig sind sie, wie viel Wartungsaufwand erfordern sie? Und schließlich: Wie lange kann ich mit dieser Investition meine zukünftigen Herausforderungen bewältigen? Wie sehr unterstützt mich ein Anbieter beim Investitionsschutz, und wie hoch ist die Rückwärtskompatibilität?

Vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit empfiehlt sich daher ein Vergleich zwischen verschiedenen Systemwelten. Reichen vielleicht für kleinere, weniger kritische Anforderungen wie Web‑, File- und Printserver oder einfache Anwendungsserver x86-Systeme aus, bieten höherwertige Systeme wie die Power-Plattform langfristige, strategische Vorteile. Warum? Die Unterschiede zeigen sich beispielhaft am Thema Konsolidierung.

Konsolidierung durch Virtualisierung

Wenn es darum geht, die Serverlandschaft im Rechenzentrum zu konsolidieren, kommt heute kein IT-Leiter an dem Thema Virtualisierung vorbei. Die Philosophie dahinter ist einfach: Statt Serverleistung für selten verlangte Spitzenanforderungen quasi auf Stand-by-Modus vorrätig zu halten, werden sämtliche Ressourcen virtuell in einem Pool gebündelt und von hier aus bei Bedarf zugewiesen. Der Erfolg: Unternehmen sparen Ausgaben, da freie Ressourcen für die Peaks genutzt werden können und neue Extra-Server nicht notwendig sind. Die Folge: Man braucht weniger Server, weniger Platz und weniger Energie.

Nun zeigen aber x86-Systeme und Power-Systeme deutliche Unterschiede, wenn es um das Thema Virtualisierung geht: Um x86-Systeme zu virtualisieren, wird Software benötigt, wie zum Beispiel XEN oder VMware. Die Rechenressourcen, die für den Betrieb dieser Software beansprucht werden, ähneln allerdings denen eines Betriebssystemes. Bei den Power-Systemen steckt die Virtualisierung hingegen durch den Hypervisor bereits in den Hardware-Genen, was den Aufwand wesentlich geringer macht. Zusammen mit der auf die Power-Systeme abgestimmten Virtualisierungslösung PowerVM kann so Virtualisierung mit hoher Gesamtsystemauslastung und geringem Overhead betrieben werden. Und was bei den neuen, im Februar angekündigten POWER7-Systemen hinzukommt: Eine neue Methode der Hauptspeichernutzung („Active Memory Expansion“) ermöglicht eine virtuelle Speichermaximierung, die viel größer ist als der tatsächliche physikalische Speicher. Die Komprimierung und Dekomprimierung von Speicherinhalten unterstützt Speicher­erweiterungen von bis zu 100 Prozent. Auf diese Weise kann eine Partition mit dem gleichen physikalischen Speicher deutlich mehr Last bewältigen oder ein Server mehr Partitionen ausführen, wenn Hauptspeicherleistung wichtiger ist als höchste Rechenleistung.

Investieren mit langem Atem

Ein weiteres Thema, das es in der Bilanz zu berücksichtigen gilt, ist der Investitionsschutz. Wie lange kann ich die Systeme für jetzige und zukünftige Aufgaben nutzen, und wie rückwärtskompatibel sind sie mit Anwendungen, Systemen und Prozessschritten aus zurückliegenden Investitionszyklen?

Hier kann die Power-Plattform auf eine Rückwärtskompatibilität in vielen Bereichen auf fast zwei Dekaden zurückblicken. Betriebssystem, Virtualisierungstechnologie und Serverhardware kommen aus einer Hand.

Die POWER7-Systeme lassen sich heute höher skalieren als x86-Systeme. Jeder POWER7-Chip kann 32 simultane Aufgaben bewältigen – mit acht Cores und vier Threads pro Core. Diese Skalierbarkeit macht die Power-Systeme langfristig für zahlreiche Aufgaben zu wirtschaftlicheren Investitionen. Hinzu kommt: Durch die Virtualisierungsmöglichkeiten ist POWER7 auch für kleinere Applikationen geeignet. Denn im Vergleich zu x86-Systemen bietet POWER7 eine bessere Performance pro vCPU und ermöglicht eine lineare Skalierung. So kann eine PowerVM-LPAR über acht vCPUs hinaus bis zur Nutzung eines kompletten POWER7-Server skaliert werden. Aktuell sind das 64 Cores, bald werden es 256 sein.

Power ist nicht nur für IBM „i“ da

Ein Markenzeichen der Power-Plattform ist ihre Bedienerfreundlichkeit und Robustheit in Kombination mit dem Betriebssystem i. Gerade mittelständische Unternehmen, die wenige Ressourcen für die IT aufwenden können, profitieren von den benutzerfreundlichen Verwaltungsfunktionen der Server.

Dabei ist die Power-Plattform ist nicht auf IBM beschränkt. Im Gegensatz zu x86-Systemen ist sie für alle wichtigen Betriebssysteme offen, also neben IBM i auch für AIX‑, und Linux. Sie kann die unterschiedlichen Systeme sogar auf ein und demselben Server fahren. Und: In vielen Fällen lassen sich auch Windows-Systeme durch geschicktes Systems Management mit verwalten und konsolidieren. Unter den UNIX-Betriebssystemen bietet AIX in Kombination mit Power Servern Vorteile hinsichtlich Performance und Verfügbarkeit sowie eine hohe Investitionssicherung durch die Kompatibilität über Betriebssystem- und Hardware­generationen hinweg.

Ein wichtiger Aspekt ist auch die Linux-Unterstützung. Unternehmen profitieren von der Offenheit von Linux, das sich auf eine große Open-Source-Community stützt. Technisch identisch zu UNIX bietet Linux die Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und Sicherheit, die für Infrastrukturen mit aufgabenkritischen Workloads wichtig sind.

Fazit

Während sich x86-Systeme als kostengünstige Lösung für „kleinere“ Rechenaufgaben im Unternehmen eignen, überwiegen die „strategischen“ Vorteile der Power-Plattform. Diese liegen in ihrem höheren Niveau an Verfügbarkeit, Sicherheit, Skalierbarkeit und Integration begründet. Hinzu kommen ihre geringeren System-Management- und Energiekosten sowie ihre Benutzerfreundlichkeit und Robustheit in Kombination mit dem Betriebssystem i.

Mit anderen Worten: Der Taxiunternehmer entscheidet sich für einen Mercedes vor allem deshalb, weil die Motoren extrem langlebig sind. Der griechische Fahrer Gregorios Sachinides aus der Stadt Thessaloniki erreichte mit seinem fast 30 Jahre alten 240 D einen Kilometerstand von sage und schreibe 4,6 Millionen Kilometer. Das entspricht 115 Erdumrundungen und ist laut Daimler die höchste bekannte Kilometerleistung eines Mercedes. Ähnlich verhält es sich mit AIX und Linux-Systemen auf Powerservern im Vergleich mit x86-Systemen. Sie kommen auf viel mehr „Rechenkilometer“.

IBM Deutschland GmbH, Ehningen
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