IT-Informatik erweitert sein Portfolio um SAP-Anwendungshosting mit IBM Power Systems Servern unter SUSE Linux Enterprise Server.

Die IT-Informatik GmbH bietet IT-Lösungen für mittelständische Unternehmen, z. B. Infrastruktur‑, Backup‑, Sicherheits- und Dateninte­gra­tionsservices. Außerdem bietet das Unternehmen Web-Hosting-Services für mittlere und große Unternehmen.

IT-Informatik stellte fest, dass viele kleinere Kunden die Implementierung zentraler ERP-Lösungen (Enterprise Resource Planning), wie z. B. SAP ERP, in Erwägung zogen, aber nicht die tägliche Verwaltung und Pflege einer möglicherweise komplexen neuen Umgebung übernehmen wollten. Das Unternehmen entschied sich deshalb dafür, Host-Services für SAP-Anwendungsumgebungen anzubieten und entwickelte eine unter dem Akronym EMU (Einführungsmodell für Mittelständische Unternehmen) bekannte Methodik zur schnellen Implementierung vorkonfigurierter Geschäftsanwendungen wie z. B. SAP ERP. Im nächsten Schritt begann IT-Informatik mit der Suche nach einer Hardwareplattform und einem Betriebssystem, die die optimale Kombination von Sicherheit, Leistungsfähigkeit, Kosteneffizienz und Verwaltungskomfort für die neuen Hosting-Systeme bieten würden.

„Um die optimale Leistung aus den SAP-ERP-Anwendungen herauszuholen, wollten wir ein 64-Bit-Betriebssystem einsetzen“, erläutert Achim Schütz, Bereichsleiter bei IT-Informatik. „Wir zogen Windows in Betracht, hatten aber hinsichtlich des Administrationsaufwands für diese 64-Bit-Plattform Bedenken. Wir hatten bereits bei anderen Hosting-Systemen Erfahrungen mit verschiedenen Versionen von SUSE Linux Enterprise Server gesammelt und waren wie viele unserer Kunden sehr beeindruckt. Also entschieden wir uns für die Open-Source-Variante.“

„In puncto Hardware können wir auf eine jahrelange Zusammenarbeit mit IBM zurückblicken – und waren hinsichtlich Aufbau und Zuverlässigkeit mit der IBM-Hardware immer sehr zufrieden. Außerdem verfügt IBM über einen guten Ruf hinsichtlich Unterstützung von Open-Source-Umgebungen und ist der einzige Anbieter von langjährig ausgereiften Virtualisierungstechnologien.“

Einsatz von Power Systems Servern

IT-Informatik implementierte für die neuen SAP-ERP-Umgebungen drei IBM Power Systems Server (IBM Power 520) mit insgesamt zwölf IBM-POWER6-Prozessoren. Außerdem schaffte das Unternehmen Power6 Server für weitere Nicht-SAP-Systeme an. „Die zwölf CPUs, die für die SAP ERP Workload eingesetzt werden, sind in 30 logische Partitionen, sogenannte LPARs, eingeteilt“, erklärt Achim Schütz. „Alle Partitionen sind logisch vollständig voneinander getrennt, um für jede SAP-Instanz und SUSE-Linux-Umgebung absolute Sicherheit zu erreichen. So besteht keinerlei Gefahr, dass sich die Systeme verschiedener Unternehmen gegenseitig beeinflussen.“

IBM PowerVM bietet die erforderliche Technologie für den Betrieb mehrerer SAP-Anwendungen (von SAP R/3 bis zu SAP ERP 6.0), die in einer vollständig virtualisierten Umgebung unter SUSE Linux Enterprise Server ausgeführt werden. Durch die Differenzierung der LPAR-Nutzungsrechte und Gewichtungsfaktoren können die vom jeweiligen Kunden geforderten Service-Levels erreicht werden. Auslastungsspitzen werden anhand vordefinierter Priorisierungsregeln dynamisch überbrückt. Dabei wird auf einen Pool von Prozessoren zugegriffen und nicht auf dedizierte Prozessoren wie in traditionellen Modellen.

Diese Strategie, Ressourcen gemeinsam zu nutzen, ist für das Hosting mehrerer kleiner SAP-Anwendungsumgebungen, wie sie bei der Mehrheit der Kunden von IT-Informatik vorkommen, äußerst effektiv. Sie bietet sowohl den SAP-Serviceanbietern als auch deren Hosting-Kunden eine kosteneffiziente Umgebung für den flexiblen Betrieb von SAP-Geschäftsanwendungen. Achim Schütz fügt hinzu: „Einer der größten Vorzüge von PowerVM kommt zur Geltung, wenn wir einen neuen Kunden gewinnen. Wir müssen keine neuen physischen Server bestellen, auf deren Lieferung warten, im Rechenzentrum Platz schaffen, die Maschinen einrichten usw., sondern wir erstellen einfach eine neue logische Partition – innerhalb weniger Minuten. Wir können also die neue Umgebung des Kunden sehr schnell in Betrieb nehmen, was unser Serviceangebot erheblich attraktiver macht.“

IT-Informatik, Ulm
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