Wie zahlreiche andere Unternehmen haben Sie wahrscheinlich in ein ERP-, CRM-, SCM- oder e-Commerce-System investiert. Nun benötigen Sie eine BI-Lösung, mit der Sie den Gegenwert dieser Investitionen an alle Entscheidungsträger innerhalb und außerhalb des Unternehmens weitergeben können. Mathias Ritter, General Manager EMEA Central von Crystal Decisions (Deutschland) GmbH, stand uns Rede und Antwort.

Michael Wirt:

Schlagwort Mobilität: Bietet Crystal Decisions mobile Business-Intelligence-Lösungen an?

Mathias Ritter:

Die Lösungen von Crystal Decisions zeichnen sich durch eine offene Architektur aus. Daher sind sie in jedes geläufige System integrierbar und mit unterschiedlichen Anwendungen kompatibel. Somit benötigen wir keine spezielle Version für eine mobile Lösung. Über drahtlose Endgeräte wie WAP-Handies (Wireless Application Protocol), PDAs (Personal Digital Assistants) und Zwei-Wege-Pager versorgen Unternehmen zunehmend ihre Mitarbeiter mit minutengenauen Informationen. Die wesentliche Herausforderung ist dabei, Inhalte an Geräte mit höchst unterschiedlichen Leistungsmerkmalen, Formaten und Bildschirmgrößen anzupassen. Crystal Enterprise ist derzeit in der Lage, WAP-fähiges Content-Management zu ermöglichen und somit Informationen an jedes WAP-fähige Endgerät zu verteilen. Dazu bietet die Software eine an Kundenbedürfnisse angepasste XML-Ausgabe und unterstützt Active-Scripting. Entwickler können auf der Basis jeder XML-Vorlage individuelle XML-Streams erzeugen. Anschließend nutzen sie JavaScript oder VisualBasicScript, um diese in WML (Wireless Markup Language) oder in andere gängige Seitenbeschreibungssprachen zu übersetzen.

Michael Wirt:

Bringen Business-Intelligence-Lösungen Unternehmen den erhofften Return on Investment?

Mathias Ritter:

Verständlicherweise sehen Unternehmen zuerst die Kosten, die eine BI-Lösung mit sich bringt. BI-Lösungen sind aber in vielerlei Hinsicht hilfreich, kosteneinsparend und umsatzfördernd. Um den Return on Investment zielsicher bestimmen zu können, muss ein Unternehmen zunächst seine Ausgangslage kennen. Mit Hilfe von BI-Applikationen kann der Verantwortliche die Entwicklung einfach und kontinuierlich beobachten und dokumentieren. In dieser Hinsicht ist Business Intelligence ein Controlling-Instrument. Sie ist aber auch das schlechte Gewissen in einer Firma. Mit Hilfe unserer Software sind Anwender in der Lage, Informationen aus unterschiedlichen Datenquellen nach bestimmten Kriterien auf einer Aggregationsebene zusammenzustellen – wie die Ergebnisse einer Vertriebsregion. Zudem besteht die Möglichkeit, die Daten detaillierter auszuwerten: beispielsweise die Verkaufsergebnisse pro Staat, pro Stadt oder pro Niederlassung – einfach durch Drücken des entsprechenden Buttons. Diese oder andere Analysen sind nur einen Klick entfernt. Das Programm stellt den Usern eine interaktive Umgebung zur Verfügung, mit der sie ohne Formzwang ihren eigenen Gedanken folgen können. Durch die zeitnahe Verfügbarkeit gezielter Informationen an jedem Arbeitsplatz werden Fehlentscheidungen vermieden. Chancen oder Probleme werden schneller erkannt und somit Kosten reduziert und Umsatzpotentiale besser ausgenutzt. BI-Lösungen wird von Analysten im Allgemeinen sogar ein recht kurzfristiger ROI zugesprochen.

Michael Wirt:

Web Services sind zurzeit in aller Munde – inwiefern engagiert sich Crystal Decisions hier?

Mathias Ritter:

Anwender unserer Lösungen können schon lange unabhängig von Format, Applikation und Betriebssystem Berichte und Analysen generieren und verteilen. Unternehmensweit tauschen die Mitarbeiter die Reports über Intra- oder Internet aus. Mit Crystal Enterprise haben wir die entsprechende Infrastruktur für Web Services. Gemeinsam mit Microsoft haben wir nun eine spezielle Version von Crystal Reports for Microsoft Visual Studio .NET entwickelt: Durch Crystal Decisions Business Intelligence Web Services können Crystal Reports schnell innerhalb der Visual Studio .Net-Entwicklungsumgebung genutzt und über alle Unternehmensbereiche hinweg verfügbar gemacht werden. Dass Web Services ein ernst zu nehmender Trend sind, zeigt die Initiative von großen Anbietern wie IBM, Microsoft und Bea Systems im Konsortium Web Services Interoperability Organziation. Hier wird versucht einen einheitlichen Standard – vergleichbar mit XML – zu etablieren. Dies ist ein deutlicher Hinweis für den Bedarf, heterogene Systemlandschaften zu verknüpfen.

Michael Wirt:

Viele User von BI sind technisch wenig versiert – ist das ein Hindernis im beruflichen Alltag?

Mathias Ritter:

Nein, das stellt kein Hindernis dar. Betrachtet man die Geschichte von BI, hat sich seit Mitte der 80er Jahre die Einstellung und somit auch die Technologie stetig geändert. Früher konnten tatsächlich nur wenige Spezialisten aus IT oder Datenbankverwaltung eventuell noch aus Buchhaltung und Controlling Reports zusammenstellen. Sie verfügten über die notwendigen Kenntnisse, Informationen aus multidimensionalen oder relationalen Datenbanken herauszuziehen. Nur wenige hatten überhaupt Zugang zu den entsprechenden Informationen. Damals war auch der Zeitaufwand enorm, Datenbestände zu durchforsten, die in unterschiedlichen Formaten gespeichert waren, und daraus Berichte zu erstellen. So mussten sich Anwender meist mit unzureichenden Reports begnügen und eventuell lange darauf warten. Heute kann jeder autorisierte Mitarbeiter schnell und einfach bestehende Berichte anfordern und sich per „slice and dice“ seine individuellen Auswertungen zusammenstellen oder modifizieren. Automatisierte Schaltflächen, die individuell erstellt werden können, erlauben selbst Ungeübten die Ausführung von aktuellen Berichten oder den Wechsel zwischen verschiedenen Ansichten. Etwas Versiertere können auch in kurzer Zeit ganz neue Reports generieren und verteilen. So trägt BI zum Knowledge Management in einem Unternehmen bei. Mitarbeiter können – von jedem Browser aus – auch über mobile Endgeräte Informationen abfragen.

Michael Wirt:

Herr Ritter, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.

Mathias Ritter, General Manager EMEA Central, Crystal Decisions (Deutschland) GmbH

Crystal Decision (Deutschland) GmbH

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