Geschäftsdaten gehören zu den wichtigsten Ressourcen eines Unternehmens. Wer sie im Griff hat, stabilisiert den Betrieb und kann schneller und gezielter agieren – kurzum ein ­entscheidender Wettbewerbsfaktor. Dies waren auch die Überlegungen der Firma KBC,
deren Geschäftsführer Henri Rowienski die Sicherstellung aller Netze und Dienste fordert.

Notwendige Datensicherungen oder Wartungsintervalle, die bei Benutzern außerhalb Zugriffsprobleme verursachen konnten, sollten völlig neu gelöst werden. Zudem galt es intern, der Produktion den vollen Zugriff auf benötigte Dienste und Daten ausfallsicher zu gewährleisten.

Hierbei stellte sich für KBC grundsätzlich die Frage: Hardware- oder Software-Spiegelung? Preislich lagen beide Varianten dicht beieinander, so dass Vorteile bzw. Nachteile der jeweiligen Lösung den Ausschlag gaben. Letztlich gab v. a. das Argument, dass bei einer Hardware-Spiegelung generell alles gespiegelt wird, auch dann, wenn eine Dateninkonsistenz innerhalb einer Datenbank vorliegt, den Ausschlag für die Variante Software-Spiegelung, bei der zunächst eine Fehlermeldung ausgegeben wird, bevor der Fehler auf die Backupmaschine gespeichert wird. Im Klartext hieß dies für Jürgen Kubicki (Projektverantwortlicher und Leiter der IT): „Durch die Software-Spiegelung erhalten wir eine zusätzliche Datenprüfungsinstanz“. Diese Überlegungen haben KBC letztlich dazu veranlasst, sich für die Einführung des High Availibility Systems BUS/400 von T.S.P. zu entscheiden. Hinter diesem Namen steht eine Software, die die ständige Verfügbarkeit aller Daten mittels einer permanenten Spiegelung von zwei oder mehreren komplexen Systemen aller IBM iSeries-Modelle gewährleistet. Dabei werden Produktionsdatenbanken, Objekte, Benutzerprofile, IFS, Berechtigungslisten, Druckausgaben und Kontrollinformationen über Batchjobs ununterbrochen gespiegelt, so dass bei ungeplanten oder geplanten Rechner­ausfällen der Betrieb sofort mit dem Sekundärsystem, welches lokal oder remote verfügbar ist, weiterlaufen kann. Ist der Rechnerausfall beendet, wird die Synchronität zwischen den Systemen wieder hergestellt. Anfänglich ermittelte das Projektteam alle Daten, die zur reibungslosen Steuerung des Systems erforderlich waren. Danach wurde gemeinsam festgestellt, was genau gespiegelt werden musste, um bei einer Umschaltung auf das Backup-System 1:1 weiterarbeiten zu können. Die Daten wurden erfasst und gespeichert, die Spiegelung gestartet und eine erste Überprüfung auf dem Backup-System durchgeführt. Im weiteren Projektverlauf wurde bei einer ersten Umschaltung festgestellt, ob alle Parameter und Applikationen auf der Backupmaschine berücksichtigt und alle IP-Adressen beim Umschaltvorgang sauber „geswitched“ wurden. Nach ein paar kleineren Anpassungen wurden zwischenzeitlich nun mehrere Umschalttests erfolgreich durchgeführt und die Vorgänge laufen einwandfrei. Somit ist für Jürgen Kubicki, Projektverantwortlicher und Leiter der IT, nach einem Jahr ein klares Fazit möglich: „die Entscheidung für die Implementierung war richtig.“

DER ANWENDER

Die KBC Manufaktur Koechlin, Baumgartner & Cie. GmbH, kurz KBC, ist ein deutsches Textilunternehmen mit Sitz in Lörrach. KBC ist das größte Stoffdruckunternehmen Europas und weltweit tätig. Schwerpunkte sind das Bedrucken von hochwertigen Bekleidungs- und Heimtextilien im Inkjetdruck und zunehmend auch im Digitaldruck.

www.kbc.de

ZUM UNTERNEHMEN

T.S.P. Gesellschaft für Informationssysteme mbH, Waldbronn

Mit branchenspezifischen Informationssystemen, dir wir individuell auf Ihr Unternehmen anpassen, decken wir Problemfelder aller Unternehmensbereiche ab.

Unsere Schwerpunkte liegen in den Bereichen Hochverfügbarkeit, Warenwirtschaft und Wireless Lagerlogistik.

www.tsp-gis.de