Mit der Ankündigung vom 23.April 2019 schreibt IBM ein neues Kapitel mit dem Release IBM i 7.4. Zeitgleich wird auch ein neuer Technology Refresh (TR) für IBM i 7.3, der TR6, angekündigt. Dieser TR steht ab 10. Mai 2019 und IBM i 7.4 wird ab 21. Juni 2019 publiziert. Für die Version IBM i 7.2 wird es keine neuen Verbesserungen und Funktionen mehr geben, sprich der TR 9 vom 14. September 2018 ist für dieses Release die finale Version.

Als Hardwarevoraussetzungen gelten für IBM i 7.4 die beiden „neuesten“ Generationen, also die Power Systeme, die auf der POWER8- und POWER9-Prozessortechnologie basieren. Dabei umfasst das Release IBM i 7.4 die gesamte Palette, vom Basisbetriebssystem, DB2 for i, über die Anwendungsentwicklung bis hin zur Verfügbarkeit. Die neuen Funktionen werden wie immer unter Beibehaltung der branchenweit führenden Sicherheitsmerkmale bereitgestellt, für die das Betriebssystem IBM i bekannt ist.

Die neuen Verbesserungen und Ergänzungen in IBM i 7.4 bilden eine solide Grundlage für ständige Innovationen der IBM i-Anwender, Innovationen für neue Geschäftsanwendungen – erweitert um Technologien wie Artificial Intelligence (AI) und Internet of Things. Einige der Highlights von IBM i 7.4 sind:

Zu den Security-Verbesserungen zählen die Erweiterung der Regeln für Kennwörter der SST-Benutzer-IDs, die Automatisierung der Zertifikatsverwaltung mit Hilfe von Digital Certificate Manager (DCM) -APIs und die Erweiterung der Authority Collection, um Informationen für bestimmte Objekte zu sammeln. Beim Work Management wurden die Workload-Gruppen erweitert, durch Hinzufügen von Exit-Punkten zur Job-Queue Job-Verfolgung, sowie durch neue Funktionen zum Abrufen von Prozessor-Multitasking-Informationen.

Networking-Verbesserungen sind gegeben durch Aktualisierung des neuesten Industriestandards für TLS, SNMPv3, SMB3, und SMTP. Dazu kommen Verbesserungen bei SAVE- und RESTORE- Operationen, sowie Clustering (Durch PowerHA zur Verfügung gestellte Clustering-Funktionen).

In diesem Release liegt der Fokus auf Verbesserung und Erweiterung der Funktionalität und Performance für SQL, sowie das Hinzufügen neuer Funktionen für Datenbankadministratoren innerhalb der IBM DB2for i Datenbank, z.B. Erweiterungen für IBM i Services.

Anwendungsentwickler, sowohl in traditionellen als auch in Open Source Umgebungen, werden Verbesserungen für RPG IV, COBOL, System Debugger, Node.JS und Python sowie neue Tools und die Sprache R nutzen können. Die Rest-APIs wurden erweitert, so dass SQL jetzt direkt über die HTTP-Verbindung aufgerufen werden kann.

Ein neues Lizenzprogramm (LPP):  IBM DB2 Mirror for i (5770-DMB) bietet eine nahezu kontinuierliche Verfügbarkeit. Die neue Funktion setzt eine RoCE (RDMA over Converged Ethernet) Communication Adapterkarte für High Speed- synchrone Replikation mit der DB2 for i Datenbank voraus. Weitere Softwarevoraussetzung ist Db2 Data Mirroring (IBM i Option 48), was mit Bestellung von 5770-DMB automatisch mitgeliefert wird. Hardwarevoraussetzungen sind die POWER8- Systeme und spätere Technologie.

Die DB2 Mirror-Umgebung erfordert externen Storage: IBM System Storage DS8000 oder IBM Spectrum Virtualize wird dringend empfohlen, ist aber nicht Voraussetzung, auch externe Speichersysteme von Drittanbietern oder andere externe IBM Speichersysteme können verwendet werden. Die „Cloning“- Operationen während der Installation müssen dann aber manuell durchgeführt werden. Zudem wurden im IBM i-Portfolio vielen LPPs, z. B. IBM Backup, Recovery and Media Services for i (BRMS), IBM PowerHA, System Mirror for i und Administration Runtime Expert, wichtige Funktionen hinzugefügt.

Benutzer von Desktop-Tools für die Anwendungsentwicklung wie IBM Rational Developer for i (RDi), System Management und IBM i Access Client Solutions (ACS, Version 1.1.8.2), verfügen über neue Funktionen. Zudem neu: „Fast Start“ EZ-Install-Paket für IBM Db2 Web Query in Version 2.1.1. Neue Möglichkeiten auch mit Hilfe von DB2 Web Query, die IBM i Services zu nutzen.

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