Die Konsolidierung physischer Server auf Basis von Virtualisierungstechnologien stellt die Hochverfügbarkeit und das Disaster Recovery in Unternehmen auf den Prüfstand. Best Practice-Ansätze und neue Lösungen sorgen für eine zuverlässige Virtualisierung – auch in geschäftskritischen IT-Umgebungen.

Auslastung, Ressourcenmanagement, Kosteneinsparungen – die Euphorie um die Möglichkeiten mit Virtualisierungstechnologien verstellt manch einem den Blick für Standardpflichten in geschäftskritischen IT-Umgebungen: Etablierte Methoden und Lösungen für das Disaster Recovery (DR) und die Hochverfügbarkeit bleiben häufig außen vor. Dies beweist eine Studie von Symantec mit 1.650 IT-Managern weltweit: Fast die Hälfte aller virtuellen Server sind nicht in die DR-Pläne der Unternehmen integriert. Die Motive reichen dabei von der unübersichtlichen Vielfalt der unterschiedlichen und teils unausgereiften Backup-Lösungen bis hin zu fehlenden Möglichkeiten einer Automatisierung für den Fall einer Wiederherstellung.

Vor allem aber folgende Aussagen dürften die Zurückhaltung bei IT-Verantwortlichen begründen: Bewährte Werkzeuge und Prozesse zu Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery von physischen Servern lassen sich nicht auf virtuelle Szenarien übertragen oder bieten nur einen eingeschränkten Funktionsumfang. 36 Prozent der Daten auf virtuellen Servern werden nicht regelmäßig in ein übergreifendes Backup einbezogen. Die Hauptgründe: mangelnde Speicherkapazitäten (52 Prozent) und fehlende Storage-Management-Tools (53 Prozent). Ferner kommt die im Juni dieses Jahres in 24 Ländern durchgeführte Erhebung zu dem Schluss, dass Notfallpläne nur selten geprüft werden. Sie sollen die alltäglichen Geschäftsprozesse nicht stören. 27 Prozent der Unternehmen testen diese Notfallpläne aus Gründen wie diesem gar nicht auf ihre Wirksamkeit – mit teils gravierenden Folgen. Denn bei einem Viertel der befragten Unternehmen versagte der Test. Entsprechend düster muten die Worst-Case-Szenarien an: Durchschnittlich drei Stunden benötigen Firmen, um eine Basisversorgung ihrer Systeme gewährleisten zu können. Nach rund vier Stunden erfolgt in der Regel wieder ein Normalbetrieb im Rechenzentrum.

Risikofaktor: Physischer Server

Prekäre Zustände, die v. a. dann zu einer Katastrophe führen können, wenn geschäftskritische IT-Dienste, Applikationen und Hardware in die virtuelle Struktur eingebunden sind. Fällt nämlich der physische Server aus, sind damit unweigerlich auch die darauf laufenden virtuellen Maschinen von dem Crash betroffen. Als Single Point of Failure wird der physische Server damit zum Zünglein an der Waage.

Um dies zu vermeiden, müssen auch virtuelle Infrastrukturen zwingend hochverfügbar konzipiert sein. Hier haben sich unterschiedliche Techniken etabliert. Sie beginnen mit der einfachen Absicherung per Backup und Restore. Spezielle Werkzeuge ermöglichen eine kontinuierliche Datensicherung und den sofortigen Zugriff auf plattenbasierende Wiederherstellungs-Images. So lassen sich Verluste von Anwendungsdaten drastisch reduzieren und Recovery-Zeiten deutlich verkürzen. Flexible Speicher-Snapshots für Off-Host-Backups machen zudem Backup-Fenster überflüssig. Beim Einsatz entsprechender Lösungen ist jedoch zwingend darauf zu achten, dass die im Rechenzentrum verwendeten Datensicherungsprogramme sowohl physische als auch virtuelle Umgebungen unterstützen. NetBackup von Symantec etwa eignet sich, um virtuelle Umgebungen, unternehmenskritische Anwendungen, Datenbanken und klassische Server gleichermaßen von zentraler Stelle aus zu sichern. Erweiterte plattenbasierte Funktionen für die Datensicherung, einschließlich Datendeduplizierung, neue VTL-Steuerelemente (Virtual Tape Library), Unterstützung für Festplatten-Appliances anderer Hersteller und zusätzliche Snapshot-Funktionen runden den Funktionsumfang ab.

Sicherer ist allerdings der Einsatz redundanter Systeme nach Client-Server-Vorbild auch für virtuelle System­umgebungen. Ziel ist es, den Dienst des Servers unter allen Umständen am Laufen zu halten oder im Fehlerfall schnellstmöglich wiederherzustellen.

Symantec (Deutschland) GmbH, Ratingen
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