Seit Computer miteinander verbunden werden, hat sich Managed File Transfer als eine der meistgenutzten Software-Technologien etabliert. Da viele dieser Anwendungen als einfache Dienstprogramme und nicht als Lösungen für den Unternehmenseinsatz entwickelt wurden, fehlt es oftmals an Verwaltungs‑, Kontroll- und Integrationsfunktionen.

Die Analysten von Gartner meinen: „In nächster Zukunft müssen sich Unternehmen mit dem Thema ‚Sicherheit‘ und ‚Management‘ ihrer File-Transfer-Prozesse auseinandersetzen. Derzeit sind zahlreiche Eigenentwicklungen im Einsatz. Viele Anwender sind sich darüber im Klaren, dass diese Tools unter Integrationsgesichtspunkten nur beschränkt einsetzbar sind. Anforderungen an interne und externe Sicherheit, Management und Integration werden Unternehmen dazu zwingen, ihre Entwicklungen eingehend zu prüfen und eine Ablösung zu erwägen.“

B2B-Integrationsanforderungen

Für eine wirksame Datenintegration ist der Zugriff auf die Daten, ihre Aggregation und ihre Synchronisation über mehrere Systeme oder Datenbanken hinweg unerlässlich. Die Datenintegration beruht auf einer Reihe von Techniken: von einfachen Adaptern für den Datenzugriff über stapelorientierte Managed-File-Transfer-Mechanismen bis hin zu komplexeren Werkzeugen für ETL (Extraktion, Transformation und Laden) oder Replikation, weil eine effektive Datenintegration niemals von einer einzigen Lösung abhängt. Stattdessen kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz, um die diversen Anforderungen in einem Unternehmen zu erfüllen. Alle Datenintegrationsszenarien beinhalten folgende wichtige Komponenten:

  • Connectivity und Zugriff – für den Zugang zu den betreffenden Daten
  • Transformation – für das Zusammenführen der Daten und für deren Aggregation
  • Lieferung/Nutzung – für die Bereitstellung gegenüber Anwendungen, Benutzern oder Tools
  • Metadata-Management – für den Entwurf und die Steuerung des Integrationsprozesses
  • Standardisierung – zur Erleichterung der Integration, u. a. Web-Services fürs Internet, offene APIs für die Systemintegration und Datenformatierungsstandards zur Gewährleistung der Systemkompatibilität

Eine wirksame B2B-Integration setzt eine entsprechend umfassende Architektur und Strategie voraus. Eine fortschrittliche Lösung für Managed File Transfer (MFT) spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Compliance

Die Einhaltung von Compliance-Vorgaben ist eine wesentliche Anforderung, weshalb jeder Prozess dokumentiert, geprüft und zugeordnet werden können sollte. Um diese Anforderungen zu erfüllen, müssen Unternehmen abwägen, wie sie ihren Datenverkehr schützen, verwalten und kontrollieren.

Management und Kontrolle

Eine skalierbare MFT-Lösung ermöglicht eine bessere Datenverwaltung und -kontrolle, da sie eine zentralisierte Verwaltung aller Transfer-Server unabhängig von der Plattform oder dem Standort unterstützt. Unternehmen sind damit in der Lage, Anwender innerhalb und außerhalb der Organisation zu verwalten, alle Managed-File-Transfer-Aktivitäten zu protokollieren sowie detaillierte Prüfungs- und Tätigkeitsberichte in Echtzeit zu erstellen. Diese Funktionalität steht üblicherweise über eine einzige, einheitliche Schnittstelle zur Verfügung. Auch Warnungen und ereignisgestützte Benachrichtigungen sollten Teil der Kernlösung sein. So wird sichergestellt, dass der Zugriff im Einklang mit internen und externen Richtlinien erfolgt.

Sicherheit

Neue Sicherheitsfunktionen mit mehrstufiger Authentifizierung, Firewall-geschütztem Zugang und hoch entwickelten Verschlüsselungsalgorithmen sind integrierter Bestandteil verbesserter Sicherheitssysteme geworden. Für MFT sind Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit allerdings nur dann wirksam, wenn der gesamte Prozess durchgängig verwaltet und kontrolliert wird. Manuelle oder fragmentierte MFT-Prozesse können dem nicht gerecht werden.

Offene Standards

Unternehmen sollten Informations- und Integrationssysteme einsetzen, die sich an offenen Standards orientieren und eine große Vielzahl von Betriebsumgebungen und Plattformen unterstützen. Proprietäre Lösungen sind in heutigen Unternehmen nicht mehr akzeptabel.

Leistung und Effizienz

Eine fortschrittliche MFT-Lösung automatisiert Grundfunktionen von Business- Systemen und ermöglicht damit die Integration in unternehmensweite Anwendungen. Mit den entsprechenden Tools und Funktionen zur Unterstützung eines automatischen Betriebs lassen sich die Managed-File-Transfer-Aktivitäten gut strukturieren und einfach planen. Dadurch erübrigen sich viele manuelle und fehleranfällige Prozesse.

Eine fortschrittliche MFT-Lösung zeichnet sich u. a. durch folgende Grundkonzepte aus:

Zentraler Kontrollpunkt – Ein zentraler Kontrollpunkt gewährleistet den Überblick über alle Dateiübertragungen, ob intern oder mit Kunden und Partnern.

Umfassende Sicherheit – Jeder Server sollte sein eigenes Authentifizierungs- und Autorisierungsschema aufweisen. Verschlüsselungstechnologien sollten für die interne Systemkommunikation und sämtliche Managed-File-Transfers genutzt werden. Delegierbare Verwaltungsaufgaben sorgen dafür, dass Systemadministratoren nur mit den Rechten ausgestattet sind, die ihrer organisatorischen Aufgabe und ihrem Sicherheitsstatus entsprechen.

Umfassende Auditierbarkeit – Jedes übertragungsbezogene Ereignis muss auf lokaler und zentraler Ebene protokolliert werden können; hierzu zählen detaillierte Berichte zu jedem Aspekt aller Übertragungsvorgänge. Das eingesetzte MFT-System sollte detaillierte Prüfberichte, Online-Abfragewerkzeuge und umfassende Echtzeitmeldungen bereitstellen, mit denen die zuständigen Mitarbeiter unverzüglich je nach Lage benachrichtigt werden, um Verstöße gegen die Richtlinien zu unterbinden.

Garantierte Zustellung – Daten müssen zuverlässig zugestellt werden. In einem fortschrittlichen MFT-System ist die garantierte Zustellung möglich. Voraussetzung hierfür sind der automatische Wiederanlauf, die Warnung bei Ausnahmen, ein abgestimmter Production Workflow und eine Software-Zuverlässigkeitsquote von über 99,999 %.

Durchgängige Übertragung – Eine durchgängige Automatisierung ermöglicht die Integration in andere Anwendungen (durch regelbasierte Verarbeitung), um Dateien bei Erhalt automatisch weiterverarbeiten zu können. So können Unternehmen grundlegende Geschäftsprozesse automatisieren und rationalisieren.

Unterstützung interner und externer Abläufe – Unternehmen mit internationalen Standorten benötigen für ihre Abläufe eine integrierte Infrastruktur, um effizient mit internen und externen Organisationen verzahnt zu sein. Eine effektive MFT-Lösung sorgt für die sichere Connectivity, die zur Übertragung von Dateien innerhalb und außerhalb des Unternehmens erforderlich ist: auf allen Plattformen (von Windows bis zum Mainframe) und übers Internet.

Compliance: Umfassende Auditing-Funktionen und die Einhaltung aktueller und kommender aufsichtsrechtlicher Vorgabe.

Automatisierung: Durchgängige Initiierung vieler wesentlicher Prozesse und Verarbeitungsabläufe.

Flexibilität: Jederzeitige Anpassung an wechselnde geschäftliche Anforderungen zur Verbesserung der Services und Geschäftsbeziehung.

Kosteneinsparungen: Die Automatisierung der Prozesse steigert die Effizienz im gesamten Unternehmen. Automatisierung bedeutet weniger Fehler, weniger manueller Aufwand, sinkende Betriebskosten und weniger personalintensive Vorgänge.

Fazit

Immer mehr Unternehmen setzen auf MFT, um die Herausforderungen im Datentransport und bei der Integration von B2B-Prozessen zu bewältigen. Denn wer erkannt hat, welche Bedeutung den zu übertragenden Dateien zukommt, benötigt eine fortschrittliche und skalierbare MFT-Lösung, die den Anforderungen an einen sicheren internen und externen File-Transfer gerecht wird.

Attachmate GmbH, Unterföhring
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