Fressnapf hat sich zu Europas größter Fachmarktkette für den Heimtierbedarf entwickelt. Die Belieferung der Franchise-Märkte erfolgte bislang vom Zentrallager in Krefeld. Um die stetig steigenden Umsätze, die im Jahr 2008 erstmals über 1 Mrd. Euro lagen, auch zukünftig sicherstellen zu können, wurde 2009 ein neues Warenlager in Feuchtwangen errichtet.

Die dort eingesetzten rund 50 Gabelstapler und mobilen Erfassungseinheiten wurden mit Touch-Screen-Terminals ausgestattet, um sämtliche Warenein- und -ausgänge sofort bequem am Lagerregal erfassen zu können. Im Hintergrund verarbeitet eine WaWi-Lösung auf einer IBM iSeries die Daten und versorgt sämtliche mobilen Arbeitsstationen in Echtzeit mit den aktuellsten Informationen.

Als Software für die Terminals sollte zunächst die im Krefelder Lager vorhandene Lösung eingesetzt werden. Aufgrund der hohen Lizenzkosten wurde jedoch nach Alternativen gesucht. System i Modernisierung versprach hier schnelle, sichere und kostengünstige Lösungen.

System i Modernisierung

Am Ende eines intensiven Auswahlprozesses entschied sich Fressnapf für den Einsatz moderner iNext-Clients auf den Terminals. Unter Kostengesichtspunkten gab das deutlich günstigere, IBM i-basierte Lizensierungsmodell des Herstellers ML-Software hierfür den Ausschlag. Entscheidend war aber auch das zukunftsorientierte, hoch innovative Konzept der iNext Suite. Denn mit dieser Lösung stehen nun zusätzlich die leistungsstarken .Net Technologien zur Verfügung, während die IBM i Möglichkeiten weiterhin uneingeschränkt genutzt werden können. Diese Verbindung von IBM i- und .Net-Welt garantiert für die zukünftige Softwareentwicklung ein breites Spektrum an technologischen Möglichkeiten, aus denen immer die optimale für die jeweilige Aufgabe ausgewählt werden kann. Last but not least überzeugte die Kompetenz der ML-Software aus Ettlingen, die dann auch mit der Projektierung und Programmierung der Terminal­lösung beauftragt wurde.

Modernes Frontend am Terminal

Die praktische Umsetzung wurde in mehrere Schritte aufgeteilt. Als erstes wurde der iNext-Client entwickelt, der als modernes Frontend der iSeries Lagerlösung auf den Terminals arbeiten sollte. Die Bedienung dieses neuen Frontends erfolgte bereits ausschließlich über Touch-Screen.

Dafür wurden die Bearbeitungsmasken vor allem im Bereich der Kommissionierung mit extra großen Tastfeldern ausgestattet, um so den Lagerarbeitern die korrekte Datenerfassung an den Terminals zu erleichtern. Mit einem Aufwand von nur ca. 18 Manntagen wurde diese Basisversion projektiert, entwickelt und getestet und war bereit für den Echtbetrieb.

Nach der Inbetriebnahme im Lager Feuchtwangen wurden schrittweise zusätzliche Erweiterungen vorgenommen. So nützliche Funktionen wie der integrierte E‑Mail-Versand erleichtern seitdem die Kommunikation. Außerdem wurden Zusatzmodule wie der Wareneingang neu programmiert. Weitere Funktionen wie ein Statistikmodul, ein Datenexport und das Schreiben von Logfiles sind bereits in Planung.

Außerdem ist geplant, die Software auch in Krefeld einzuführen. Und dem zukünftigen Einsatz in neuen Lagern steht ebenfalls nichts im Weg. Wenn aufgrund der europäischen Expansionspläne von Fressnapf zukünftig ausländische Lager ausgestattet werden müssten, so ist dies mit dem Mehrsprachigkeitsmodul der iNEXT Suite jederzeit problemlos zu realisieren.

ML-Software GmbH, Ettlingen
www.ml-software.com