Martina Koederitz, Geschäftsführerin IBM Deutschland GmbH für den Bereich Mittelstand und Business Partner Organisation, spricht über die IT-Trends im Mittelstand 2010.

Unternehmen, die auch in Zukunft erfolgreich sein wollen, müssen vor allem innovativ und flexibel sein. Getrieben von den Veränderungen des Marktes, dem demografischen Wandel und der zunehmenden Macht der Verbraucher und Bürger nimmt der Druck auf Unternehmen zu, sich über neue Lösungen im globalen Wettbewerb zu behaupten. Mittelständische Unternehmen sind hier im Vorteil, weil sie rascher auf Veränderungen reagieren und diese antizipieren können. Dazu setzen sie auf Informationstechnologie, um ihre Systeme, Prozesse und In­frastrukturen intelligenter zu machen.

Eine Herausforderung, mit der der Mittelstand sich auseinandersetzen muss, ist der intelligente Umgang mit Informationen. Durch die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung unserer Welt ist das Datenvolumen explosionsartig angestiegen – und täglich kommen 15 Petabyte hinzu. Daten an sich haben für ein Unternehmen aber nur dann einen wirtschaftlichen Wert, wenn man sie in Verbindung miteinander setzt, analysiert und die richtigen Schlüsse daraus ziehen kann. Ein Beispiel sind die Harry-Brot Bäckereien. Das Unternehmen betreibt Bäckereien in Nord/West- und Ostdeutschland. Dank der Business Intelligence-Lösung von IBM kann Harry-Brot heute seine Bevorratung an Backzutaten als auch die Produktion bedarfsgerecht steuern. Denn: Die Bäcker wissen frühzeitig, welche Rezepturen den Geschmack der Kunden treffen oder welche nicht. Dieses Wissen um den Kundenwunsch wird dann direkt in ein entsprechend geändertes Angebot umgesetzt, bei Bedarf je nach Filiale unterschiedlich.

Martina Koederitz, Geschäftsführerin Bereich Mittelstand und Business Partner Organisation IBM Deutschland GmbH

Dieses Beispiel zeigt auch, dass die Anforderungen an die IT-Infrastruktur sich gewandelt haben. Wenn unsere Welt, die Märkte und die Anforderungen von Kunden und Produktion sich ständig ändern, dann steht das Unternehmen permanent vor neuen Anpassungsherausforderungen. Damit einher gehen meist Anwendungen mit hoher Rechenintensität – beispielsweise RFID-Anwendungen oder Bildverarbeitung – denen die Infrastruktur der meisten Unternehmen nicht gewachsen ist. Die Lösung bieten IT-Infrastrukturen, die sich dynamisch gestalten lassen. Sie können schneller und exakter an die Anforderungen des Unternehmens angepasst werden, zugleich sparen sie Kosten und senken den Energieverbrauch.

Priorität hat laut der IBM „Inside the Midmarket“ Studie 2009 für 83 Prozent der befragten deutschen Mittelständler die effiziente Zusammenarbeit im Team und mit Partnern. Das erfordert flexible Prozesse und die Neugestaltung der Arbeitsumgebung, damit kollektives Wissen erschlossen und Kreativität erfolgreich genutzt werden kann. Instant Collaboration und Social Media-In­strumente bringen weltweit verteilte Entwicklerteams zusammen und interaktive Portale schaffen mehr Kunden- und Bürgernähe. Wenn ihr Einsatz nur für zeitlich begrenzte Projektphasen notwendig ist, ist es häufig betriebswirtschaftlich sinnvoll diese Tools anlassbezogen zu mieten. Deshalb werden diese neuen offenen Desktop-Alternativen von Cloud Computing und Software-as-a-Service-Angeboten ergänzt.

Lösungen und Angebote zu all diesen Herausforderungen bietet IBM mit dem Konzept „A Smarter Planet“, das in diesem Jahr auf der CeBIT 2010 unter dem Motto „smarter together“ in Halle 2 präsentiert wird.

IBM Deutschland GmbH, Ehningen
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