Steckverbindungssysteme stellt ODU nicht nur in Bayern, sondern auch in China und Rumänien her. oxaion sorgt dafür, dass zwischen Mühldorf und Shanghai keine Welten liegen.

„Wir haben vor allem die besonders handarbeitsintensiven Produktionsschritte ausgelagert“, sagt Dr. Gerhard Bienek, Projektleiter ERP bei ODU. Das Unternehmen zählt zu den führenden Herstellern von Steckverbindungen. Die Fertigung erfolgt nicht nur in Mühldorf, sondern auch an zwei ausländischen Standorten in Shanghai und im rumänischen Sibiu. Die beiden Tochtergesellschaften sind dabei in durchgängige Fertigungsprozesse eingebunden. Die Teile und Materialien, die dort verarbeitet werden, stammen zum großen Teil aus Mühldorf. Nach der Verarbeitung gehen die Komponenten zurück nach Bayern, wo sie teilweise ebenfalls weiterverarbeitet werden.

In der oxaion business solution werden die Töchter als eigenständige Mandanten geführt, das heißt, als eigene organisatorische Einheiten mit eigenen Bewegungsdaten, aber mit denselben Stammdaten wie Teilestämme oder Stücklisten, die über einen gemeinsamen Mastermandaten geführt werden. Diese virtuellen Firmen befinden sich dabei allesamt in Mühldorf – auf dem zentralen Server von ODU. Das ERP-System läuft am Stammsitz von ODU, wo die Daten aller Mandanten zentral vorgehalten und gepflegt werden. In Shanghai und Sibiu ist lediglich der JET-Applikationsserver (Java Application Technology) installiert, die nötigen Daten überträgt die ERP-Lösung über eine gesicherte Internetverbindung dorthin. Die Anwender vor Ort brauchen nur eine Client-Software auf ihren Rechnern, um darauf zuzugreifen.

„Wenn wir Daten von Mühldorf nach Rumänien oder China schicken, dann gehen sie de facto lediglich auf unserem Server in Mühldorf von einem Mandanten zum anderen“, erläutert Dr. Gerhard Bienek. „Die Anwender in Shanghai und Sibiu rufen sie dann im Prinzip nur von dort via EDI über das Internet ab.“

Zum Beispiel bei Bestellungen: Wird ein neuer Kundenauftrag im System erfasst, prüft die Software automatisch, ob genügend Bestand in Mühldorf vorhanden ist. Wenn nicht, geht der Auftrag direkt in die Disposition. Hier ist voreingestellt, ob es sich bei dem Teil um Eigenfertigung, Bezug aus China, Rumänien oder einen anderen Lieferanten handelt. Muss das Teil in Shanghai oder Sibiu bestellt werden, erzeugt die ERP-Software automatisch einen Bestellvorschlag. In Mühldorf wird dann der Bestellvorschlag in eine Bestellung übernommen und gedruckt. Die Bestellung geht beim Drucken via EDI direkt an den chinesischen bzw. rumänischen Mandanten. Dort wird automatisch aus der Auftragseingangsdatei der Verkaufsauftrag generiert. Sollten für die Fertigung in Shanghai oder Sibiu wiederum Materialien oder Komponenten aus Deutschland benötigt werden, läuft derselbe Vorgang in umgekehrter Richtung ab. Die zu den Bestellungen gehörenden Lieferungen unterstützt die Software analog.

oxaion ag, Ettlingen
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