Auf der POW3R-Konferenz im November in München gab es viele Neuerungen zu vermelden. Mit Dawn May und Scott Forstie war die erste Riege von IBMs Technologen aus den USA vor Ort. Sie haben viele interessante Aspekte aufgezeigt, mit denen IBM sicherstellt, dass die Plattform IBM i nach wie vor up-to-date ist. Im Umfeld der Datenbank hat Scott Forstie dem Auditorium die Entwicklungstrends vor Augen geführt. Zudem gab es in der Abschluss-Keynote – für deren Besuch es nötig war, eine Vertraulichkeitserklärung zu unterschreiben – viele Informationen, aber auch „fundierte Spekulationen“, wie die künftigen Systeme aussehen werden, die auf der Prozessorversion POWER9 basieren und damit die IBM i-Familie in neue Performance-Sphären heben sollen.

IBM Power System i Server bilden bei vielen erfolgreichen Unternehmen das Rückgrat der IT-gestützten Prozesse. Neben den sprichwörtlichen Tugenden des Systems, wie Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und Sicherheit, gehören dazu auch Attribute wie Flexibilität und Einfachheit. Diese Argumente fallen vor allem dann ins Gewicht, wenn es um die Bewältigung des digitalen Wandels in den Unternehmen geht.

Viel Zeit für Demonstrationen auf den Ständen

Fachsimpeln im Ausstellungsbereich

Gefüllte Ausstellungsräumlichkeiten als Kennzeichen der POW3R-Konferenz Fotos: Alex Schelbert

Die Eröffnungs-Keynote bestritten Dawn May und Scott Forstie gemeinsam. Dawn May agiert als Senior Technical Staff Member bei der IBM. Ihr Aufgabenbereich umfasst den Kontakt zu der IBM i Large User Group (LUG), dem COMMON Americas Advisory Council (CAAC) und dem COMMON Europe Advisory Council (CEAC). Dabei arbeitet sie eng mit Anwendergruppen zusammen. Zudem ist Dawn als Consultant im Bereich der IBM Labs aktiv. Ebenfalls als „Senior Technical Staff Member” ist Scott Forstie bei der IBM in Amt und Würden. Er gilt als der „DB2 for i Business Architect” und hat sich allen Aspekten rund um die Datenbank auf der IBM i verschrieben. Das Thema des gemeinsamen Vortrags bezog sich auf „IBM i in Zeiten des Cognitive Computing“. Die beiden Referenten belegten eindrucksvoll, dass sich die Funktionalitäten und Eigenschaften der Plattform IBM i sehr gut für diese Herausforderungen eignen. Zumal mit der kommenden Prozessorgeneration POWER9 auch für komplexe Berechnungen genügend Rechenleistung zur Verfügung stehen wird. Besonders interessant für alle Anwender der Plattform IBM i ist auch die künftige Entwicklung der Funktionalität der Datenbank, der DB2 for i. Scott Forstie wies in seinem Vortrag darauf hin, dass die Neuigkeiten im Bereich der Datenbank für verschiedene Zielgruppen relevant sind: „Die Anwendungsentwickler dürften sich über die neu hinzugekommenen SQL-Features freuen, denn damit lassen sich datenzentrische Lösungen erstellen; zudem wird die Produktivität der Programmierer zunehmen.“ Für die System- und Sicherheits-Administratoren stehen zusätzliche IBM i Services bereit, die Verwaltungsaufgaben, aber auch sicherheitsrelevante Aktionen erlauben. „Doch auch für die Datenbank-Spezialisten sind bei den Advanced Copy Services – ACS – Optionen verfügbar, die zu einer höheren Produktivität führen.“

Bereits 2016 wurde mit der DB2 for IBM i der Weg in Richtung JSON eingeschlagen, so Forstie weiter. „Bei der Javascript Object Notation, kurz JSON, haben wir bereits im November 2016 die JSON Tables eingeführt. Damit kann man JSON-Dokumente in relationale Daten überführen.“ Generell wurde die Unterstützung von JSON immer mehr in den SQL-Standard aufgenommen, so dass man hier mittlerweile weiter nachlegen müsse: „Mit den JSON Publishing Functions haben wir uns dem umgekehrten Weg gewidmet: Damit lassen sich relationale Daten, die in DB2-Tabellen liegen, in JSON-Dokumente überführen.“

Nach seiner Ansicht ist diese Option wichtig, um bei der Unterstützung von Webservices flexibler zu werden. „Früher gab es bei den Webservices nur den Weg über die XML-Schiene. Doch mit IBM i 7.2 sind nun die JSON Tables vorhanden.“ Dazu hat Forstie in seinem Vortrag gezeigt, wie man Daten aus der DB2 an Watson übergeben sowie diese Daten dort bearbeiten lassen kann, und wie sich anschließend die Ergebnisse über JSON Tables verfügbar machen lassen.

Zufriedene Gesichter auf der POW3R-Konferenz: Ralf Dannemann, IBM

Keynote-Sprecherin aus den USA: Dawn May, IBM

Josef Grünbichler, Toolmaker

Alexander Herfert, WS Datenservice

Siegfried Hartmann, SMHartmann

Andreas Strietholt, Taskforce

Datenbank-Experte Scott Forstie aus den USA, IBM

Torsten Klinge, ML Software

Heidi Schmidt, COMMON-Vorstand und Geschäftsführerin PKS