Bei typischem Hamburger Schmuddelwetter wurde am 10. Dezember der „weltweit bedeutendste Klimarechner“ eingeweiht.

Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 158 TeraFlop/s ist die IBM Maschine um Faktor 60 leistungsstärker als die bisherige Hardware des Deutschen Klimarechenzentrums (DKRZ). Ein wesentlicher Teil der Computing-Ergebnisse kommt in den Berichten des Weltklimarats IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) zum Einsatz.

Die mit 35 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Maschine kann die weltweit anerkannten Klimamodelle mit noch höherer räumlicher Auflösung berechnen als bisher. Damit sind die Wissenschaftler in der Lage, vor allem regionale Klimaphänomene exakter vorherzusagen. Der Supercomputer „Blizzard“ verfügt über 264 IBM POWER6 Rechnerknoten, 60.000 Terabyte Speichervermögen und 20 Terabyte Hauptspeicher. Rund ein Petabyte an Daten wurden bis dato jährlich eingelagert, künftig dürfen es zehn sein. Diese Beschränkung habe man sich selbst auferlegt, um nicht zu schnell an die Kapazitätsgrenzen zu stoßen, so der wissenschaftlich-technische Geschäftsführer des DKRZ Dr. Thomas Ludwig.

„Hier schlägt das Herz für zukünftige Berichte des Weltklimarats“, freute sich Prof. Dr. Gabriele Löschper, amtierende stellvertretende Präsidentin der Uni. Die Rechenergebnisse würden als konkrete Handlungsanweisungen für die Politik gelten und helfen, „unsere Welt Stück für Stück ein wenig besser zu machen“. A smarter planet – so geht das also.

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