Die Wenko-Wenselaar GmbH & Co. KG beliefert seit 50 Jahren weltweit Handelspartner mit Produkten rund um Bad, Küche und Haushalt. Auf der Basis von SAP ERP hat das Unternehmen nun seine internationale Vertriebslogistik optimiert und standardisiert abgebildet.

Täglich liefert Wenko eine Vielzahl von Produkten an Versandhäuser und den stationären Handel auf der ganzen Welt. Der Versand muss dabei termingerecht und ordnungsgemäß erfolgen. Diese Anforderung lässt sich nur mit einer modernen Versandsoftware erfüllen. In der eingesetzten Lösung SAP ERP lassen sich zahlreiche kunden- und marktspezifische Bedarfe abbilden. Für den gesamten Geschäftsprozess zeichnet der Outsourcing-Dienstleister Wenko-Prodlog mit Sitz in Hückelhoven verantwortlich.

Individueller Paketversand erfordert Optimierung

Mit einem Anstieg an individueller Verpackung und zunehmendem Paketversand stand Wenko-Prodlog vor der Herausforderung, seine im Einsatz befindliche SAP-Lagerverwaltung zu optimieren. „Obwohl unsere Kommissionierung bereits mit mobilen Datenerfassungsgeräten arbeitete, konnten wir dem steigenden Anteil an Kleinkommissioniermengen nicht mehr genügend Rechnung tragen“, erläutert Frank Drewling, Leiter Organisation und IT bei Wenko-Prodlog. Die Synchronisation eines kontinuierlichen Materialflusses wurde zunehmend schwieriger und die Zeit vom Erstellen des Kommissionierauftrags bis zur Auslieferung war zudem zu lang.

Aus einzelnen Vorgängen wird Pick & Pack

„Deshalb haben wir unser Lager komplett reorganisiert“, so Drewling. Anstelle einer starken Arbeitsteilung ist heute ein Lagermitarbeiter für den gesamten Versandprozess zuständig. An mehreren Stellen des Lagers befinden sich jetzt Kartons und Etikettendrucker. Dort entnimmt der Mitarbeiter einen Karton und druckt das Versand­etikett aus. Anschließend kommissioniert er direkt in den Versandkarton. Neue Scanner-Funktionen prüfen nicht nur, ob das richtige Produkt kommissioniert wurde. Durch das Scannen des Versandetiketts wird der Artikel auch automatisch der Versandeinheit in SAP zugeordnet. Nach erfolgreichem Kommissionier- und Packvorgang wird der Karton auf ein Förderband gesetzt, das diesen zu einer stationären Waage befördert. Dort wird durch Scannen des Versandetiketts das Wiegen gestartet und in SAP überprüft, ob das maximal zulässige Gewicht nicht überschritten wird und die Sendungen vollständig sind. Abschließend wird der Lieferschein gedruckt und am versandfertigen Karton angebracht. Mit dieser neuen Architektur kann Wenko-Prodlog dem steigenden Aufwand in der Paket­abwicklung Rechnung tragen und einen signifikanten Rückgang von Fehlkommissionierungen verzeichnen.

Rechtskonformer Warenverkehr

Während der Versandprozess damit rund war, musste Wenko-Prodlog zum 1. Juli 2009 die elektronische Zollabfertigung rechtskonform umsetzen. „Auch dieses Projekt haben wir gemeinsam mit Steeb realisiert“, erläutert Drewling. Das Unternehmen hat sich dabei für eine umfassende Lösung für das Zoll- und Außenhandelsmanagement entschieden. Zum einen führte es von SAP BusinessObjects Global Trade Services (GTS) die Anwendung Compliance für die Sanktionslistenprüfung und das Länderembargo ein. Zum anderen implementierten Wenko und Wenko-Prodlog die Anwendung Customs Management für die Zollabwicklung. Mit der SAP-Lösung kann das Unternehmen seinen Warenverkehr grenzüberschreitend optimieren und die rechtlichen Rahmenbedingungen einhalten. „Mit unserer erweiterten SAP-Lösung haben wir uns optimal in der nationalen und internationalen Vertriebslogistik aufgestellt“, resümiert Drewling. „Wir haben unsere Prozesse in der Distribution nachhaltig verbessert, können flexibel auf gesetzliche Rahmenbedingungen im internationalen Warenverkehr reagieren und so unsere Waren von Hückelhoven in die weite Welt liefern.“

Steeb Anwendungssysteme GmbH, Abstatt
www.steeb.de