In diesem Jahr stehen die Themen „Hochverfügbarkeit“ und „Disaster Recovery“ bei den meisten IT-Verantwortlichen in der Prioritätenliste ganz weit oben. Dies ist vor allem darauf zurück zu führen, dass sich die Anwendungsumgebungen in Zukunft erheblich verändern werden. So wird die Evolution im Bereich von e-Business eine Transformation der Geschäftsprozesse einleiten, die darauf hinausläuft, dass Anwendungen kontinuierlich verfügbar sein müssen. Für einen Großhändler wird es beispielsweise erforderlich sein, Anwendungen zu implementieren, die automatisch auf der Basis von Regeln direkt mit den Anwendungen seiner Kunden und Lieferanten in Verbindung treten – ohne Eingriff von Menschen. Anwendungen von Service-Büros, die ihre Dienstleistungen im Web anbieten, müssen ständig verfügbar sein. Das klassische Konzept von nächtlichen Batch-Jobs wird wahrscheinlich zum Anachronismus und die Vorstellung, dass ein Zeitfenster für Wartungsarbeiten zur Verfügung steht, ist ein Luxus, den man sich nicht mehr leisten können wird. Hochverfügbare Anwendungen und Planungen für Disaster Recovery gewinnen somit eine neue Bedeutung.

Definition von Hochverfügbarkeit

Bevor einige Lösungsansätze zur Hochverfügbarkeit dargestellt werden, ist es zunächst erforderlich, eine Begriffsbestimmung vorzunehmen. Es werden zwei Typen von Ausfällen unterschieden: geplante und ungeplante (siehe Abbildung).

Den größten Teil der „Downtime“ nehmen die geplanten Ausfälle ein. Sie sind im Wesentlichen durch den operationalen Betrieb begründet – wie beispielsweise bei Hardware-, Anwendungs- und Betriebssystem-Upgrades, Installation von PTFs oder Sicherungsoperationen. Das Zeitfenster für diese Art von Ausfällen tendiert in den Unternehmen zunehmend gegen Null.
Die ungeplanten Ausfälle lassen sich wiederum in zwei Typen unterscheiden: „Recoverable“ und „Disaster“. Ein ungeplantes Recoverable-Ereignis könnte ein Fehler in einer Prozessorkarte sein; während ein Disaster zum Beispiel den Verlust eines Rechenzentrums darstellt. Die Prozessorkarte kann ersetzt werden und das System beziehungsweise die Anwendungen können für den operationalen Betrieb wieder hergestellt werden. Dagegen bedeutet der Verlust eines Rechenzentrums, dass eine Wiederherstellung des operationalen Betriebs auf lokaler Seite ausscheidet. Es ist wichtig diese unterschiedlichen Definitionen von Ausfällen zu verstehen, um die Lösungsansätze für die verschiedenen Ausfalltypen beurteilen zu können.

Anforderungen an Hochverfügbarkeitslösungen

Für die Beurteilung verschiedener Lösungsansätze im Zusammenhang mit Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery ist es notwendig, die Anforderungen der Geschäftsprozesse in den Mittelpunkt der Betrachtung zu stellen, denn sie sind letztendlich die bestimmenden Faktoren. Auf der Basis so genannter „Service Level Agreements“ sollten dann die Hochverfügbarkeitsanforderungen für jede der oben genannten drei Ausfalltypen definiert werden. Dieser Prozess ist für jede Anwendung durchzuführen und zwar über eine Zeitperiode von 24 Stunden und das wiederum über Tage, Monate und im Extremfall über Jahre.

Weitere Informationen zu Hochverfügbarkeit, ClusterProven und Disaster Recovery und damit einen guten Einstieg in diese Thematik findet sich unter folgender Webseite: www.ibm.com/eserver/iseries/ha

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