Ob B2B oder B2C – zahlungsunfähige Kunden verursachen immense Verluste. Durch ein Insolvenzmanagement-Modul im Kundenmanagement (Customer Relationship Management)-System können Unternehmen Ausfallrisiken und Schäden begrenzen und dadurch ihre auf dem Spiel stehenden Existenzen sichern.

Im September 2008 passierte die denkwürdige Panne: Am Tag des Insolvenzantrags von Lehman Brothers überwies die deutsche staatliche Förderbank KfW 300 Mio. Euro aus einem Termingeschäft an die zusammengebrochene US-Investmentbank. Die handelnden Personen wussten offenbar von nichts. Täglich kommen Unternehmen in ähnliche Situationen – und dabei stehen oft Existenzen auf dem Spiel.

Der Lehman-Crash löste die größte Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten aus. Die Folgen sind dramatisch und bis heute spürbar: Im ersten Halbjahr 2009 stieg die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland um fast 15 %. Mehr als 16.000 Unternehmen meldeten Insolvenz an. Auch bei den Privatinsolvenzen bleibt die Situation alarmierend: Mehr als drei Millionen Deutsche gelten als überschuldet, die gesamten privaten Verbindlichkeiten summieren sich auf 70 Mrd. Euro.

Wie können sich Unternehmen vor Forderungsausfällen durch insolvente Geschäftspartner und Kunden schützen und so auf Erfolgskurs bleiben? Der KfW-Fall liefert die Antwort: durch transparentes, professionelles Informations- und Kommunikationsmanagement. Die ideale Plattform dafür ist das CRM-System.

Wie gefährliche Klippen umschifft werden können, zeigt beispielsweise eine Lösung des CRM-Spezialisten Cursor Software AG. Sie bietet ein Informationscockpit für das Management insolventer Kunden. Es zeigt, in digitalen Ordnern übersichtlich sortiert, alle relevanten Informationen rund um das Insolvenzverfahren: Ansprechpartner mit Kommunikationsdaten, Name des Insolvenzverwalters, zuständiges Gericht, Aktenzeichen, Gerichtstermine usw. Außerdem werden alle offenen Rechnungen angezeigt. Wenn es dann „brennt“, zählt jede Sekunde: Für eine schnelle Warnung kann manuell oder automatisch ein Workflow in Gang gesetzt werden, der alle zuständigen Mitarbeiter und Abteilungen informiert. Daneben erinnert die Anwendung an die Einhaltung von Fristen und dokumentiert alle Aktivitäten.

Besonders wichtig sind fundierte Bonitätsinformationen. Eine Abfrage lässt sich per Webservice in die Applikation integrieren. Hier arbeitet Cursor mit der Bonk Consulting GmbH und der arvato infoscore GmbH zusammen. Bonitätsprüfungen können zu beliebigen Zeitpunkten gestartet werden: bei der Neuanlage eines Kunden ereignisorientiert (z. B. vor Erbringung einer Dienstleistung) oder regelmäßig.

Der Bonitätsindex ist im Insolvenz­fall als Entscheidungshilfe nützlich, wenn beispielsweise zu beurteilen ist, wie viel Engagement in die Verfolgung von Ansprüchen investiert werden soll bzw. ob es sinnvoll ist, Forderungen abzutreten. Außerdem kann ein automatisierter Abgleich mit Insolvenzdatenbanken eingerichtet werden. Sobald die Zahlungsunfähigkeit eines Kunden aktenkundig wird, generiert das CRM-System eine Warnmeldung.

„Rasche und sichere Entscheidungen sind gefragt. Diese können bei Kundeninsolvenzen sogar überlebenswichtig sein“, resümiert Andreas Lange, Vertriebsleiter bei Cursor. „Die bestmögliche, blitzschnelle Informationsversorgung schafft Handlungssicherheit. So wird verhindert, dass zum Beispiel unwissend Waren an insolvente Kunden geliefert oder sonstige Leistungen erbracht werden.“

Der Aufwand für die Implementierung des Moduls im CRM-System sei überschaubar, versichert Lange, der das Modul mit einer Versicherung vergleicht: „Oft sieht man den Nutzen erst, wenn der Schadensfall eingetreten ist.“

Cursor Software AG, Gießen
www.cursor.de