Der Markt für Tools und Utilities ist groß – dem englischen Ursprung nach handelt es sich bei diesen Lösungen schlicht um Werkzeuge, die Hilfestellung bieten. Bekannt wurden sie als ein für den Anwender versteckt im Hintergrund wirkendes, aber hilfreiches Stück Programm, das meist verlässlich seinen Dienst tut. Die Mehrzahl der klassischen Tools verfügte größtenteils nicht einmal über eine eigene Benutzeroberfläche: Sie waren funktionell und unscheinbar.

Inzwischen entwickeln sich diese Lösungen weiter: vom reinen Hilfsmittel zur komplexen Anwendung. Wer heute von Tool spricht, meint damit meist echte Funktionalitätsergänzungen: Was im Betriebssystem des Servers nicht vorhanden ist, wird mit Hilfe dieser kleinen Programme erledigt. Die menten GmbH hat in diesem Markt auch Fuß gefasst – mit dem „Tool“ gzip/400. Es deckt einen Randbereich ab, den das klassische OS/400 nicht konnte: Spool-Konvertierung, -Komprimierung und e-Mail-Versand als integrierte Anwendung.

Das Tool gzip/400 ist wohl charakteristisch für das heutige Verständnis dieses Begriffes. Es ist eine komplexe Anwendung, die auch eine ansprechende Oberfläche besitzt und in bestehende Umgebungen integriert werden kann – seien die nun Standard oder individueller Natur. Tools sind seit jeher stark parametrisierte und anpassbare Zwischenanwendungen – und das hat sich bis heute nicht verändert.

Die Zukunft allerdings hat schon begonnen: Der Einsatz klassischer Tools wird in Zukunft eher abnehmen. Die Server-Systeme öffnen sich weiter, auch die iSeries deckt mit ihren neuen OS/400-Releases und ihrer Linux-Fähigkeit viele Funktionen inzwischen von Haus aus ab. OS/400 PASE z.B. oder auch die Unix-Integration führen letztlich dazu, dass bestimmte Werkzeuge überflüssig werden. Insbesondere Lösungen für den technischen Bereich werden künftig weniger zum Einsatz kommen.

Die wichtigste Aufgabe der Anbieter ist es nun, sich der Plattformneutralität zu öffnen. Die reinen iSeries-Tool-Anbieter müssen ihr Portfolio überdenken und für die Zukunft rüsten. Die klassischen technischen Funktionalitäten werden künftig von Lösungen abgelöst werden, deren Schwerpunkt auf der Anwendungsebene liegt. Die Tools sind also funktionell aufzuwerten – nur so bleiben sie für den Kunden langfristig interessant. Auch das Tool der menten GmbH hat letztlich „nur“ die Kernfunktionalität Spool-Konvertierung, aber leistet außerdem einen entsprechend interessanten Mehrwert. Dazu gehört die automatische Überwachung von Ausgabeschlangen, die Ankopplung des e-Mail-Versands und das intelligente Teilen der Spool-Dateien während der Konvertierung. Der traditionelle Anwender mag es als „Schnickschnack“ empfinden, aber auch grafische Verwaltungsoberflächen werten eine Lösung auf. Letztlich gilt: Je interessanter der Mehrwert, desto größer auch die Chance, im Tool-Markt weiter zu bestehen.

Lücken in Anwendungsszenarien werden die Tool-Anbieter auch weiterhin finden. Hat man sich aber früher eher auf Betriebssystemseite orientiert, ist Mut zur Lückensuche heute eher im Bereich der Applikationen gefragt. Auch das Team der menten GmbH hat ehemals eine Fax-Lösung für die AS/400 geschrieben, als klar wurde, dass das Betriebssystem diese Funktion nicht bietet. Heute wird ein anderer, modernerer „Lückenfüller“ angeboten: das Modul *EXPEDITE, das den Zugang zu internetbasierten Messaging-Diensten ermöglicht.

Die Hilfsmittel also wandeln sich und sind heute eher als Bindeglied zu anderen Umgebungen zu verstehen. Diese Rollenverschiebung sorgt dafür, dass sich Anbieter und Lösungen umorientieren müssen. Mut zur neuen Lückensuche ist gefragt – und der wird sich für Hersteller wie Anwender auch in Zukunft auszahlen.

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