Mit dem guten Gewissen, die Professionalität auch in den neuen Strukturen wahren zu können, betreibt der IT-Dienstleister RAG Informatik den Aufbau einer neuen IT-Produktionsumgebung. Mit dem Ziel, eine hochautomatisierte und qualitätsgesicherte DV-Produktion auf den heterogenen Plattformen zu gewährleisten, wurden die unter dem Mainframe eingespielten und bewährten Prozesse so weit wie möglich und sinnvoll auf die neue Systemumgebung portiert. So gewährleistet der IT-Dienstleister eine optimale und stabile Basis für den Einsatz von Standardsoftware-Produkten wie SAP R/3. Zu dem Aufbau neuer Strukturen zählte dabei auch, eine zuverlässige und hochverfügbare Software-Lösung zu finden, mit der unter Unix ein professionelles Output-Management für die SAP R/3-Produktion gewährleistet ist. Übergeordnetes Projekt zur mittelfristigen Ablösung des Mainframes
Die RAG Informatik GmbH gestaltet und betreut die gesamte IT-Infrastruktur des Essener RAG-Konzerns und kann auf eine langjährige Erfahrung im Aufbau und Betrieb professioneller IT-Produktionsstrukturen zurückblicken. Zu den klassischen Produktionsaufgaben zählt die Übernahme des kompletten Output-Managements für seine Kunden. In diesem Zusammenhang zeichnet sich das Unternehmen für ganzheitliche Beratung und auch Realisierung von Aufgaben rund um die Erstellung, Bearbeitung und Handhabung von Informationen verantwortlich. Das bedeutet nicht nur, den tagesaktuell oder periodisch anfallenden personifizierten Schriftverkehr auszudrucken, zu kuvertieren und zu frankieren, sondern zunehmend auch die Verwaltung, Aufbereitung und Verteilung von Online-Output.

Der IT-Dienstleister setzt in der Produktion auf automatisierte und qualitätsgesicherte Prozesse sowie auf ein zertifiziertes Dokumentenmanagement. Dadurch kann das Unternehmen seinen Kunden ein hohes Maß an Transparenz – zum Beispiel über den Status von Projektaufträgen – und über die Kosten gewähren.

Ziel dieses Projektes ist es, im Open-Systems-Umfeld eine leistungsfähige Produktionsumgebung aufzubauen und zu betreiben. Dabei sollen die seit Jahren auf dem Mainframe realisierten und bewährten Prozesse auf heterogene Plattformen portiert und der Einsatz von Standardsoftware-Produkten – wie SAP R/3 – forciert werden. Zu den wesentlichen Aufgaben des Projektes zählt dabei, die Vielzahl der zwischen der zentralen und der dezentralen Rechnerwelt existierenden Schnittstellen nachhaltig zu reduzieren.

Solche plattformübergreifenden Schnittstellen existierten insbesondere in Anwendungsbereichen, in denen keine sinnvollen Alternativen zu den Mainframe-Produkten vorhanden waren. So auch im Bereich Output-Management, in dem die wesentlichen Funktionalitäten auf dem Modul Beta 93 der VIDiDOC-Suite aus dem Hause Beta Systems Software AG basierten. Der Einsatz dieser Lösung als zentrales Element für sämtliche Output-Management-Prozesse war im Wesentlichen durch die hohe Performance sowie funktionale Leistungsmerkmale unumstritten. In der bisherigen Struktur übernahm die Mainframe-Software über eine spezielle Erweiterung auch die Steuerung von Output-Management-Prozessen in der Open-Systems-Umgebung, was naturgemäß zu einer hohen Anzahl an plattformübergreifenden Schnittstellendefinitionen führte. Entsprechend der Marschrichtung aus dem übergeordneten Projekt wurde eine neue Software-Lösung gesucht, die im Open-Systems-Umfeld eine adäquate Funktionalität und Stabilität für eine hochautomatisierte, qualitätsgesicherte Output-Produktion bieten kann, wie sie im Mainframe-System üblich war.

Frühe Einbindung in die Software-Entwicklung

Die Anforderung, existierende Qualitäten auch auf einer anderen Plattform zu erhalten, brachte den Hersteller der Mainframe-Lösung ins Gespräch. Doch auch anderen Anbietern wurde die Anforderungsanalyse in Form eines auf die Bedürfnisse im Hause RAG Informatik hin abgestimmten Lösungskonzeptes zur Realisierung eines dezentralen Output-Management-Systems zugesendet. Das Konzept beschrieb neben den funktionalen Anforderungen auch generelle Aspekte wie die Tatsache, dass einzig und allein eine Standardsoftware-Lösung unter Unix gesucht wurde. Eigenentwicklungen und Lösungen auf anderen Plattformen wurden somit von vornherein ausgeschlossen. Nach eingehender Prüfung und Bewertung der in Frage kommenden Lösungen fiel letztendlich die Wahl auf das neue Unix-Modul Beta 93 UX aus der VIDiDOC-Suite von Beta Systems. Zwar befand sich das Produkt damals noch in der Entwicklung, doch sprachen die avisierte und bis dahin schon realisierte Qualität des Produktes, der zuverlässige Support sowie das über Jahre gewachsene Vertrauen zu dem Software-Partner für die Wahl dieser neuen Lösung.

Bereits während der Entwicklungsarbeiten erhielten die Output-Management-Spezialisten des IT-Dienstleisters die Möglichkeit, das System zu testen und Verbesserungsvorschläge direkt in den Entwicklungsprozess einzubringen. Bei den Tests legten die IT-Spezialisten großen Wert auf das reibungsfreie Zusammenspiel mit Standardsoftware-Produkten wie Paisy und SAP R/3. Das neue Modul war von Anfang an mit einer BC-XOM-Schnittstelle für die Integration in SAP R/3 ausgestattet, um große Mengen SAP R/3-typischen Druck-Outputs auch in komplexen Unternehmensstrukturen automatisch verteilen und zuverlässig drucken zu können. Darüber hinaus bietet die RAG Informatik ihren Kunden für eine bedarfsgerechte und effiziente Verteilung klassische Output-Management-Funktionen – wie das Separieren von Druckseiten beziehungsweise die Ausgabe von Druck-Output über beliebige Netzwerkdrucker, Faxserver oder e-Mail-Systeme – an.

Ausgiebige Teststellung und reibungsfreie Migration

Ein halbes Jahr stand die neue Software-Lösung zu Testzwecken zur Verfügung. In dieser Zeit wurden alle Funktionen ausgiebig an den Anforderungen aus der Praxis gemessen. Dabei wurde schnell klar, dass der Einarbeitungsaufwand sowohl für die Administratoren als auch später für die Anwender durch die bereits bekannten Bedienstrukturen überaus gering ausfallen würde. Eine weitere Arbeitserleichterung wurde durch die weitgehend automatisierte Übernahme der Definitionen für Listen aus dem Mainframe-basierten Output-Management-System erzielt. Diese konnten innerhalb des Testzeitraums bereits nach vier Monaten übernommen werden.

Produktiv wurde das neue Output-Management-System erstmals mit der Anbindung der Lohn- und Gehaltsabrechnung Paisy-CS einer großen Konzerntochter an die Client/Server-Lösung genutzt. Nachdem die Lohn- und Gehaltsabrechnung für die erste Konzerntochter erfolgreich abgewickelt wurde, werden nun alle zentral zu bearbeitenden Druckausgaben aus der Unix-Welt an die Client/Server-Software angebunden. Damit war die RAG Informatik innerhalb kürzester Zeit in der Lage, den Druck-Output aus der OS/390- und der Unix-Welt hochautomatisiert und qualitätsgesichert in der jeweiligen Welt zu verarbeiten.

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