IBM’s neue Midrange Server kommen ab dem 11. Juni unter dem Namen eServer i5 auf den Markt. Das Betriebssystem heißt nicht mehr OS/400, sondern i5/OS. Als erste Maschinen der eServer-Familie integrieren die i5-Server hochleistungsfähige POWER5 Prozessoren, außerdem bringen sie die eben erst angekündigte IBM Virtualization Engine (Mainframe-Technologie) mit.

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Die eServer i5-Systeme sind mit dem POWER5-Mikroprozessor ausgestattet, einem der derzeit fortschrittlichsten 64-Bit Chips der IT-Industrie. POWER5 weist 276 Mio. Transistoren pro Prozessor auf und wird hergestellt in 0.13 micron Kupfer- und SOI- (Silicon-On-Insulator)-Technologien. POWER5 bietet Chip Multiprocessing und simultanes Multithreading (SMT), das einen einzelnen Prozessorkern in zwei logische Prozessoren unterteilt, wie sie von den Betriebssystemen und der Anwendungssoftware gesehen werden. Da der POWER5 Chip zwei Kerne aufweist, erlaubt SMT dem Chip, vier Anwendungsschritte gleichzeitig abzuarbeiten. Das reduziere die Zeit zur Erfüllung einer Rechenaufgabe „beträchtlich“, so IBM.

Das i5-System unterstützt sowohl i5/OS, AIX 5L nativ sowie Linux und Windows via integrierter xSeries. Der Rechner ist in der Lage, AIX 5L gleichzeitig neben i5/OS zu betreiben. So können UNIX-Anwendungen auf dem System konsolidiert und verwaltet werden. Zusätzlich können Unternehmen ihre IT-Infrastruktur durch einen integrierten xSeries Server mit Intel-Prozessor vereinfachen, auf dem zukünftig auch Linux läuft. Durch das gemeinsame Management von Windows- und Linux-Servern mit den integrierten Storage-, Sicherheits- und Backup-Komponenten können Infrastruktur- und Server-Kosten weiter reduziert werden.

Ab Werk integriert ist die IBM Virtualization Engine, eine Reihe von Technologien und Services zur Vereinfachung und Optimierung der IT-Infrastruktur. Die VE verbessere das Spektrum der Virtualisierungstechnologien, wie beispielsweise logische Partitionierung und Virtual Storage für die iSeries Serverfamilie.

Server mit „Reservetank“

Der eServer i5 570 verfügt über Funktionalitäten, die bisher für mittelgroße Unternehmen nicht verfügbar waren. So ist das System mit Reserve Capacity on Demand, On/Off Capacity on Demand und Memory Capacity on Demand ausgestattet. Mit der neuen Reserve Capacity On Demand können Unternehmen im voraus einen „Reservetank“ an Prozessorleistung kaufen, der vom System automatisch zugeschaltet wird, wenn die Server mehr Kapazität benötigen. Mit On/Off Capacity on Demand können die Anwender nach Bedarf POWER5 Prozessorleistung zu- und wieder abschalten und bezahlen nur entsprechend der tatsächlich genutzten Leistung.

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