Die Schlote GmbH & Co KG aus dem niedersächsischen Harsum ist einer der bedeutenden Lieferanten der Automobil-Industrie. Spanabhebende Verfahren – also Bohren, Drehen, Fräsen, Schleifen – sind nach wie vor die angewandten Methoden, um Teile aus Grauguss oder Aluminium zu fertigen. Dabei spielen die verwendeten Werkzeuge als Kostenfaktor eine wesentliche Rolle. Seit Sommer 2004 ist Heiko Deutschler als Gruppenleiter für den Bereich Controlling verantwortlich und der Hauptanwender dieser neu beschafften Software. Er setzt den Werkzeugverbrauch, die Werkzeugpreise, die gefertigten Stückzahlen und die Erlöse für die Produkte zueinander in Beziehung und ist von den Möglichkeiten, die die Software dafür liefert, ganz und gar begeistert. Vor allem die enorme Flexibilität, mit der sich komplexe Abfragen erstellen lassen, hat es ihm angetan. Ein großer Vorteil besteht für Heiko Deutschler darin, dass die Erstellung solcher Datenbank-Abfragen sehr einfach in Excel erfolgt – d.h., ohne nennenswerte EDV-Vorkenntnisse zu verlangen.

Da Schlote einige hundert Produkte erzeugt und dazu eine Vielzahl von Werkzeugen einsetzt, lassen sich solche Relationen praktisch nicht mehr von Hand erstellen – und schon gar nicht zeitnah. Diese Beziehungen sind deshalb so wichtig, da ein erhöhter Werkzeugverschleiß unterschiedliche Ursachen haben kann. Es kann mangelhafte Qualität des Werkzeugs die Ursache sein oder das eingesetzte Schmiermittel entspricht nicht den Anforderungen oder die Fertigungsmaschine wird falsch bedient oder andere Parameter können einen erhöhten Werkzeugverbrauch verursachen. In jedem Fall muss ermittelt werden, welche Ursache zutrifft, um rasch steuernd eingreifen zu können, etwa durch den Wechsel des Werkzeug- oder Schmiermittellieferanten oder durch eine Schulung des Maschinenbedieners. Solche und viele andere Entscheidungen werden ganz wesentlich durch die aufbereiteten Daten ermöglicht, die mit Hilfe von DataXPress gewonnen werden.

Stets aktuelle Daten für rasche Entscheidungen

Im Controlling werden alle Daten möglichst zeitnah zu ihrer Entstehung ausgewertet, um möglichst rasch auf Fehlentwicklungen reagieren zu können. Heiko Deutscher sieht die Möglichkeit, auf die momentan aktuellen Daten auf der iSeries zugreifen zu können, als besonders großen Vorteil. Dass diese Aktualisierung durch einen schlichten Mausklick erfolgt und in Sekundenschnelle ein zuverlässiges Ergebnis liefert, ist ein weiterer Vorzug. So können auch jene Anwender, die von Datenbank-Design und den Besonderheiten der iSeries kaum Ahnung haben, vorbereitete Abfragen kinderleicht nutzen, denn sie bedienen ja weiterhin nur die gewohnte Excel-Oberfläche.

Controlling wird kostengünstiger und effektiver

Durch den Einsatz der Lösung wurde das Controlling insgesamt wesentlich kostengünstiger, weil der Aufwand zum Schaffen der erforderlichen Datenbasis für die wichtigen Entscheidungen nur noch einen Bruchteil dessen beträgt, was früher geleistet werden müsste. Das Controlling ist auch dahingehend effektiver, dass die Daten, die auf einen notwendigen Eingriff hinweisen, fiel früher zur Verfügung stehen. Nämlich sofort, wenn der Prozess dazu neigt, in eine falsche Richtung zu laufen. Durch diesen viel früheren Eingriff kann ein eventueller Schaden stark vermindert oder sogar völlig verhindert werden. Zudem erlaubt DataXPress Auswertungen, die ohne ein solches Tool gar nicht durchführbar wären, und es erhöht durch die breitere Datenbasis die Transparenz aller im Unternehmen registrierten Vorgänge.

Expansive Nutzung geplant

Schon heute setzt man bei Schlote das Programm auch für andere Zwecke ein als für die Steuerung des Werkzeugverbrauches. So leistet DataXPress von Toolmaker auch im Controlling der Kontenbuchhaltung gute Dienste. Controller Heiko Deutschler und Systemadministrator Jürgen Böhme sind überzeugt, dass sie bald noch weitere Anwendungsgebiete erschließen werden und so noch deutlich mehr Effizienz im Unternehmen erzielen werden.

Fachautor: Dr. Peter Wöllauer