Die Maschinenfabrik Eirich macht es vor: Durch die Kopplung der beiden Welten CAD/PLM und ERP können Fertigungsunternehmen ihre Prozesse schneller und sicherer gestalten. Als ERP-System wird oxaion und für das Product Lifecycle Management keytech PLM eingesetzt.

Rund 250 Maschinen und Anlagen zur Aufbereitung von Rohstoffen stellt das Unternehmen jährlich her. Alle Maschinen und Komponenten werden individuell nach Kundenanforderungen konstruiert und hergestellt. Die Fertigungsplanung steuert Eirich mit dem ERP-System oxaion business solution; für das Product Lifecycle Management nutzt der Maschinenbauer das System keytech PLM von keytech Software. Mehrere CAD-Systeme sind daran gekoppelt, unter anderem die Lösung SolidWorks, die für die 3D-Konstruktion genutzt wird sowie ein weiteres 2D-System.

Weiche zum ERP-System

Mit dem PLM-System verwalten die Konstrukteure ihre 3D-Dateien und Zeichnungen und steuern deren Freigabeprozesse. Gleichzeitig fungiert es aber auch als eine Art Weiche zum ERP-System. oxaion und keytech PLM versorgen sich gegenseitig mit den nötigen Informationen. Zum Beispiel durch die Synchronisation von Teilestämmen: Diese werden bei Eirich zunächst immer in der ERP-Software erfasst. Die Teilegruppe in oxaion enthält dabei viele bereits vorbelegte Felder, die von selbst in den neuen Teilestamm eingetragen werden. Aus den Merkmalen wird die Teilebezeichnung in Deutsch und den Standard-Fremdsprachen von Eirich automatisch generiert. Sobald der Konstrukteur einen Teilestamm oder eine Änderung daran in oxaion abspeichert, wird der Datensatz über eine Schnittstelle automatisch an das PLM-System übergeben. Dort kann er die ERP-Stammdaten per Mausklick mit den zugehörigen Dokumenten verknüpfen. Durch diese Integration ist nicht nur eine saubere Erfassung der Teilestämme sichergestellt, auch seine mehrsprachigen Zeichnungsköpfe erzeugt Eirich damit ohne weiteres Zutun.

Rund 250 Maschinen und Anlagen zur Aufbereitung von Rohstoffen fertigt Eirich jährlich, die Schwerpunkte liegen beim Mischen, Granulieren, Trocknen und Feinmahlen.

Datenaustausch

Die auf den Teilestämmen basierenden Stücklisten nehmen dann den umgekehrten Weg: vom CAD-System via PLM in die ERP-Software. Damit stehen sie der Disposition und der Fertigung von Eirich unverzüglich zur Verfügung. In aller Regel arbeiten bei Eirich mehrere Konstrukteure an einer Maschine oder Anlage und erstellen die einzelnen Baugruppen. Ein Mischer etwa kann bis zu 35 solche Baugruppen umfassen. Hat ein Konstrukteur in SolidWorks eine Baugruppe abgeschlossen, wird aus dem 3D-Modell im Zusammenspiel mit Keytech die Stückliste dafür generiert und vom PLM-System über eine Schnittstelle automatisch übergeben. Der Vorteil: Die Stücklisten müssen nicht per Hand geschrieben werden, sondern stehen automatisiert direkt aus dem 3D-Modell heraus auch dem ERP-System zur Verfügung.

Ihre volle Stärke zeigt die Integration der beiden Welten auch, wenn es darum geht, die operativen Unternehmensbereiche mit technischen Zeichnungen auszustatten. Die Zeichnungen entstehen in den CAD-Systemen zunächst in den unterschiedlichsten Dateiformaten. Wird eine Zeichnung freigegeben, erzeugt das PLM-System daraus automatisch sogenannte Neutralformate, also Formate, die an den jeweiligen Stellen im Betrieb weiterverarbeitet werden können, z. B. pdf-Dateien. Diese Neu­tralformate sind ebenfalls mit dem Teilestamm verknüpft. Im ERP-System lassen sich die Dokumente dadurch direkt aus der Teileinfo heraus anzeigen. Auf der Basis dieser Kopplung kann Eirich sowohl seine Fertigung als auch seine Dokumentation sicher und zuverlässig mit den richtigen Unterlagen versorgen.

oxaion ag, Ettlingen
www.oxaion.de