Während eines sechswöchigen Aufenthalts bei der IBM International Technical Support Organization (ITSO) in Rochester/MN hatte die Autorin Edelgard Schittko die Gelegenheit, gemeinsam mit Kollegen die Möglichkeiten der Integration von BRMS (Backup, Recovery and Media Services) und ITSM (IBM Tivoli Storage Manager) anhand konkreter Installationen aufzuzeigen und die Ergebnisse in einem Redbook zu veröffentlichen. Diese sind inzwischen als Draft Version unter www.redbooks.ibm.com/redpieces/pdfs/sg247031.pdf verfügbar. Nachfolgend einige Auszüge aus dem Inhalt: Die Verwendung beider SoftwareProdukte BRMS und ITSM in einem iSeries Environment ist insbesondere für Kunden interessant, die die neuen Enterprise Edition Modelle i825, i870, i890 erworben haben oder erwerben werden, weil in der Enterprise Edition dieser Modelle bereits sowohl eine BRMS Lizenz als auch eine ITSM Server-Lizenz mit fünf Client-Lizenzen enthalten sind (siehe www-1.ibm.com/servers/eserver/iseries/hardware/editions). Aber auch für kleinere iSeries-Modelle kann eine Integration von BRMS und ITSM sinnvoll sein, wie nachfolgend an zwei Szenarien vorgestellt wird.

Szenario 1

Auf einer iSeries sind sowohl BRMS als auch ITSM installiert, in der Abbildung betrifft dies das System 270 in der Lokation B. Diese iSeries ist ITSM Server für mehrere ITSM Clients im LAN. Der ITSM Server wird in der PASEUmgebung installiert. Die ITSM Server-Oberfläche bei einer Implementierung im PASE einer iSeries unterscheidet sich dabei nicht von anderen ITSM Implementierungen. Die Backups für die ITSM-Clients im LAN laufen zunächst in einen Diskpool im IFS der iSeries und werden danach in einen Tapepool geschrieben (z.B. zu einer IBM LTO 3584, siehe Abbildung Lokation B). Gleichzeitig ist auf dieser iSeries BRMS installiert, um diese iSeries selbst und damit auch alle durch die ITSM Implementierung erzeugten Daten zu sichern. Für diese Backups wird auch die angeschlossene IBM LTO 3584 verwendet. Der Schwerpunkt der Integration beider Produkte auf dieser iSeries besteht in der gemeinsamen Bandverwaltung und im gemeinsamen Bandmanagement zwischen beiden Umgebungen. Dazu wurden während der Residency unter Verwendung vorhandener Exits und APIs Beispielprogramme geschrieben, die diese gemeinsame Bandverwaltung sowie dieses gemeinsame Bandmanagement ermöglichen. Sie sind im Anhang D im Redbook beschrieben und die Sourcen stehen demnächst als Download im Internet zur Verfügung unter:

www.redbooks.ibm.com/redbooks/SG247031/

Neben den Backup-Möglichkeiten werden natürlich auch die RestoreFunktionen sowohl vom BRMS als auch vom ITSM über dieses gemeinsame Bandmanagement unterstützt. Bei der ITSM Server-Implementierung ist es auch im PASE wie bei anderen Plattformen, dass ein Restore zunächst aus dem Diskpool versucht wird. Erst wenn die Daten dort nicht mehr verfügbar sind, werden sie von Band gelesen und zurückgespeichert.

Szenario 2

Auf einer iSeries ist BRMS installiert und außerdem APIs 5733-197, die es ermöglichen, diese iSeries über das LAN als BRMS Application Client zu einem ITSM Server zu verwenden. In der Abbildung betrifft es das System AS02 = Modell 820 in der Lokation A. Obwohl der BRMS Application Client kein vollwertiger ITSM Backup Archive Client ist, gibt es hier die Möglichkeit, Benutzerdaten (!) dieser iSeries über BRMS zu einem ITSM Server im LAN zu sichern bzw. von dort zurückzuspeichern.

BRMS hat dabei eine Trägerfunktion für die APIs zum ITSM Server. Es kann dabei jeder ITSM Server im LAN verwendet werden, in der Abbildung ist der ITSM Server auf einer iSeries 270 implementiert. Die Integration der beiden Produkte BRMS und ITSM besteht hier im Zusammenwirken von BRMS und APIs auf der einen Seite und dem ITSM Server auf der anderen. Im Redbook sind im Kapitel 9 ausführlich die Nachteile (z.B. Performance) und Vorteile (z.B. für den Backup/Restore von Benutzerdaten wird kein lokales Tape/keine lokale TapeLibrary benötigt) solch eines Szenarios sowie die Implementierung selbst beschrieben.

Weitere nützliche Tipps

Mit ITSM V5.2 gibt es einen Client für Linux auf der iSeries. Damit ist ein File und Directory Level Backup für Linux auf iSeries möglich. Mehr Details dazu siehe: www.ibm.com/servers/eserver/iseries/linux/tivoli .

Mit der bereits am Anfang erwähnten Enterprise Edition für i825, i870 und i890 wird aktuell ein neues Installationstool ausgeliefert: 5733-ED1 iSeries Enterprise Edition Installation Assistant für die Installation bestimmter SoftwareProdukte (Tivoli, Lotus, WebSphere) über VMI/DVD.
Neben dem Redbook wurden während des Aufenthalts-Residency auch drei Tipps geschrieben:
– TIPS0291 BRMS and a Tape Library: Verifying your BRMS logical and physical databases are synchronizied
– TIPS0292 Using Virtual Media Installation to Install BRMS PTF from the IBM FTP Server
– TIPS0293 Installing Tivoli Storage Manager and Tivoli Storage Manager APIs on the same IBM iSeries

Auch diese sind im Internet verfügbar: www.redbooks.ibm.com , dort als Suchbegriff die Nummer des Tipps (z.B. TIPS029x) eingeben.

Sie erreichen die Autorin Edelgard Schittko, IBM iSeries Technical Sales Support System Sales EMEA Region Central, unter der Mailadresse ej_schittko@de.ibm.com

IBM Deutschland GmbH

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Telefon: (+49) 030/3115-1503

www.ibm.de